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Sichtblende am Maschendrahtzaun zum Nachbargrundstück

09.07.2019 19:47 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Wir, meine Frau und ich, haben unser Haus verkauft und wohnen jetzt in Potsdam Babelsberg (Bundesland Brandenburg) zur Miete. Die Wohnung liegt im Erdgeschoss und ist von einer Rasenfläche umgeben, die mit einem Zaun zum Nachbargrundstück abgegrenzt ist. Auf den Grundstücken wohnen je 8 Parteien, teils im Eigentum, teils zur Miete. Da wir es uns ein wenig gemütlich machen und unsere Privatsphäre erhalten wollten, haben wir den Maschendrahtzaun mit einer Sichtblende aus künstlichem Efeu begrünt auf einer Länge von 18 m. Das gefällt einem Nachbar aus der ersten Etage des Nachbarhauses nicht und er hat gefordert, dass wir den Sichtschutz entfernen.
Folgende Fragen stellen sich:
1. Dürfen wir den Zaun für die Sichtblende nutzen ca. 1,10 m hoch und auf 3 m ca. 2,5 kg schwer.
2. Kann sich der Nachbar mit seiner Forderung auf Entfernung durchsetzen. (Er geht von der Annahme aus, dass das sein Zaun sei, aber zu der Wohngemeinschaft gehören noch weitere 7 Parteien, davon hat sich eine Partei bereits geäußert, dass sie den Sichtschutz begrüßt.
09.07.2019 | 20:27

Antwort

von


(1234)
Karolinenstr. 8
33609 Bielefeld
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Guten Abend,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Leider sieht die Rechtslage für Sie nicht gut aus.

Durch die Sichtblende wird der ursprüngliche durchsichtige Maschendrahtzaun zu einem (teilweise) undurchsichtigen Sichtschutzzaun.

Das Landgericht Hamburg hat in seinem Urteil vom 20.12.17, Az. <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=318%20S%2010/17" target="_blank" class="djo_link" title="LG Hamburg, 20.12.2017 - 318 S 10/17: Wohnungseigentümergemeinschaft: Erforderlichkeit der form...">318 S 10/17</a> entschieden, dass für eine derartige Änderung die Zustimmung aller Wohnungseigentümer erforderlich ist, die in Ihrem aFall eben nicht vorliegt.

Von daher wird der Nachbar die Beseitigung von der betreffenden Eigentümergemeinschaft verlangen können, was zur Folge hat, dass Ihr Vermieter von Ihnen ebenfalls die Beseitigung verlangen kann. Sie werden sogar die Kosten dieses Rückbaus zu tragen haben, so dass Sie eine weitere Eskalation etwa zu einem gerichtlichen Verfahren tunlichst vermeiden sollten.

Sie können natürlich versuchen, durch entsprechende Überzeugungsarbeit sämtliche Eigentümer umzustimmen und zu einem entsprechenden Beschluss zu veranlassen. Solange das aber nicht geschehen ist, hat der Nachbar Recht.

Mit freundlichen Grüßen<!--dejureok-->


ANTWORT VON

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