Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Selbstanzeige bei Geldwäsche?

| 31.07.2012 14:05 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo,

ich habe Sie über Google gefunden.
Auch ich habe eine Frage zur Selbstanzeige und den daraus folgenden
Konsequenzen.


Vor ca. 2 Wochen hat uns ein Freund gefragt, ob wir nicht Geld hätten und
dieses verdoppeln wollten.
Und da wir mit den Umbauten unseres Hauses noch nicht fertig sind, haben wir
zugestimmt, ohne uns über irgendwelche Konsequenzen Gedanken zu machen.
Das Geld sollte dupliziert werden, doch leider ist das laut des Durchführenden
nicht geglückt und er musste es mitnehmen um es in einer anderen Stadt wieder
herzustellen!
Tja, und nun sind 15000€ weg! Wir haben aber die Nummern der Scheine
aufgeschrieben, um sie dann später von den Duplikaten hätten trennen zu
können.
Was würde uns erwarten, wenn wir uns selbst anzeigen würden und besteht die
Chance, dass wir unser Geld wiederbekommen?

Vielen Dank im Voraus. Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

zunächst einmal weise ich darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in der Regel nicht ersetzen kann.

Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise eine andere rechtliche Beurteilung zur Folge haben. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Zunächst einmal ist festzustellen, dass eine Strafbarkeit Ihrerseits wegen Geldwäsche nicht erkennbar ist.

Dies gilt zumindest solange das Geld, das Sie Ihrem „Freund" gegeben haben aus legalen Quellen stammt.

Den Geldwäsche ist grob zusammengefasst ein Vorgang, bei dem aus illegalem Geld legales Geld gemacht wird.

Möglich wäre allenfalls eine Beihilfe zur Geldwäsche, wenn das Geld, dass Sie zusätzlich erhalten sollten aus illegalen Quellen stammt.

Wenn Sie mit duplizieren allerdings meinen, dass das Geld vervielfältigt im Sinne von kopiert werden sollte, dann käme in Ihrem Fall eine Strafbarkeit wegen der §§ 146 , 147 StGB wegen Herstellens und Inverkehrbringens von Falschgeld bzw. Beihilfe dazu in Betracht.

Ich gehe allerdings davon aus, dass Ihr „Freund" zu keinem Zeitpunkt vorhatte, Ihnen das Geld, das Sie Ihm anvertraut haben, wieder zurück zu zahlen, geschweige denn mit dem Geld Falschgeld herzustellen oder ähnliches.

Meiner Auffassung hat Ihr Freund Sie schlicht über den Tisch gezogen.

Ihre Chancen, das Geld wieder zurück zu bekommen stehen denkbar gering. Zwar können Sei Strafanzeige gegen Ihren „Freund" erstatten und Ihn auch zivilgerichtlich auf Rückzahlung verklagen, jedoch ist davon auszugehen, dass wahrscheinlich nichts bei Ihm zu holen sein wird und Sie letztlich auch noch auf Gerichts- und Anwaltskosten sitzen bleiben.

Wenn Sie allerdings wissen, dass Ihr "Freund" Geld hat, dann empfehle ich Ihnen so schnell wie möglich einen Anwalt mit der zunächst außergerichtlichen Geltendmachung Ihrer Ansprüche zu beauftragen.

Ich bedauere, dass ich Ihnen keine für Sie positivere Antwort geben kann,hoffe aber mit dennoch, dass ich Ihnen meiner Antwort einen Einblick in die Rechtslage verschaffen konnte und verbleibe

Rückfrage vom Fragesteller 31.07.2012 | 15:32

Hallo Herr Bade,

doch, leider meine ich diesen Sachverhalt: Wenn Sie mit duplizieren allerdings meinen, dass das Geld vervielfältigt im Sinne von kopiert werden sollte, dann käme in Ihrem Fall eine Strafbarkeit wegen der §§ 146, 147 StGB wegen Herstellens und Inverkehrbringens von Falschgeld bzw. Beihilfe dazu in Betracht.

Wie sieht denn dazu das Strafmaß aus? Das "Legale Geld" ist trotzdem verloren oder?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.07.2012 | 20:05

Sehr geehrte Ratsuchende,

in diesem Fall würde eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren drohen.

Zwar ist auch die (geplante) Geldmenge nicht ganz unerheblich ist, aber Sie sind wahrscheinlich nicht vorbestraft und die Tat ist im Versuchsstadium steckengeblieben, so dass wohl mit einer Bewährungsstrafe zu rechnen wäre.

Dies alles gilt natürlich unter der Voraussetzung, dass wegen der Tat überhaupt entdeckt wird und die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnimmt.

Bezüglich des legalen Geldes dürfte es auch schwierig sein, es einzuklagen, da Sie ja kaum offenbaren können, warum Sie das Geld an den "Freund" gegeben haben.

Mit freundlichen Grüßen

Bade
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 05.08.2012 | 17:13

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Ich hatte bei dem Anwalt nicht den Eindruck, dass er den Fall nur des Geldes wegen angenommen hat, sondern wirklich bemüht war, zu helfen."
FRAGESTELLER 05.08.2012 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 78007 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Antwort hat Klarheit geschaffen, werde das Portal wieder nutzen... ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Mir wurde hier sehr gut weitergeholfen. Kann ich weiterempfehlen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Mir wurde sehr schnell, freundlich, hilfreich und verständlich geantwortet. Auch auf die Nachfrage wurde sehr gut eingegangen. Dafür vielen Dank! ...
FRAGESTELLER