Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Sexuelle Nötigung - Muss ich nun ins Gefängnis?

09.01.2009 12:58 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf


Ich habe eine riesen Dummheit begangen.
Ich hatte mich im April 2008 mit meiner ex verabredet auf einen Parkplatz.
Ich wartete 10 min. im auto und sie kam nicht. Am Straßenrand saßen 3 Mädchen im Alter von 14 Jahren (Wußte ich vorher nicht, da eine mit Mofa)
Ich habe einen zettel vorbereitet auf dem stand: „möchte sich jemand von euch 50 eur in 5 min verdienen? Handjob mehr nicht“ und eine email Adresse. Ich fuhr mit dem Auto an den Mädchen vorbei warf ihnen den Zettel vor die Füße und blieb ca. 50 Meter weit entfernt im Auto sitzen um mir anzuschauen was passiert. Die Mädchen lachten nur und nach einiger Zeit bin ich gefahren. Nach 10 Min. kehrte ich noch mal zurück. Die Mädchen standen noch dort. Ich blieb wieder ca. 5 Min. im Auto sitzen, wedelte dummerweise auch noch mit einem 50 eur schein, so dass die Mädchen es sehen konnten.
Als mir bewusst wurde was ich getan habe, bin ich schnell weg gefahren. Die Mädchen haben sich aber meine Nummer aufgeschrieben.
Ich habe bei der Polizei schon gestanden. Jetzt bin ich wegen Sexueller Nötigung angeklagt. In der Anklageschrift hieß es Beleidigung.

Nun hab ich wahnsinnige Angst was da auf mich zukommt…. Ich kann schon nicht mehr schlafen. Muss ich nun ins Gefängnis oder krieg ich eine Geldstrafe?
Ich bin nicht vorbestraft. Einen Anwalt habe ich mir nicht genommen da ich mich so sehr für das alles schäme…Ich bin 35 Jahre alt, verheiratet und habe selbst einen Sohn im Alter von 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank Ihre Anfrage, diese beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Zunächst darf ich Ihnen mitteilen, dass Sie sich ausweislich Ihrer Sachverhaltschilderung keiner (!) sexuellen Nötigung schuldig machten.
Allerdings stellt Ihr Verhalten wohl eine Beleidigung (mit sexuellem Hintergrund) dar, strafbar gemäß § 185 StGB (Strafgesetzbuch). § 185 StGB sieht als Strafe Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vor.

Die von Ihnen zu erwartende Strafe kann diesseits ohne Kenntnis der Ermittlungsakte weder seriös noch abschließend beurteilt werden.
Ich meine aber, dass hier eine Geldstrafe in Betracht kommt. Diese sollte in einem Bereich liegen, der im Hinblick auf Ihr Führungszeugnis keine Relevanz entfaltet. Eine Freiheitsstrafe steht nicht zu erwarten.

Abschließend empfehle ich Ihnen, einen im Strafrecht tätigen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Strafverteidigung zu beauftragen und über diesen zunächst Einsicht in die Ermittlungsakte zu nehmen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
Rechtsanwalt München Inkasso - Strafverteidiger München

Nachfrage vom Fragesteller 09.01.2009 | 14:44

Sehr geehrter Herr Kämpf,

vielen Dank für die schnelle Auskunft.
Also ds Stafverfahren vor dem Jugendrichter ist leider schon am 27.01.09. Ich denke es ist wohl zu spät noch einen Anwalt in der Kürze der Zeit anzusprechen, da er ja erst die Ermittlungsakte einsehen muss. Oder reicht die Zeit noch? (2 Wochen)

Was kann den schlimmsten Falls passieren wenn ich ohne Anwalt hingehe? Oder mit welcher Geldstrafe müsste ich ungefähr rechnen?

mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.01.2009 | 14:58

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

meines Erachtens sollte es in der verbleibenden Zeit unproblematisch möglich sein, einen Strafverteidiger zu beauftragen und über diesen noch vor dem Termin zur mündlichen Hauptverhandlung Akteneinsicht zu erhalten. Ansonsten wäre auch eine Aussetzung des Verfahrens bzw. eine Verlegung des Termins möglich.

Wie ich Ihnen bereits in der ursprünglichen Beantwortung Ihrer Frage darlegte, kann eine genaue Einschätzung der zu erwartenden Strafe ohne Kenntnis der Ermittlungsakte nicht erfolgen. Ich meine aber, dass die Strafe jedenfalls unter 90 Tagessätzen liegen sollte. Die Höhe des einzelnen Tagessatzes berechnet sich aus Ihrem monatlichen Netto abzüglich etwaiger Unterhaltsleistungen (Ehefrau, Kind) geteilt durch 30.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
Rechtsanwalt München Verkehrsrecht - Strafverteidiger München

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67459 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Git begründete Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und kompetente Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles wie erwartet. ...
FRAGESTELLER