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Selbstschuldnerische Bürgschaft in der Insolvenz

| 01.03.2013 13:07 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Der Bürge eines insolventen Hauptschuldners nimmt gemäß § 44 InsO nur dann am Insolvenzverfahren teil, wenn der Gläubiger seine Forderung in Höhe der erhaltenen Zahlungen nicht geltend macht. Der Insolvenzverwalter kann nicht gleichzeitig auf Hauptschuld und Erstattungsanpruch zahlen.

Drei Gesellschafter einer GmbH haben für ein privates Darlehen an die GmbH selbstschuldnerisch gebürgt. Die GmbH ist mittlerweile insolvent.

Der Darlehensgeber möchte gerne seine Forderung zur Liste anmelden, um einen Teil aus der Insolvenzmasse befriedigt zu bekommen. Nach § 44a InsO: Gesicherte Darlehen kann er das nur, soweit er bei der Inanspruchnahme der Bürgen ausgefallen ist.

Was bedeutet das in der Praxis? Müssen die Bürgen (die über kein Vermögen verfügen, jedoch Ratenzahlung anbieten) deshalb in die Privatinsolvenz? Da der Darlehensgeber den Bürgen nahesteht, möchte er das möglichst vermeiden. Können Darlehensgeber und Bürgen eine (Zahlungs-)Vereinbarung treffen, die es dem Darlehensgeber ermöglicht, seine Forderung (oder einen Teil davon) zur Liste anzumelden?

01.03.2013 | 13:47

Antwort

von


(569)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der Darlehensgeber kann seine Forderung aktuell "für den Ausfall" anmelden und dann versuchen die Forderung aus der Bürgschaft beizutreiben. Hierbei kann er sich auf eine Ratenzahlung einlassen.

Wenn das Insolvenzverfahren dann beendet ist und eine etwaig vorhandene Insolvenzmasse verteilt wird, wird sich der Insolvenzverwalter bei dem Darlehensgeber erkundigen, wie hoch die Zahlungen sind, die er erhalten hat. Der Darlehensgeber erhält auf diese dann noch offene Restforderung die Insolvenzquote aus der Insolvenzmasse.

Der Bürge erhält einen Anspruch gegen den Insolvenzschuldner, wenn er das Darlehen anteilig bezahlt. § 44 InsO: Rechte der Gesamtschuldner und Bürgen der Insolvenzordnung ordnet insoweit an, dass er diesen (künftigen) Anspruch nur dann anmelden kann, wenn der Darlehensgeber seine Forderung nicht geltend macht. Es soll also auf die Forderung aus de Insolvenzmasse nur einmal gezahlt werden. Wenn der Bürge seinen aufgrund der Ratenzahlungsvereinbarung zu errechnenden Erstattunganspruch bereits schon jetzt anmelden möchte, kann der Gläubiger diesen nicht geltend machen.

Nicht notwendig ist, dass sich der Bürge in Privatinsolvenz begibt. Es geht lediglich um die Frage, wie hoch die Summe des Darlehens ist, die zurückgezahlt wurde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 01.03.2013 | 14:01

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