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Selbstständig im Ausland, aber Steuern 2011 in D zahlen

20.08.2012 14:02 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Maike Domke


Hallo,

Ich war in 2010 Sebstständig in D tätig. War dann von Okt - Dez 2010 bei einem dänischen Betrieb angestellt und habe in Dänemark gelebt und somit mein Gewerbe in D abgemeldet und auch in DK meine Steuern für den Zeitraumg gezahlt, wurde auch bei der Steuererklärung für 2010 alles angegeben und war für das Finanzamt ok.

Seit Jan 2011 bin ich Selbstständig für diese Firma tätig und da ich die Tätigkeit im Home Office ausführen kann, habe ich teilweise in Spanien, England und auch mal wieder in Dänemark, sowie Deutschland gelebt, war aber weiterhin in D in 2011 mit Wohnsitz gemeldet, da ich diesen hier nicht aufgeben wollte.
Ich habe nun in den jeweiligen Ländern keine Steuern für 2011 gezahlt und bin auch in keinem mit Gewerbe gemeldet. Ich möchte nun für 2011 in D meine Steuern zahlen und die Steuererklärung machen. Wie wird dies gehandhabt? Trage ich bei Auslandseinkünften meine Einnahmen ein, da es sich ja um eine ausländische Firma handelt und ich hier in D noch kein Gewerbe erneut angemeldet hab und auch in 2011 ca 6 Monate insgesamt im Ausland war? Meine Rechnung ist ohne Umsatz- oder MWst und als Adresse ist meine jeweilige Auslandsadresse angeben, somit auch D in den jweiligen Monaten.
Ich möchte mein Gewerbe nun auch wieder in D für 2012 anmmelden, da ich erstmal dauerhaft in D bleiben werde.
Ich weiss nicht genau was und wie ich es eintragen soll, für die Steuererklärung. Muss ich nun doch mein Gewerbe rückwirkend für 2011 anmelden, was bedeutet das dann für mich? Geldbuße?
Ich möchte meine Steuern für 2011 korrekt abführen und alles ordnungsgemäß machen.

Vielen Dank im Voraus.
Eingrenzung vom Fragesteller
20.08.2012 | 17:00

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:
Zum ersten Januar 2010 wurde die Umsatzsteuerrichtlinie der EU umgesetzt, was zunächst Folgendes bedeutet:
Steuerlich relevant hinsichtlich der Umsatzsteuer im Rahmen von Leistungen B2B (also zwischen Unternehmen) ist grundsätzlich der Ort, an dem der Leistungsempfänger seine Betriebsstätte bzw. seinen Sitz hat, in Ihrem Fall stammt der Auftraggeber aus Dänemark. Dies gilt für sog. „Katalogleistungen", Ausnahmen sind hier z.B. künstlerische Tätigkeiten, für die der Ort des Leistungserbringers maßgeblich ist.
Die Folge daraus ist, dass Sie als deutscher Unternehmer Ihre Rechnungen ohne MwSt an den ausländischen Unternehmer stellen, wie Sie es ja auch getan haben. Es kommt hierbei auch darauf an, wo Sie gemeldet sind und das Gewerbe gemeldet ist.
Es kommt ganz wesentlich darauf an, in welchem Land Sie Ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben und welches damit als das angesehen werden muss, in welchem Ihr Gewerbe angesiedelt sein soll. Dafür bedarf es natürlich auch Nachweisen. Wenn Deutschland Ihr Hauptwohnsitz war, würde ich sagen, dies ist auch der Sitz Ihrer „Firma" und damit Ihres Gewerbes. Das hätte allerdings zur Folge, dass Sie gleichzeitig mit Aufnahme der gewerblichen Tätigkeit ein Gewerbe anmelden müssten. Das Gewerbeamt „toleriert" hier 4 Wochen nach Aufnahme der Tätigkeit. Haben Sie dies versäumt, müssen Sie mit einem Bußgeld rechnen.

Davon unabhängig ist aber die Einkommenssteuer. Dem Finanzamt ist es im Grunde „egal", ob Sie ein Gewerbe angemeldet haben oder nicht. Da Sie in Deutschland einen Wohnsitz im Sinne der Abgabenordung (siehe § 8 AO ) haben, sind Sie nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetz (EStG) in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig. Dieses gilt für Ihr gesamtes erzieltes Einkommen, das man als „Welteinkommen" bezeichnet. Wenn Sie einen Gewerbebetrieb führen bzw. freiberuflich tätig sind,benutzen hier die Anlage EÜR sowie die Anlage G (Einkünfte aus Gewerbebetrieb). Ob die Einkünfte aus dem Ausland stammen, ist zumindest für die Einkommenssteuer unerheblich. Diese Einkünfte werden einkommenssteuerrechtlich behandelt wie inländische. Es gibt Doppelbesteuerungsabkommen, die verhindern, dass Sie auch in den anderen Ländern Ihres Aufenthaltes besteuert werden.

Ich würde Ihnen daher folgendes empfehlen. Sie machen dem Finanzamt Mitteilung von Ihrem Welteinkommen, also dass Sie auch in Spanien etc gelebt haben Aufgrund des Wohnsitzes versteuern Sie aber alles in Deutschland, im nächsten Jahr würden Sie das Gewerbe ohnehin ganz nach Deutschland verlegen. Dann können Sie – möglicherweise mithilfe eines Programms oder ähnlichem – Ihre „deutsche" Steuererklärung erstellen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


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