Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
499.757
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Selbstständig: Mietwagen beruflich für 3-4 Wochen mieten. Wie verbuchen?

14.11.2015 20:31 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Guten Tag,

ich bin Einzelunternehmer und möchte einen Mietwagen für 3-4 Wochen mieten, weil ich beim Kunden vor Ort arbeiten muss. Ich besitze keinen PKW.

Verbuche ich die Kosten für den Mietwagen auf dem Konto 4595 Fremdfahrzeugkosten?
Verbuche ich die Kosten für den Sprit auf dem Konto 4673 Reisekosten?

Ab wie vielen Wochen/Monaten kommt das Fahrtenbuch bzw. die 1% Regelung zur Geltung?

Wie verbuche ich die Kosten und auf welchen Konten, wenn das Fahrtenbuch oder die 1% Regelung zur Geltung kommt?

Auf was muss ich achten?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich besteht in der buchhalterischen Behandlung im SKR03 kein Unterschied zwischen einem unternehmenseigenen und einem (kurz- oder langfristig) gemieteten Fahrzeug. Die betrieblich veranlassten Kosten für den Mietwagen sind daher auf das Konto 4595 Fremdfahrzeugkosten zu verbuchen, die Spritkosten auf 4530 Laufende KFZ-Betriebskosten.

Nur dann, wenn Sie das gemietete Fahrzeug auch privat nutzen, müssen Sie den Privatanteil abgrenzen. Das können Sie nach Wahl mit der 1 %-Methode oder nach gefahrenen Kilometern machen (dann mit Fahrtenbuch). Bei einer so kurzen Mietzeit scheint mir die Kilometermethode sinnvoller zu sein, dazu müssten Sie dann Aufzeichnungen über die gefahrenen Kilometer führen (Fahrtenbuch). Damit erhalten Sie eine Quote, nach der Sie die Fahrzeugkosten aufteilen. Den betrieblichen Kostenteil verbuchen Sie wie oben geschildert, den auf die private Nutzung entfallenden Anteil auf 1880 als unentgeltliche Wertabgabe.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 17.11.2015 | 23:08

Guten Tag Herr Bretzel,

danke für Ihre Antwort.

##Nur dann, wenn Sie das gemietete Fahrzeug auch privat nutzen, ##müssen Sie den Privatanteil abgrenzen.

Im Umkehrschluss liegt die Beweislast bei mir?

Wenn ich in drei Wochen 2.000 Kilometer zurücklege (1700 KM beruflich und 300 KM privat), die Mietkosten 1000 Euro inkl. Umsatzsteuer betragen und die Spritkosten bei 300 Euro inkl. Umsatzsteuer liegen, würde die beispielhafte Buchung wie folgt aussehen:

Ausgaben:

Fahrzeugkosten in Höhe von 850 € inkl. 19% Umsatzsteuer? auf das Konto 4595.
Spritkosten in Höhe von 255 € inkl. 19% Umsatzsteuer? auf das Konto 4530.

Einnahmen:

Fahrzeugkosten in Höhe von 150 € inkl. Umsatzsteuer? auf das Konto 1880.
Spritkosten in Höhe von 45 € inkl. 19% Umsatzsteuer? auf das Konto 1880.

Bei 1%-Methode würde ich 1% vom Bruttolistenpreis inkl. Umsatzsteuer auf das Konto 1880 als Einnahme verbuchen und den Mietpreis inkl. Umsatzsteuer auf das Konto 4595 und die Spritkosten inkl. Umsatzsteuer auf das Konto 4530 als Ausgabe buchen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.11.2015 | 10:30

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

"Im Umkehrschluss liegt die Beweislast bei mir?"

Wenn Sie einen betrieblich genutzten Gegenstand oder eine betrieblich veranlasste Leistung auch für private Zwecke nutzen, müssen Sie einen angemessenen Anteil daran versteuern. Anderenfalls bewegen Sie sich im Bereich der Steuerhinterziehung bzw. Steuerverkürzung. Im Rahmen einer evtl. Betriebsprüfung kann das Finanzamt auch nach diesen Aspekten fragen.

Das von dargestellte Rechenbeispiel ist m. E. korrekt, sowohl was die Aufteilung nach Nutzungsumfang, als auch die 1 % Pauschalmethode angeht.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 64106 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Der Rechtsanwalt war sehr Kompetent! Er hat mir sehr geholfen. Ich kann ihn nur weiter empfehlen! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles war für mich in Ordnung. Schnell und in einer verständlichen Ausdrucksart. Super - so soll es sein. Danke ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Meine Frage wurde ausführlich beantwortet und es wurde eine neue Möglichkeit aufgezeigt, diesen "Fall" evtl zu lösen. Vielen Dank dafür ...
FRAGESTELLER