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Sexuelle belästigung

20.09.2016 12:23 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ein Homosexueller Erwachsener schreibt mit einem 18 Jährigen, den er persönlich kennt, bei Facebook über verschiedene normale Sachen. Das Gespräch des Erwachsenen geht etwas unter die Gürtellinie und fragt, wie groß sein Penis ist und ob er beschnitten ist. Er warnt ihn und sagt, der 18 Jährige kann sagen, wenn ihm das zu intim wird. Der sagt, alles in Ordnung. Der Erwachsene schickt ein Bild von seinem Penis, um ihm zu zeigen, wie seiner aussieht. Der andere reagiert gelassen und sagt, haben wir ja alle. Der Chat endet irgendwann ohne dass mehr passiert. Nach einigen Wochen fragt der Erwachsene wieder im Chat, ob der andere von ihm geblasen werden will. Daraufhin reagiert der andere sauer, macht Screenshots und schickt es an eine Bekannte des Erwachsenen weiter, um sie angeblich zu fragen, was mit ihm los ist.

Inwieweit hat sich wer von den beiden strafbar gemacht?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

der anfängliche Chat und das Versenden des Bildes stellt keine Verletzung eines Straftatbestandes dar.

Es handelt sich zwar um eine pornographische Schrift. Diese ist aber an eine Person nicht unter achtzehn weitergegeben worden.

Das Ansinnen im weiteren Chat stellt nach meinem Dafürhalten auch keinen Straftatbestand dar. Sie haben als Überschrift den Begriff " sexuelle Belästigung " gewählt.

Die sogenannte sexuelle Belästigung ist aber nicht strafbar. Ein Straftatbestand der sexuellen Belästigung ist im StGB nicht vorhanden.

Im Zusammenhang mit diesem Begriff kann aber an eine Beleidigung gedacht werden. Eine sexuelle Beleidung dürfte nach meinem Dafürhalten auch nicht vorliegen.

Eine solche ist nur dann gegeben, wenn man davon ausgehen würde, dass mit den Ansinnen grundsätzlich eine Ehrverletzung gegeben ist. Nach Ihrer Darstellung gehe ich davon jedoch auch nicht aus. Es ist nicht ersichtlich, dass mit der Frage die Ehre der anderen Person verletzt werden sollte. Allerdings ist dieses auch grenzwertig. Es wird dieses auch darauf ankommen, wie der sonstige Chatverlauf gewesen ist.

Allerdings ist das Verhalten des 18-jährigen nicht hinzunehmen, der ohne Einwilligung Screenshots weitergibt. Insoweit könnten Unterlassungsansprüche geltend gemacht werden, unter Umständen auch Ersatzansprüche, wenn auch noch Daten und Bilder weitergegeben wurden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle, Oldenburg

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