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Sexuelle Nötigung?

| 05.05.2013 16:58 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Zusammenfassung: Das Anbieten von Geld gegen SEX (oder sexuelle Handlungen) ist strafbar, wenn die Person unter 18 Jahre alt ist.

Hallo,

ich (28) war in einem Chat und da habe ich mit einem Girl (14) über ihr erstes Mal geredet!

Und sie war da ziemlich offen und hat erzählt wie sie das fand und dann habe ich mir für mich einen Spass erlaubt und geschrieben:

"Ich suche real und biete dir 1000€!Die Hälfte überweise ich vorher und die andere Hälfte bar beim Treffen! Interesse?"

Sie antwortet: "Was bist du denn ein Arschloch"

Daraufhin ich: "Oder 1500!Das ist echt viel!"

Daraufhin wurde ich gemeldet und aus dem Chat mit der Begründung "Sexuelle Nötigung" geworden.

Das war nur ein Spass von mir. So viel Geld habe ich gar nicht! Nun ist meine Frage ob ich etwas zu befürchten habe? Ich habe ja nicht geschrieben ich will mit ihr schlafen oder so!

Ich mache mir super viele Gedanken und habe echt Angst

Einsatz editiert am 05.05.2013 17:09:10

Sehr geehrter Fragensteller,

ich bedanke mich für Ihre freundliche Anfrage, die ich Ihnen wie folgt beantworten möchte:

Sie haben sich keiner sexuellen Nötigung sondern - wenn überhaupt - dem versuchten Missbrauch von Jugendlichen strafbar gemacht:

Grundsätzlich ist das Anbieten von Engelt für sexuelle Handlungen einer unter 18 Jährigen durch einen über 18 Jährigen strafbar. Auch der bloße Versuch ist strafbar.

Dabei genügt auch schon die bloße Vereinbarung des Entgelts, dass der Täter das Versprechen des Entgelts nur zu Täuschung abgegeben hat, steht dem nicht entgegen. Ein Versuch liegt demnach schon vor, wenn der Täter durch eine Einwirkung die unter 18-jährige zur unmittelbar anschließenden Vornahme oder Duldung sexueller Handlungen bringen möchte.

Problematisch ist in Ihrem Fall natürlich, dass Sie behaupten, es nicht ernst gemeint zu haben, also keinen Vorsatz hatten. Wie gesagt, die Tatsache, dass Sie so viel Geld nicht besitzen, spricht nicht gegen die Strafbarkeit. Allerdings muss man Ihnen den Vorsatz nachweisen, des Weiteren dürfte auch die Frage nach dem unmittelbaren Ansetzen zur Tat zu Ihren Gunsten sprechen, nachdem davon auszugehen ist, dass es im Rahmen des Chats auch nicht in unmittelbaren zeitlichen Anschluss zu einem Geschlechtsverkehr gekommen wäre, selbst wenn Sie das gewollt hätten.

Letztlich kommt es rein praktisch gesprochen erst einmal darauf an, dass überhaupt erst einmal Strafanzeige gegen Sie gestellt wird. Die Wahrscheinlichkeit halte ich für gering.


Es spricht also mehr für Sie, als gegen Sie!

Sollte sich allerdings die Polizei bei Ihnen melden, rate ich Ihnen unbedingt sich anwaltlich beraten zu lassen und keinerlei Aussage zu machen!
Sollten Sie noch Rückfragen haben, sprechen Sie mich jederzeit an!

Herzliche Grüße aus München,

Ihr


Rechtsanwalt
Alexander Stephens (Dipl. Jur.)
WHK Univ. / Doktorand
________________________________________

Stephens & Perperidis
Rechtsanwälte

Nymphenburger Höfe
Nymphenburgerstr. 6f
80335 München

Tel: 0180 50 500 13
Fax: 089/25551327-17

www.kanzleimünchen.de
info@kanzlei-sp.d



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Nachfrage vom Fragesteller 05.05.2013 | 17:45

Vielen Dank für ihre Antwort!

"Ein Versuch liegt demnach schon vor, wenn der Täter durch eine Einwirkung die unter 18-jährige zur unmittelbar anschließenden Vornahme oder Duldung sexueller Handlungen bringen möchte."

Könnten Sie mir dies erklären?Das verstehe ich nicht ganz!

Und das wichtigste für mich: Ich wurde drei Jahre gesperrt im Chat! Wie wahrscheinlich ist das die Strafanzeige stellen und mich anzeigen? Ich habe echt Angst ins Gefängnis zu müssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.05.2013 | 17:51

Gerne:

Das soll heißen, dass der versuch ohnehin nur dann einschlägig wäre (Sie sich also strafbar gemacht haben könnten), wenn es unmittelbar nach dem Chat zum Sex gekommen wäre....

Das dürfte offensichtlich nicht der Fall gewesen sein, selbst wenn Sie wirklich Sex haben wollten...

Mit anderen Worten: Solange noch Zwischenschritte nötig gewesen wären... z.B. erst einmal dort hinfahren (wo auch immer die wohnt, vermutlich wussten Sie nicht einmal den Wohnort?) ist der Versuch noch im straflosen Vorbereitungsstadium.

Das bedeutet also ganz unabhängig davon, ob Sie es nun ernst gemeint haben oder nicht, meiner Ansicht nach hatten Sie noch nicht alles erforderliche getan, damit es unmittelbar zum Geschlechtsverkehr kommen konnte, insoweit haben Sie sich auch nicht strafbar gemacht.

Darüber hinaus ist es höchst unwahrscheinlich, dass das Chatforum gegen Sie Anzeige erstattet, da solcherlei Angebote tagtäglich vorkommen und die damit viel zu tun hätten.

Insgesamt sollten Sie sich also keine Sorgen machen. Sollte sich tatsächlich die Polizei melden, dann melden Sie sich bitte sofort noch einmal bei mir. Ich gehe aber nicht davon aus.

MFG

Bewertung des Fragestellers 05.05.2013 | 17:54

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