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Selbstbehalt Sozialbestattung.

07.12.2017 23:25 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Hallo,
mein Vater zudem ich seit 15 Jahren keinen Kontakt mehr hatte ist verstorben.
Wir Kinder werden wahrscheinlich die Beerdigungskosten tragen müssen.
Wie sieht es aus mit dem Selbstbehalt, zählt dieser für jeden einzeln oder insgesamt. Wir wären zu dritt. Mein Bruder verdient, so wie ich und meine Schwester bezieht Sozialhilfe.
Fällt mein Lebensgefährte mit unter den Selbstbehalt oder erhöht sich dieser dann?

Danke schon mal für die Antwort.
08.12.2017 | 07:36

Antwort

von


(160)
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63667 Nidda
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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Eine Sozialbestattung kommt nur in Betracht wenn der Verstorbene kein Vermögen hinterlässt aus dem die Bestattung beglichen werden könnte.

Dass kein Kontakt zum Verstorbenen bestand, befreit nicht von der Pflicht zur Kostenübernahme. Ausnahmen gelten hier bei besonderen Härtefällen (massive körperliche Gewalt; Sexualdelikte u.ä.).

Sollte das Sozialamt die Bestattungskosten übernehmen, kann es an jeden Pflichtigen (in Ihrem Fall Sie und Ihre Geschwister) herantreten und Übernahme der Kosten verlangen. Jeder einzelne von Ihnen kann dann seinen Selbstbehalt einwenden. Das heißt, jeder kann sich für sich auf seinen Selbstbehalt berufen.

Ihr monatlicher Selbstbehalt liegt bei 1.600 € zuzüglich 50 % des darüber hinaus gehenden Betrages Ihres bereinigten Nettoeinkommens. Beispiel: Sie verdienen bereinigt 3.000 €. Der Freibetrag liegt bei 1.600 € + 700 € ([3.000 € - 1.600] € /2), also 2.300 €.

Ihr Nettoeinkommen muss aber bereinigt werden. Hierfür können Sie zunächst pauschal 5 % berufsbedingte Aufwendungen geltend machen, außerdem Unterhaltspflichten usw. Lassen Sie sich im Zweifel von einem Kollegen vor Ort beraten der auch Einblick in Ihre Unterlagen hat. Der Selbstbehalt erhöht sich nicht durch einen Lebensgefährten, anderes gilt wenn hier eine Unterhaltspflicht vorliegt.

Dem Grunde nach müssen Sie auf Ihr Vermögen zurückgreifen, wenn Sie aus Ihren laufenden Einkünften die Kosten nicht decken können. Die Freibeträge sind hier aber sehr hoch. Als grobe Richtschnur wird hier zumeist von 5% des gesamten Lebensbruttolohns gesprochen. Wenn Sie also 45.000 € brutto pro Jahr verdienen, seit 30 Jahren (Gesamtbruttolohn 900.000 €) liegt der Freibetrag bei 67.500 €.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 08.12.2017 | 13:13

Heißt das das Gehalt meines Lebensgefährten zählt zum selbstbehalt dazu? Oder wird sein Verdienst nicht berücksichtigt?
Im Antrag muss ich ihn aufjedenfall angeben.

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.12.2017 | 13:41

Sehr geehrter Fragesteller,

das Gehalt Ihres Lebensgefährten zählt nicht zum Selbstbehalt dazu.
Angeben müssen Sie die Einkünfte aus zwei Gründen

1. wenn Ihr Lebensgefährte sehr viel mehr verdient als Sie und Sie an seinem Lebensstil teilhaben wäre es zumutbar auf sein Einkommen zurückzugreifen um Ihre Sozialleistungen abzufangen und

2. wenn Ihr Lebensgefährte mit Ihnen zusammen wohnt hat er rechnerisch einen Teil der Lebenshaltsungskosten zu tragen. Die Kosten für zwei gemeinsam wirtschaftende Personen sind geringer als für zwei Singles. Dies kann berücksichtigt werden.

Ich hoffe, dies hat Ihre Nachfrage beantwortet. Sollten weitere Fragen bestehen, können Sie mich gerne via Email kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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