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Selbständiger , aknn auch wo anders angestellt sein?


04.11.2005 19:22 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Ich (45)bin seit 1997 Selbständig, Ich bekomme nun ein Angebot, dass eine Fa. mich für 2.000,-brutto anstellen will. Meine Selbständigkeit gebe ich nicht auf.

Muß ich mich dem Sozialen Absicherungssystem (Rentenk.krankenvers.usw.)unterwerfen?? Eigentlich will ich das nicht.
Bisher habe ich ca. 24.000,-€ Jahresgewinn.
meine Frau hat einen Halbtagsjob (1100,-brutto) mit Steuerkl 3 u.0,5Ki.

Ich tendiere zu StKl 4/4.

Durch ein MehrfamHs u.Sonderabschreibungen fahre ich ca. noch 70.000,- Verlust vorher.
Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihrer Anfrage kann ich Ihnen im Rahmen dieser ersten Beratung Folgendes mitteilen:

1. Wenn Sie als Angestellter für ca. 2000 € brutto/mtl. erwerbstätig sind, so sind Sie prinzipiell in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert, da Ihr Arbeitsentgelt durchschnittlich 400 € übersteigt. Eine Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung ist i. d. F. grundsätzlich nicht möglich. I. d. Z. ist zu bedenken, dass natürlich der Arbeitgeber verpflichtet ist, Sozialversicherungsbeiträge (im Rahmen ihrer nichtselbständigen Tätigkeit) abzuführen.

Eine andere Frage ist Ihre Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung. Für Angestellte gilt (derzeit), dass Sie sich dann privat krankenversichern können, wenn sie die jährliche Versicherungspflichtgrenze von 46.800,00 € erreichen. Da Sie derzeit privat krankenversichert sind, lohnt sich bei Ihren Angaben jedenfalls eine Nachfrage bei Ihrer privaten Krankenversicherung, ob das Versicherungsverhältnis auch zukünftig bestehen bleiben kann. Weiterhin sollten Sie bei einer gesetzlichen Krankenversicherung nach Befreiungsmöglichkeiten erkundigen.

2. Vorsicht walten lassen sollten Sie daneben, was die "freie" Ausübung Ihrer selbständigen Tätigkeit angeht. Treffen Sie mit Ihrem neuen Arbeitgeber keine Vereinbarung darüber, dass Sie auch in Zukunft Ihre selbständige Tätigkeit uneingeschränkt ausüben dürfen, so kann er jedenfalls dann die "Nebentätigkeit" untersagen, soweit seine schutzwürdigen Interessen tangiert sind. Dies ist jedenfalls dann anzunehmen, wenn Sie dem Arbeitgeber Konkurrenz machen aber z. B. auch dann, wenn Sie aufgrund der selbständigen Tätigkeit nicht mehr die Angestelltentätigkeit mit vollem Einsatz ausüben könne.

3. Was die Einstufung in die einzelnen Lohnsteuerklassen angeht, so bieten Ihre Angaben viele "Möglichkeiten". Gerade durch die bestehenden "Verluste" und Abschreibungen besteht einiger Spielraum, der allerdings wegen seiner Komplexität nicht in diesem Rahmen beantwortet werden kann. Zur Berechnung und Erläuterung der einzelnen Vor- und Nachteile sollten Sie sich vor Ort an einen Steuerberater wenden.

Ich hoffe, Ihre Anfrage im Rahmen dieser Erstberatung zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
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