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Sicherheitslücke gefunden - Bezahlung für Information?

27. Mai 2016 12:52 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

ich bin selbständiger Softwareentwickler und habe bei einem Online-Händler eine Sicherheitslücke gefunden, mit welcher sich alle Kundendaten auslesen lassen.
Der Zugriff ist trivial, für jeden und ohne Tools möglich.

Nun steckt aber für mich trotzdem Arbeit dahinter den Anbieter zu informieren und er spart sich evtl. Schäden wenn Dritte (z.B. Konkurrenten) diese Lücke ohne seine Kenntnis ausnutzen.

Ist es strafbar den Anbieter auf das Vorhandensein einer Lücke hinzuweisen und für die Mitteilung der genauen Lücke eine Bezahlung zu verlangen? Handelt es sich dann um eine Erpressung?
Könnte man es über eine Art "Aufwandsentschädigung" für die Erstellung eines Berichts / Gutachtens laufen lassen?

Vielen Dank!

27. Mai 2016 | 14:22

Antwort

von


(2154)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich sehe hier den Tatbestand der Erpressung bei der reinen Information über eine Sicherheitslücke nicht als gegeben an, da es bereits an der Androhung eines empfindlichen Übels fehlt. Anders wäre die Rechtslage natürlich einzuschätzen, wenn Sie für den Fall der Nichtzahlung z.B. eine Veröffentlichung der Lücke oder das Informieren der Kunden über die Lücke ankündigen würden oder wenn Sie die Sicherheitslücke nicht auf legalem Wege aufgedeckt haben..

Bitte beachten Sie aber, dass das Angebot der Mitteilung der genauen Lücke gegen Bezahlung als Werbung für Ihre Dienstleistung einzustufen wäre. Sie müssen daher u.a. die Vorschriften des § 7 UWG beachten. Eine erste Kontaktaufnahme per E-Mail ist daher unzulässig. Ob eine erste Kontaktaufnahme per Telefon von einer mutmaßlichen Einwilligung des Angerufenen gedeckt ist, könnte zumindest diskutiert werden - der sicherere Weg wäre aber die Kontaktaufnahme per klassischem Brief.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

ANTWORT VON

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