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Sex mit minderjähriger


08.08.2014 15:31 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung: Einvernehmlicher und unentgeltlicher Geschlechtsverkehr mit einem 14-jährigen Minderjährigen ist nur unter bestimmten Voraussetzungen strafbar.


Guten Tag,
angenommen Person A ist 14 Jahre alt und hatte mit Person B 20/21 Jahre alt einmalig sex.
Zuvor bestand Chatkontakt und man hat sich im Haus von Person A getroffen. Es wurde keine Zwangslage ausgenutzt und auch kein Geld dafür bezahlt. Person A hat dies ebenfalls freiwillig getan. Person B hat sich danach aus Gewissensbissen komplett von Person A distanziert. Kann Person B nach 2 Jahren dafür strafrechtlich belangt werden? Wenn ja wie hoch könnte die Strafe ausfallen?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich gehe in der Annahme, dass zwischen A und B kein Erziehungs-, Ausbildungs- oder Betreuungsverhältnis besteht. Geschlechtsverkehr mit Kindern unter 14 Jahren ist ausnahmslos verboten und strafbar, § 176 StGB. Vorliegend ist A jedoch bereits 14 Jahre alt, so dass eine Strafbarkeit nur unter bestimmten Umständen gegeben ist. In Betracht kommt dabei eine Strafbarkeit gem. § 182 StGB, die Ihrer Schilderung zufolge jedoch ausscheiden dürfte, da die sexuellen Handlungen sowohl unentgeltlich als auch einvernehmlich ohne Ausnutzung einer Zwangslage erfolgten. § 182 StGB lautet wie folgt.

_____________________________

§ 182 StGB - Sexueller Mißbrauch von Jugendlichen

(1) Wer eine Person unter achtzehn Jahren dadurch missbraucht, dass er unter Ausnutzung einer Zwangslage

1. sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen lässt oder
2. diese dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird eine Person über achtzehn Jahren bestraft, die eine Person unter achtzehn Jahren dadurch missbraucht, dass sie gegen Entgelt sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen lässt.

(3) Eine Person über einundzwanzig Jahre, die eine Person unter sechzehn Jahren dadurch mißbraucht, daß sie

1. sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen läßt oder
2. diese dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen,

und dabei die fehlende Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung ausnutzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(4) Der Versuch ist strafbar.

(5) In den Fällen des Absatzes 3 wird die Tat nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, daß die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.

(6) In den Fällen der Absätze 1 bis 3 kann das Gericht von Strafe nach diesen Vorschriften absehen, wenn bei Berücksichtigung des Verhaltens der Person, gegen die sich die Tat richtet, das Unrecht der Tat gering ist.

_____________________________

Eine Strafbarkeit gem. § 182 Abs. 3 StGB käme allenfalls dann in Betracht, wenn B über 21 Jahre und A unter 16 Jahre alt ist und B dabei „die fehlende Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung ausnutzt". Dies ist in vorliegend geschildertem Fall allerdings (noch) nicht gegeben, so dass eine Strafbarkeit gem. § 182 StGB nicht in Betracht kommen dürfte.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass das Weglassen relevanter Angaben eine völlig neue rechtliche Bewertung zulässt.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben, und verbleibe mit einem Dank für das mir entgegengebrachte Vertrauen

mit freundlichen Grüßen

Oliver Daniel Özkara
Rechtsanwalt


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