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Sichtschutz, zulässige Höhe in Baden - Württemberg


27.05.2005 09:18 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Guten Morgen, mein Problem ist folgendes:
massive Nachbarschaftsstreitigkeiten, daher Wunsch nach ungestörtheit. Situation: Doppelhaus,an Grundstücksgrenze hat Nachbar seit Jahrzehnten eine ca. 4,5 m. hohe Wand (ohne Abstand), dahinter seinen Wintergarten, als Zugang hat er eine Treppe mit einem Podest,hiermit kann unser gesamtes Grundstück überblickt und auch Zimmer eingesehen werden .Wir haben vor 6 Jahren einen Grenzzaun durch Mauer und dahinter Eisenstangen mit Drähten zur Bepflanzung errichtet, hierbei kamen keine Beschwerden.
Nach massiven Ausseinandersetzungen(anderer Art)und nachdem der Knöterich aus ungeklärten Gründen kaputt ging möchten wir einen Weidensichtschutz errichten,wir möchten diesen auf eine Höhe von 2 Metern errichten und vor dem Podest um den Überblick zu verhindern 3.30 m.hoch
Frage : Ist dies so möglich, (es gibt keinen Bebauungsplan) ?
Kann ggf.nur ein Schutz von 2m errichtet werden,mit Abstand 50 cm ?
Oder könnte/müsste man auf den Sichtschutz von 2 m. einen weiteren Zaun mit 1.30 vor dem Podest befestigen (jederzeit wieder abbaubar).
Die Behinderung durch den "Ausguck" und auch die Mauer ist wirklich immens.
Vielen Dank für eine gute Anwort.
Sehr geehrter Ratsuchender,

mit der Höhe von 3,30 m (so habe ich die Frage verstanden), werden Sie Probleme haben.

Ohne Abstand sind Höhen von 1,50 m erlaubt; bei Höhen von 2m muss ein Abstand von 50 cm eingehalten werden.

Um voraussichtllichen Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen, sollte in der Tat ein Schutz von 2m plus ein weiterer Schutz vor dem Podest errichtet werden.

Ein Versuch - bei dem Sie aber ggfs. einen Rückbau ins Auge fassen müssen, wäre allenfalls noch, den favorisierten Grenzzaun als Ersatz er vorhandenen Bebauung (Mauer/Stangen/Knöterich) zu werten, mit der Maßgabe, dass Sie dann so hoch, wie die bisherige Einfriedung gewesen ist, bauen. Das ist aber mit einem Risiko behaftet, da eben die Grenzabstände nicht eingehalten werden.

Um wirklich sicher zu gehen, sollten Sie bei Ihrer Gemeinde die geplante Maßnahme vorlegen und sich den Bau bestätigen lassen, auch in Hinblick auf die Abwehr der "nachbarlichen Angriffe". Genehmigt die Gemeinde nun Ihr Vorhaben, stehen Sie auf der sicheren Seite.

Noch ein Tipp: Wenn das Verhältnis so belastend ist, setzen Sie sich einmal mit dem Schiedsmann Ihrer Gemeinde in Verbindung. Dieser holt dann die Parteien an einen Tisch, so dass bestehende Streitigkeiten ev. beendet werden können und der Nachbar dann auch ggfs. sein schriftliches Einverständnis zu Ihrer Maßnahme erklärt. Auch dann sind Sie auf der sicheren Seite.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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