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Server-Hosting-Provider sperrt Server wegen angeblich zu hoher Auslastung

07.09.2018 14:15 |
Preis: 25,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom Kaufmann Peter Fricke


Hallo,
ich habe mit meinem langjährigen Hostingprovider 1blu ein Problem. Obwohl keine Veränderungen an der Konfiguration vorliegen wurde ein virtueller Server wegen angeblichem "abuse" gesperrt. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass die Sperrung aufgrund von Zitat: "von Ihrem Paket ausgehender Netzwerk-Überlastung" gesperrt wurde. Es handelte sich hier aber um die normale Nutzlast des Systems, nicht um eine missbräuchliche. Es werden zudem ausschliesslich legale Dienste auf dem System betrieben. Die Nutzung des Systems ist in keiner Form über die Leistungsbeschreibung oder AGBs eingeschränkt.

Auf weitere Nachfrage wurden die folgenden Punkte aus den AGBs der 1blu als Rechtfertigung herangezogen:

3.6. Der Kunde verpflichtet sich, die Nutzung der ihm zur Verfügung gestellten Ressourcen so zu gestalten, dass die Sicherheit und/oder Verfügbarkeit und/oder Systemintegrität der Systeme von 1blu nicht beeinträchtigt wird.

3.7. 1blu ist berechtigt, Systeme oder Zugänge zu sperren, wenn gegen die Verpflichtung aus 3.6 durch den Kunden oder einen Dritten verstoßen wird.

Auß meiner Sicht kann ich durch eine zwar intensive, aber legale Nutzung nicht gegen diese Punkte verstoßen. Ich bin zudem der Meinung, dass es die Pflicht des Providers ist genügend Ressourcen bereit zu stellen um mir eine Vollumfängliche Nutzung der gebuchten Leistung zu ermöglichen, anstatt ohne vorherige Warnung einfach den Stecker zu ziehen. Wie ist die rechtliche Einschätzung dazu?

Beste Grüße

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich halte wie Sie wegen eigener Überlastungsprobleme die Sperrung und die Gründe dafür für vorgeschoben.
Weisen Sie Ihren Provider darauf hin, daß Sie den Vowurf der mißbräuchlichen Verwendung Ihres Speicherbedarfes bestreiten und diesen so wie er pauschal eingebracht wurde als unschlüssig zurück weisen.

Weisen Sie auf die Beweislast des Providers hin, die ihn auch in einem Prozess zur Rechtfertigung seiner Sperrung gerichtlich auferlegt werden würde. Der Provider läuft Gefahr, diesen Prozess zu verlieren und sich schadenersatzpflichtig zu machen.

Weisen Sie auch auf die Schadensersatzverpflichtung hin, die ihn bei einer anhaltenden Sperre treffen würde und setzen Sie ihm eine Frist.

In meinen Augen ist der Provider im Unrecht. Den Rest werden Sie aber wohl nur mit einem Rechtsanwalt klären können, da jegliche Briefe von Ihnen dort inhaltlich einfach nicht ernst genommen werden.

Mit besten Grüssen
Fricke
RA

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