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Selbständige Berufsausübung ohne entspr. Ausbildung?


| 18.08.2006 16:40 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht



Hallo und danke erst einmal für Ihre Bemühungen.

>> Wichtiger Hinweis: Ich bitte sehr darum, dass sich nur jene Anwälte dem Thema widmen, die bitte auch wirklich sattelfest in diesem Gebiet sind. Schlechte Erfahrungen haben mich leider zu diesem Satz gezwungen.

Antworten direkt im Text sind sehr erwünscht. Danke. <<

1.) Ich bin selbständig, geschieden, Insolvenz.

2.) Ich habe über 2 Jahre lang intensivste Erfahrungen im eigenen Leben und im Bekanntenkreis zum Thema falsche (fehlende) Haushalts- und Finanzführung, Verschuldung und Mittel und Wege aus dieser Ausweglosigkeit erfahren.

Zudem auch gleichermaßen in psychischen Belangen, insbesondere Trennungs-, Familien-, Verlust- und Beziehungsprobleme, welche die Menschen teilweise an den Rand des Suizid bringen.

Nun habe ich so viele Erfahrungen und von Famile wegen Veranlagung und Verständnis in Sachen Psychologie und Pädagogik und möchte numehr anderen Menschen in den beiden Gebieten helfen (z.B. analytische Erstgespräche und Terminorganisation bei prof. Schuldenberater und Psychologen), so es meine Kompetenzen denn erlauben würden?

Im Detail stelle ich mir die Haushalts- und Finanz-Organisationshilfe und Schulden-Analyse noch recht unproblematisch vor. Ich habe eine kaufmännische Ausbildung, meine eigene Insolvenz-Vorarbeit allein ergestellt, könnte dies auch problemlos für Betroffene/meine Klienten erledigen und kenne mehrere gute Schuldenberater, die diese dann prüfen und anmelden könnten. Zudem würde ich den Betroffene/meinen Klienten auch anbieten, die Korresponzenz mit Gläubigern (nicht von Gerichten oder Anwälten!) abzunehmen und die Antworten in mein Büro zu leiten, so dass die Betroffene/meine Klienten erst einmal in Ruhe gelassen werden - auch schon vor der Insolvenzeröffnung, und keinen weiteren unnötigen gesundheitlichen Schaden erleiden.

Wäre ich dazu berechtigt, wenn das Einverständnis der Betroffenen vorliegt? (wäre quasi eine zeitweise Zustellungsumleitung zu meiner Adresse. Die Kenntnisnahme der Briefe würde ich mir von meinen Klienten unterzeichnen lassen.

Den Betroffenen/Klienten zuhause ein Ordnungs- und Organisationssystem im Haushalt gegen Entlohnung - (je nach Situation würde ich einen sozialen Pauschalpreis verlangen oder annehmen, was man mir freiwillig anbietet; auch statt Geld Bezahlung in Naturalien oder anderweitiger Hilfe annehmen; gelegentlich würde ich auch auf Bezahlung verzichten) - einzurichten, dürfte m.W. kein Problem mit dem Gesetz verursachen. Die Vorbereitung der Unterlagen für die Schuldenberatung m.W. auch nicht; vorher gehe ich ohnehin noch einmal alles mit dem Klienten durch und lasse ihn die Arbeit am Ende unterzeichnen.

Was die psychologische Hilfe betrifft, wird es eventuell heikel. Ich darf m.W. keine psychologische "Heilarbeit" verrichten. Daher würde ich lediglich ein analytisches Erstgespräch anbieten, die Klienten erst einmal aus ihrem größten Tief holen indem Jemand da ist der sich nun kümmtert und den Klienten dann an prof. Psychologen und Therapeuten vermitteln, ev. organisieren, mitgehen, Beistand leisten u.s.w.

Deshalb meine Frage: Wie kann und darf ich werben und handeln?

