Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Sicherheitsdienst - großer Waffenschein trotz Verstoß gegen BTMG & WaffG

| 8. August 2016 12:12 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Wird eine Gesamtstrafe aus mehreren Einzelstrafen gebildet, ist für die Berechnung der Frist des Eintrags in das Bundeszentralregister und eines Führungszeugnisses allein die Gesamtstrafe maßgelich. Bei nur einer Verurteilung zu einer Geldstrafe bis 90 Tagessätze erfolgt keine Aufnahme ins Zeugnis.

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Anfrage bezieht sich auf das Straf- und Waffengesetz.

Person X ist seit 11 Jahren im Sicherheitsdienst tätig und hat eine Waffensachkunde, die aber seit Jahren beruflich nicht in Anspruch genommen wurde, und damit wohl abgelaufen,

Im Mai 2012 wurde bei einer Wohnungsdurchsuchung ein Nunchaku sowie eine geringe Menge an Betäubungsmittel gefunden.
Daraufhin wurde Person X zu 2 x 30 Tagessätzen, die zusammengefasst wurden auf 45 Tagessätze, verurteilt.

Person X musste daraufhin ein ärztliches Gutachten erstellen lassen, dass negativ in Bezug auf Drogenkonsum ausfiel.

Kurz danach wurde der Arbeitsbereich im Sicherheitsdienst auf einen Flughafen erweitert, und Person X hat (aufgefordert durch Sicherheitsabteilung Flughafen) eine Erklärung zu den Vorfällen abgeben müssen. Die Freigabe zum Dienst im Flughafen wurde danach erteilt.

Nun sind ca. 4 Jahre vergangen und Person X hat ein Job Angebot in einem Geld und Werttransport Unternehmen bekommen,bei dem ein großer Waffenschein nötig ist.

Die Fragen daher :

Sollte ein Antrag für den Wiedergebrauch eines Waffenscheins mit Hilfe eines Anwalts gestellt werden?
Wird der Arbeitgeber darüber informiert?
Ist es in dieser Situation überhaupt möglich, einen solchen Antrag zu stellen?
Wie sieht die Tilgungsfrist aus? Wie lang wird sowas in relevanten Zeugnissen oder Register vermerkt?


Vielen Dank im Voraus.

Beste Grüße.

8. August 2016 | 13:57

Antwort

von


(705)
Taunustor 1
60310 Frankfurt am Main
Tel: 0351/84221127
Tel: 01631564033
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.

Wenn Sie sich von Anfang an bei der Antragstellung durch einen Anwalt gegenüber der Behörde vertreten lassen, könnte diese dadurch erst "hellhörig" werden und Verdacht schöpfen, dass es etwas "im Busch gibt", und dann besonders penible Ermittlungen anstellen.

Unabhängig davon, können Sie den Antrag vor der Einreichung von einem Anwalt prüfen lassen. Nach außen in Erscheinung treten sollte ein Anwalt gegenüber der Behörde aber erst dann, wenn diese Bedenken äußert.

2.

Die Behörde darf den Arbeitgeber nicht ohne Ihre Zustimmung informieren.

Sie können bei der Antragstellung angeben, dass der Bescheid nur an Sie persönlich (oder ggfs. den Sie vertretenden Anwalt) übersandt wird.

3.

Eine erstmalige Vorstrafe bis zu 90 Tagessätzen Geldstrafe wird nicht in ein polizeiliches Führungszeugnis (Zentralregister-Auskunft) für Behörden und Private aufgenommen (§ 32 Absatz 2 Nr. 5 BZR-Gesetz). Anderenfalls, also wenn weitere Vorstrafen im Bundeszentralregister (BZR) eingetragen sind, wird die Eintragung nacch drei Jahren nicht mehr in ein Führungszeugnis aufgenommen (§ 34 Absatz 1 Nr. 1a BZRG ).

Allerdings wird die Verurteilung ins Bundeszentralregister (BZR) eingetragen.

Bei Verurteilungen zu einer Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen beträgt die Tilgungsfrist fünf Jahre, wenn sonst keine Eintragungen im BZR enthalten sind (§ 46 Absatz 1 Nr. 1a BZRG ), anderenfalls 10 Jahre (§ 46 Absatz 2 Nr. 2a BZRG ).

Nach §§ 36. 5 Absatz 1 Nr. 5 BZRG beginnt die Frist mit dem Tag der Rechtskraft des eingetragenen Urteils oder Strafbefehls. Rechtskraft tritt ein, wenn innerhalb der Rechtsmittelfrist entweder kein Rechtsmittel eingelegt wurde, das Urteil oder der Strafbefehl von der Rechtsmittelinstanz abschließend bestätigt wird, oder wenn ein eingelegtes Rechtsmittel zurückgenommen wird.

Wenn eine Gesamtstrafe aus zwei Einzelstrafen gebildet wird, ist allein die Gesamtstrafe für die Berechnung der Frist im Rahmen der §§ 32 Nr. 2 , 34 BZRG (Aufnahme ins Führungszeugnis) maßgeblich (§ 35 BZRG ). Dies gilt auch für die Berechnung der Frist der Tilgungsreife (§ 47 Absatz 1 BZRG ). Da die Gesamtstrafe in Ihrem Fall 45 Tagessätze beträgt, erfolgt keine Eintragung ins Führungszeugnis, und die Eintragung im BZR ist 5 Jahre ab Rechtskraft der Gesamtstrafe zu tilgen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt C. Norbert Neumann

Rückfrage vom Fragesteller 8. August 2016 | 22:50

Sehr geehrter Herr Neumann,

vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort.
Sie haben mir damit sehr geholfen.

Beste Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 9. August 2016 | 21:30

Vielen Dank für Ihre positive Bewertung!

Bewertung des Fragestellers 8. August 2016 | 22:51

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt C. Norbert Neumann »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 8. August 2016
5/5,0

ANTWORT VON

(705)

Taunustor 1
60310 Frankfurt am Main
Tel: 0351/84221127
Tel: 01631564033
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Verkehrsrecht, Baurecht, Insolvenzrecht, Arbeitsrecht, Kaufrecht, Strafrecht, Vertragsrecht, Nachbarschaftsrecht, Erbrecht, Miet- und Pachtrecht