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Sichtschutzzaun (tote Einfriedung) Höhe und Form


| 23.06.2007 11:59 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Sehr geehrte Damen und Herren,
das vor unserem Grundstück liegende bisher unbebaute Grundstück hat den Eigentümer gewechselt und soll bebaut werden.
Im Bebauungsplan für diese Wohngegend ist nichts definiert, sodaß das Nachbarrecht Baden-Württ. gilt. Danach kann ein geschlossener Sichtschutzzaun von max 1,50 m Höhe an die Grundstücksgrenze gebaut werden. Wir wollen mindestens eine Höhe von 1,80 m; wir müßten also um 0,3 m von der Grenze abrücken. Kann ich den vertikalen Zaun in Höhe von 1,50 m oben mit einem unter 45 Grad in unsere Richtung hin abgekröpften Stück verlängern, sodaß das oberste Zaunende bei einer Höhe von 1,80 m um diese verlangten 0,3 m von der Grenze weg steht ? Mit den besten Grüßen,
Sehr geehrter Fragesteller,

ja, diese Vorgehensweise ist zulässig.
Bitte beachten Sie dabei aber folgende Einschränkungen:
Sofern der Abstand einer toten Einfriedigung zur Grenze weniger als 0,5 m beträgt, muss die Ausbesserung von Ihrer Seite aus möglich sein (§ 11 Abs.3 NachbG). Außerdem dürfen freistehende Mauern, die einen geringeren Abstand als 0,5 m zu Grenze aufweisen, nach § 11 Abs. 4 NachbG nicht zum Nachbargrundstück hin abgedacht sein. Je nach Konstruktion und Material des geplanten Sichtschutzes könnte dies analog gelten, sofern ein mauerähnlicher Effekt erreicht würde. Schutzzweck der Regelung ist es, zu verhindern, dass Wasser und Schmutz zum Nachbarn abgeleitet werden. Sofern jedoch die Einfriedigung (jedenfalls im gekröpften Teil) durchlässig ist, dürfte sich kein Problem ergeben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de
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