Ich hatte folgenden Werbetext:
Tätigkeiten:
1.) Hilfe in Haushalts- und Finanz-Organisation, Schuldenhilfe, HomeOffice-Einrichtung und -führung
2.) Hilfe bei privaten Problemen aller Art

möglicher Werbetext zu 1.)
--------------------------
Sie ersticken in Rechnungen? Schuldenberatung ist problematisch? Kein Geld für private Hilfe?
-> Ich kann helfen, ich befreie Sie von der ersten und größten Last. Bezahlung ist freiwillig und in jeglicher seriöser Form (z.B. Gegenhilfe, Naturalien; im größten Notfall und mit Nachweis helfe ich auch kostenlos.)
Ich komme auf Wunsch zu Ihnen nachhause oder lade Sie auch gern zu mir nachhause oder in ein Cafè für ein ebenfalls kostenloses unverbindliches Erstberatungsgespräch ein und gebe eine schriftliche Schweigepflicht.

möglicher Werbetext zu 2.)
--------------------------
Beziehungsprobleme? Angst vor Partner oder Eltern? Ungewollt schwanger? Einsamkeit? Verlassen worden oder Liebeskummer? Bewältigungsprobleme bei Verlust geliebter Menschen oder Vierbeiner? Egal was Sie quält - ich helfe. Bezahlung ist freiwillig und in jeglicher seriöser Form (z.B. Gegenhilfe, Naturalien; im größten Notfall und mit Nachweis helfe ich auch kostenlos.) Ich komme auf Wunsch zu Ihnen nachhause oder lade Sie auch gern zu mir nachhause oder in ein Cafè für ein ebenfalls kostenloses unverbindliches Erstberatungsgespräch ein und gebe eine schriftliche Schweigepflicht.

Meine Frage: Darf ich so werben und damit auftreten und arbeiten? Was müßte ich unbedingt beachten?

Danke und freundliche Grüße

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Nach § 1 des Rechtsberatungsgesetzes darf eine rechtsberatende/rechtsbesorgende Tätigkeit - außer durch die Anwaltschaft - grundsätzlich nur von Personen ausgeübt werden, denen eine entsprechende Erlaubnis erteilt wurde. Mit der Zunahme der Fachdiskussion zur Reguliererproblematik steigt das Risiko der Anbieter Gegenstand von Ermittlungsverfahren und/oder wettbewerbsrechtlichen Maßnahmen zu werden. Dies könnte daher auch Sie betreffen.

Eine verlässliche Aussage kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nicht gemacht werden, da diesbezüglich sehr viel in Bewegung ist und die strengen Regeln des deutschen Rechtsberatungsgesetzes sicherlich (im Lichte des EU-Rechts) aufgelockert werden müssen.

Ihre Tätigkeit(so wie Sie es darstellen) an sich muss keinen unmittelbaren Verstoß diesbezüglich darstellen.

Problematisch ist jedoch, dass Sie damit werben wollen und Konkurrenten sich sicherlich unter Berufung auf das Rechtsberatungsgesetz und auf die Grundsätze der irreführenden Werbung gegen Sie vorgehen werden.

Wenn Sie wirklich so etwas vorhaben, müssen Sie in Ihrer Anzeige darauf hinweisen, dass es sich nicht Rechtberatung bzw. echte Therapie handelt, sondern sich mehr auf eigene Erfahrungen beziehen und ggf. auf Ihre Ausbildung hinweisen. Es muss klar sein, dass Sie Menschen helfen wollen, ohne aber eine offizielle Ausbildung dafür zu haben

Die erste Anzeige zB. beinhaltet das Wort "Erstberatung", was in sich schon irreführend sein kann (bzw. ist).

In der zweiten Anzeige geht auch nicht hervor, dass Sie für die angebotenen Dienste über gar keine entsprechende Ausbildung verfügen. Hier könnten daher auch die entsprechenden Konkurrenten oder Berufsverbände ggf. einschreiten.

Ich hoffe, Ich konnte Ihnen einen kurzen Einblick geben, über die Probleme die es geben könnte.

Für eine weitergehende Rechtsberatung stehe ich unter genannten Kontaktdaten zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

RA Tawil

Nachfrage vom Fragesteller 20.08.2006 | 07:04

Sehr geehrter Herr Tawill,

ich danke Ihnen für die nützlichen Hinweise. So wie ich Sie verstanden habe, müßte ich

A ) - entweder bei jeder Werbung den Satz

"Hilfeleistungen durch mich ersetzen nicht zwangsläufig eine Konsultation eines Schuldenberaters oder Anwaltes." bzw.

"Hilfeleistungen durch mich ersetzen nicht zwangsläufig eine Konsultation eines Arztes, Psychologen, Therapeuten oder."

oder

B ) - Deklaration als rein private Hilfeleistung mit o.g. Sätzen

z.B.

