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Sichtschutzwand auf Grundstücksgrenze in HH


10.01.2007 22:11 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Wir haben vor einem Jahr ein Mittelreihenhaus in Hamburg erworben. Der Garten war total verwildert und zugewachsen. Mit einem Gärtner haben wir besprochen was wir machen wollen und dann bei der Verwalterin sowie bei den Nachbarn zur Rechten und zur Linken unsere Pläne vorgestellt, keiner hatte Einwände. Die Nachbarin zur Linken sagte Sie möchte informiert werden und dann selbst zu Schere greifen.
Eine Trauerbirke Höhe ca. 3m, die hat einen Abstand von ca. 1,20-1,50m und steht am Ende der Terrasse. Ihre Büsche sind alle nur 10-20cm von der Grenze entfernt gepflanzt und, die (Lebensbaum, Rhododendron und Flieder) wachsen alle zu uns rüber. Kann ich die Nachbarin auffordern den Baum zukappen (wegen der Beschattung) und die Büsche zu entfernen oder so zu schneiden, dass es optisch schön ist?
Der Rhodo wurde unlängst so beschnitten, dass wir nur noch das innere Geäst sehen!
Von 9 Häusern haben drei ihre Gärten mit Hecken abgetrennt, bei den anderen hat jeder seinen Garten mit Beeten individuell gestaltet nur die Rasenflächen gehen ineinander über.
Da die Beschattung an der Terrasse zu groß ist (Trauerbirke) haben wir auf unserer Rasenfläche Rasenkanten versenkt und eine Kiste von 1,50x3,00x0,3m (wie eine Sandkiste aus Bankirai) drauf gestellt . Zum Besseren mähen haben wir drum herum noch Pflasterklinker verlegt. Wir sind mit der Kiste 25cm von der Grenze entfernt geblieben. Zum besseren Verständnis die Kiste und ein Frühbeetkasten dienen als Gehege für unsere Landschildkröte, die einen sonnigen Platz braucht. Jetzt ist auch dort Schatten. Die Nachbarin zur Linken betrachtete es sagte aber nichts. Sie ist immer im Garten wenn wir etwas machen. Einige Wochen später wurden von ihr, auf einem Sonntagnachmittag, vier Pfosten 1,31m und drei Sichtschutzwände 1,21m aufgestellt. Wie wir feststellen mussten zwei Pfosten direkt auf der Grenze und zwei auf unsere Seite. Die Wände stehen krumm und schief, sind zum Teil von unserer Seite angeschraubt, wobei einige Schrauben hervorstehen und es kleben noch die Preise dran.
Wir haben nach einiger Zeit das Gespräch gesucht doch die Nachbarin blockte ab und sagte wir hätten angefangen die Rasenfläche einzuzäunen und sie könne den Anblick nicht ertragen. Wenn sie dieses geäußert hätte wären wir ihr mit einer Bepflanzung entgegen gekommen, doch der heiße Sommer hat ein sinnvolles Pflanzen nicht ermöglicht und jetzt ist kaum mehr Platz. Wir haben sie aufgefordert die Sichtschutzwand gerade und auf ihrer Seite zu errichten. Sie antwortete, dies würde sie nicht tun. Jetzt hat sie die Wand auf ihrer Seite noch gestrichen und zwar nur das was sie sieht, unsere Seite zieren Ränder und Lacknasen.
Müssen wir dieses Verhalten so hinnehmen?
Ist unser Gehege welches lose aufliegt zu dicht an der Grenze?
Gibt es für Hamburg eine Richtlinie für Grenzbepflanzung und haben wir da noch Möglichkeiten etwas zu erwirken?
10.01.2007 | 22:25

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:
Nein, sie muss einen Zaun auf ihrer Seite errichten (unerlaubter Überbau), grds. haben Sie aber keinen Anspruch auf „gerade“ Errichtung. Ihr „Gehege ist aber nicht zu dicht an der Grenze. Grds. besteht wegen der Beschattung kein Anspruch auf Kappung oder Beschneidung. Ein Nachbarrechtsgesetz wie in anderen Ländern existiert in HH leider gerade nicht. Sie dürfen aber herüberhängende Äste von Bäumen oder Büschen nach Aufforderung mit angemessener Frist gegenüber der Nachbarin entfernen/auf Kosten der Nachbarin entfernen lassen. Leider kann ich keine besseren Nachrichten weitergeben.
Für Rückfragen stehe ich natürlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere, dringend zu empfehlende Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2007
mail(at)<image> </image>anwaltskanzlei-hellmann.de


Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Gerade geringfügige Modifikationen des Sachverhalts können völlig abweichende rechtliche Ergebnisse bedingen! Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 27.02.2007 | 13:38

Vielen Dank für ihre schnelle Antwort. Wir sind aktiv geworden und haben jetzt von der Eigentümergemeinschaft den Hinweis bekommen, das sie uns zwingen können das Gehege samt Frühbeet zu entfernen, da wir am Garten nur ein alleiniges Sondernutzungsrecht haben. Die Begründung ein Frühbeet hat nichts im kleinen Reihenhausgarten verloren. Ist das so und muß ich alles was die Nachbarn in ihren Gärten stehen haben so akzeptieren?(Komposter obwohl es einen gemeinschaftlichen gibt, Strandkörbe, Hecken und Terrassenbäume)
Vielen Dank.

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