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Selbstständig und Neuberechnung des Unterhaltes

03.10.2018 12:50 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


14:53

Zusammenfassung: Zur nachträglichen Abänderung des Unterhalts aufgrund geringerer Einkünfte


Folgender Fall:

Ich bin Selbstständig und habe mit meiner Ex-Frau eine Scheidungsfolgenvereinbarung getroffen. Diese beinhaltet eine Herabsetzung des Unterhaltes bei geringerem Verdienst.

Nun ist es so das ich 2017 wesentlich weniger verdient habe. Demnach habe ich für das letzte Jahr zuviel Unterhalt bezahlt. Nun habe ich folgende Fragen dazu:

Ist es richtig das ich den zuviel gezahlten Unterhalt nicht zurückbekomme? Ich habe als selbstständiger erst am Ende des Jahres reale Zahlen.

Bei der Neuberechnung werden mir Gewerbesteuer und Einkommenssteuer in Abzug gebracht. Durch das begrenzte Realsplitting (Anlage U) ist meine Steuerlast gemindert im Gegenzug gleiche ich jegliche steuerliche Verpflichtung die dadurch entstehen auf der Seite meiner Ex-Frau aus.
Ohne das Splitting wäre meine Steuerlast höher und der Unterhalt dementsprechend geringer weil mehr in Abzug gebracht werden kann. Kann ich auch die Zahlungen der EST-Vorauszahlung meiner Ex-Frau in Abzug bringen? Oder kann ich die Steuerlast ohne dem Realsplitting ansetzen?

Kann man zur Altersvorsorge eine private Rente abschließen und in Abzug bringen auch wenn man dies erst nach Scheidung abschliesst?

Würde mich freuen wenn ich eine Anwort erhalten könnte.

Vielen lieben Dank!
03.10.2018 | 13:29

Antwort

von


(378)
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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Ein Abänderungsverlangen muss immer erst geltend gemacht werden, bevor die Abänderung erfolgt. Daher müssten Sie jetzt eine Abänderung verlangen, Ihre geschiedene Frau zur Auskunftserteilung auffordern (es sollten hier nicht nur die Veränderungen bei Ihnen, sondern ggf. auch die Veränderungen bei Ihrer früheren Frau einbezogen werden) und können dann den (anteiligen) Verzicht auf die Rechts aus dem Titel verlangen. Wenn Sie sich nicht von Anfang an anwaltlich vertreten lassen, wozu ich rate, schicken Sie das erste Schreiben unbedingt per Einwurf-Einschreiben, um den Zugang nachweisen zu können.

Da bei Selbständigen ohnehin im Regelfall das Einkommen nach einen Durchschnitt der letzten drei Jahre berechnet wird, können Sie immer erst mit einem gewissen "zeitlichen Versatz" - anders als ein abhängig Beschäftigter - die Abänderung verlangen. Eine rückwirkende Abänderung ist nicht möglich, würde im übrigen im Regelfall aber auch an der Einrede der Entreicherung scheitern.

Bei der Durchführung des begrenzten Realsplitttings ist die tatsächliche Steuerlast abzugsfähig, also die (reduzierten) Steuern, die Sie für sich zahlen und die Erstattung, die Sie an Ihre frühere Frau leisten.

Eine private Altersvorsorge ist im Regelfall abzugsfähig, auch wenn sie erst nach der Scheidung angespart wird. Allerdings ist diese begrenzt auf (insgesamt mit der gesetzlichen Rente) maximal 24 % des Einkommens. Wenn Sie also die üblichen Beiträge in die gesetzliche Rente einzahlen, können noch zusätzliche 4 % vom Bruttoeinkommen abgezogen werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


Nachfrage vom Fragesteller 03.10.2018 | 14:44

Vielen Dank!
Bedeutet das ich als selbstständiger 24% vom Brutto abziehen bzw. zur Altersvorsorge sparen kann.
Auch ohne Nachweis. Oder muss ich etwas abschließen?

Danke und schöne Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.10.2018 | 14:53

Sehr geehrter Fragesteller,

es gibt keine „fiktive Altersvorsorge". Wenn Sie eine Altersvorsorge betreiben - und nur dann - können die tatsächlichen Aufwendungen hierfür im Rahmen der von der Rechtsprechung anerkannten Beträge vom Einkommen vorab abgezogen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel


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