"Was auch immer Sie quält: private Probleme, Schulden, Verluste - rufen Sie mich an: Ich, Privatperson, weiß aus eigener Erfahrung wo Ihnen wie geholfen werden kann und helfe bei den ersten Schritten."

oder

C ) - Einen ganz einfachen und kurzen Satz:

z.B.

"Seelische Qualen, Einsamkeit, große oder kleine berufliche, finanzielle oder zwischenmenschliche Probleme - hier gibts professionelle Hilfe! Kostenlos: 0800 - 12345678 oder SMS mit Ihrer Rufnummer an 0177-12345678 senden, wir rufen Sie zu einer gewünschten Zeit zurück."

Bei letzerer Werbung würde ich bei einem ersten pers. Gespräch mit dem Betroffenen ohnehin ein Formular ausfüllen, in welchem sinngemäß drin steht, dass ich in Sachen Finanzen die vom Betroffenen zu leistende Vorarbeit für den Besuch bei einer Schuldnerberatungsstelle übernehme, wie z.B. Auflisten der einenen Haushaltsituation, Auflistung der Gläubiger und Schulden, Anschreiben aller Gläubiger mit Bitte um Aufschub o.ä.. Sämtliche Verhandlungen (Vergleichsvorschläge meiner Klienten mit den Gläubigern o.ä. lasse ich mir schriftliche geben und unterzeichnen. Alle Schreiben müssen mir meine Klienten asl gelesen und einverstanden unterzeichnen, bevor ich es i.A. unterschreibe und wegschicke. Gleichzeitig würde ich meine Klienten dann bei einem Schuldenberater anmelden und mit zur Beratung gehen und den Fall dann dem Schuldenberater übergeben.

Ähnlich würde ich es in psychologischen Belangen handhaben. Zuerst zuhören, dem Betroffenen Verständnis zeigen und durch die ständige Kontaktmöglichkeit zu unserem Hilfecenter erst einmal eine erste Erleichterung verschaffen. Gleichzeitig würde ich dann mit einem Kirchenvertreter (je nach Religionszugehörigkeit) und mit einem Psychologen oder Therapeuten mit Einverständnis meines Klienten Termine vereinbaren und mitgehen.

Mir kam noch ein anderer Gedanke: dürfte ich zusammen mit selbst. prof. Schuldenberater, Psychologe, Kirchenvetreter, Pädagoge u.s.w. eine Hilfsorganisation gründen und als angehörige dieser Organisation mit prof. Beratung und Therapie werben?

Herr Tawill, Sie würden mir einen großen Dienst erweisen, wenn Sie mir nochmals ausfühlich auf diese Fragen antworten. Ich habe selbst 3 Schicksalsschläge erfahren, aufgrund dessen meine Mitmenschen sich wundern, dass ich noch nicht aufgegeben habe und das "überlebt" habe. Ich MUSS anderen Menschen helfen, ich weiß wie ich es kann und ich weiß wer neben mir die prof. Ausbildungen hat und sich mit einklinkt. Und ich kann auch etwas gegen Einsamkeit tun, ich habe einen Spieleverein gegründet in Alters- und Interessengruppen und plane eine streng geprüfte Freundschafts- und Partnerschaftsbörse.

"Wenn Menschen sich nicht mehr für ihre Mitmenschen interessieren, wenn der Stärkere nicht mehr dem Schwächeren hilft, wenn Hilfe nur noch gegen Geld erfolgt, wird unsere Wärme kalt, unser Gefühl zu Stein, unsere lebendigige Menschlichkeit nur noch eine Legende sein."

Danke und freundliche Grüße
elype

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.08.2006 | 11:18

Das was Sie unter A)und B) schrieben ist in soweit in Ordnung.

Unter C) taucht wieder das Wort "professionell" auf. Irreführend.

Selbstverständlich können Sie mit Professionellen entsprechende Organisationen gründen, und dann im Namen der Firma Ihre Tätigkeit ausüben (allerdings muss immer klar sein, dass Sie nur als "Berater" aus eigener Erfahrung usw. auftreten). Da Sie aber unter einem Verein arbeiten wollen, wäre dies kein Problem, sondern eher förderlich, da es Betroffene sicherlich als gut empfinden, wenn derartige Vereine auch Ex-Betroffene als Berater einsetzen.

Für die Zukunft alles Gute wünscht Ihnen

RA Tawil

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