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Selbstbehalt Kindesunterhalt bei neuer Partnerschaft / Heirat


15.12.2015 11:17 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin



Guten Tag.

Mein Partner hat eine Tochter aus einer vorherigen Beziehung. Die Mutter der Tochter ist für niemanden auffindbar, und das Kind lebt seit Jahren bei Pflegeeltern.

Mein Partner möchte gerne zu mir ziehen bzw. wir würden auch gerne heiraten. Vorab bräuchten wir aber Infos zum Thema Selbstbehalt. Ich habe nun mehrfach gelesen, dass der Selbstbehalt bei Zusammenzug um 10-12,5 % herabgesetzt werden kann, wenn man unverheiratet zusammenlebt. Ist das richtig so? Oder kann das sogar mehr werden?
Ist das richtig das Fahrkosten zur Arbeit abgesetzt werden und noch mal 5 % vom Gehalt für sonstige Arbeitskosten?

Und wie verhält sich das ganze, wenn man verheiratet ist? Da wird der Selbstbehalt gleichermaßen herunter gesetzt, aber zusätzlich noch Familienunterhalt? Das verstehe ich allerdings nicht ganz. Könnten Sie mir das berechnen?

Einkommen Partner: 1300 € netto, Fahrtkosten Arbeit 250 € Monatskarte (die würden sich gegenüber jetzt erhöhen, da ich weiter von seinem Arbeitsplatz wegwohne). Des weiteren hat er noch eine Zahlung i.H.v. 60 € an die Gerichtskasse monatlich zu zahlen.

Einkommen Ich: 1553 € netto, Fahrtkosten Arbeit: 30 km eine Strecke (weiß nicht, wie man das rechnet). Schulden derzeit keine, aber ich werde in naher Zukunft ein neues Auto brauchen.

Hinzu kommen dann Mietkosten i.H.v. 650 € warm, Strom 70 €, Telefon/Internet 35 €.
Ist da noch mehr zu berücksichtigen?

Wie ist das mit MEINEN Ersparnissen? Muss ich die irgendwem offen legen? Muss ich mein Gehalt offen legen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe im Voraus.


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sobald man hier zusammenzieht, egal ob verheiratet oder nicht, wird davon ausgegangen, dass man auch zusammen wirtschaftet und insoweit jeder eigene Aufwendungen einspart.

Hier wird ein Synergieeffekt gebildet. Man rechnet in der Regel 10 % vom Einkommen des Partners / der Partnerin dann zum Einkommen des Unterhaltsverpflichteten hinzu.

Bei der Unterhaltsberechnung kann Ihr Partner von seinem Nettoeinkommen 5 % für berufsbedingte Aufwendungen abziehen oder die tatsächlichen Kosten, wenn diese höher als 5 % sind.

Ihre Ersparnisse spielen keine Rolle.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 15.12.2015 | 12:34

Vielen Dank für Ihre Antwort. Leider beantwortet mir diese aber meine Frage nicht komplett.
So wie ich das gelesen habe, kann der Selbstbehalt um 10 % runter gesetzt werden, wenn man unverheiratet zusammen wohnt, aber wenn man verheiratet ist, wäre ich noch zu 3/7 meinem Mann gegenüber zu Unterhalt verpflichtet, den er dann wiederum an die Tochter weitergeben müsste. Stimmt das so? Von welchen Werten wird hier ausgegangen? Nettoeinkommen abzügl. Arbeits/Fahrtkosten und dann die Differenz der Gehälter?
Tut mir leid, ich brauche irgendwie Zahlen.

Das hieße doch im Grunde vom Selbstbehalt würden 108 € runtergerechnet. Wären wir bei 972 €. Richtig? Das hieße man würde 250 € Fahrtkosten von den 1300 € Gehalt abziehen. Wären wir bei 1050 €. Blieben 78 € für Unterhalt, wenn nicht verheiratet.
Und bei Verheiratet würde man aus der Differenz zwischen meinem Gehalt i.H.v. 1553 € zu seinem die Differenz genommen werden, und davon müsste ich ihm quasi 3/7 (108 €)an Unterhalt gewähren, die er aber an das Jugentamt zahlen müsste. Ist das richtig?

Rechnet sich das denn nach der Düsseldorfer Tabelle, wenn das Kind in Vollpflege ist? Die Mutter ist wie gesagt nicht auffindbar...das hieße er ist im Grunde für den vollen Unterhalt zuständig?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.12.2015 | 12:46

So wie ich das gelesen habe, kann der Selbstbehalt um 10 % runter gesetzt werden, wenn man unverheiratet zusammen wohnt, aber wenn man verheiratet ist, wäre ich noch zu 3/7 meinem Mann gegenüber zu Unterhalt verpflichtet, den er dann wiederum an die Tochter weitergeben müsste. Stimmt das so? Von welchen Werten wird hier ausgegangen? Nettoeinkommen abzügl. Arbeits/Fahrtkosten und dann die Differenz der Gehälter?

Einkommenserhöhung um 10 % oder Herabsetzung Selbstbehalt um 10 % kommt am Ende zum gleichen Ergebnis.

Eine etwaige Unterhaltsverpflichtung unter Ihnen spielt keine Rolle. Daher braucht man keinen Unterhalt zwischen Ihnen zu berechnen.

Wenn Sie bezüglich der Kindesunterhaltsberechnung genaue Zahlen brauchen, sollten Sie einen Anwalt beauftragen und alle relevanten Unterlagen vorlegen. Im Rahmen einer Online-Erst-Beratung kann nur eine grobe Prüfung erfolgen.


Das hieße doch im Grunde vom Selbstbehalt würden 108 € runtergerechnet. Wären wir bei 972 €. Richtig? Das hieße man würde 250 € Fahrtkosten von den 1300 € Gehalt abziehen. Wären wir bei 1050 €. Blieben 78 € für Unterhalt, wenn nicht verheiratet.
Und bei Verheiratet würde man aus der Differenz zwischen meinem Gehalt i.H.v. 1553 € zu seinem die Differenz genommen werden, und davon müsste ich ihm quasi 3/7 (108 €)an Unterhalt gewähren, die er aber an das Jugentamt zahlen müsste. Ist das richtig?

Es kommt nicht darauf an, ob verheiratet oder nicht, sondern nur darauf, ob man zusammen lebt und wirtschaftet.

Sie müssen ihm keine 3/7 zahlen.


Rechnet sich das denn nach der Düsseldorfer Tabelle, wenn das Kind in Vollpflege ist? Die Mutter ist wie gesagt nicht auffindbar...das hieße er ist im Grunde für den vollen Unterhalt zuständig?

Ja, der Unterhaltsanspruch orientiert sich an der DDT.

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