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Selbständig und Rente

| 27.09.2013 10:11 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Hallo,
ich bin die ersten 3 Jahre meiner Berufstätigkeit als Erzieher angestellt gewesen, seitdem, also seit 25Jahren als Erzieher selbstständig tätig, in letztrer Zeit mehr recht als schlecht; Rücklagen für die Zukunft/Rente konnten keine gebildet werden, bzw. wurden in den letzten schiwerigen Jahren aufgebraucht.

Mit 53 Jahren (verheiratet, Frau nicht berufstätig, 2 kleine Kinder) stellt sich jetzt die bange Frage, ob sich die Selbstständigkeit aufgrund steigender Benzin-, Heizöl- und PKV-Kosten noch weiterhin rentiert - im Vergleich mit einer Angestelltenverhältnis.

Insbesondere da ich recherchiert habe, daß ein Wechsel in die gesetzliche KV nach 55 Jahren nicht mehr möglich ist, auch nicht bei einem Angestelltenverhältnis

Daher meine Fragen:
1) Stimmt die Info bezüglich des Nicht-mehr-wechseln-.könnens mit 55 Jahren
2) Wenn Ich weiter selbstständig bleibe und mit ca.65 Jahren meine Selbstständigkeit aufgeben würde und keine Rücklagen hätte, hätte ich dann eigentlich Anspruch auf Hartz 4 (da keine Rente)?
3) Was würde geschehen, wenn im Falle einer weiteren Selbstständigkeit mit sagen wir mal 60 Jahren meine Einkünfte so gering wären, daß ich meine PKV nicht mehr bezahlen kann und kündigen muß?- Folge keine Krankenversicherung?

Vielen Dank im voraus für ihre Mühe

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

1. Grundsätzlich ist über 55 eine Rückkehr in die GKV schwierig. Eine Möglichkeit ist die Familienversicherung, die aber bei Ihnen ausscheidet wenn Ihre Frau nicht pflichtversichert ist. Sie dürften dann auch selber nicht mehr hauptberuflich selbstständig sein. Eine weitere Möglichkeit geht nur über EU-Regelungen und ist kompliziert. Hier müsste man eine gesonderte Beratung in Anspruch nehmen, die Zeit und die fehlenden Angaben erlauben hier keine abschließende Antwort.

2. § 7 a SGB II sieht eine Altersgrenze für ALG II vor. Wenn Sie Jahrgang 1958 wären läge die Grenze bei 66 Jahren. Ab dieser Altersgrenze können Sie keine SGB II mehr erhalten , sondern würden an die Grundsicherung verwiesen. Die höhe der Leistungen ist aber identisch. Die Grundsicherung gilt für Menschen die aufgrund Alters oder Gesundheit nicht mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Bei der Grundsicherung wird die Rente angerechnet, haben Sie keine Rente, würden Sie in voller Höhe Grundsicherung erhalten.

3. Sie bleiben wegen § 6 III a SGB V versicherungsfrei wenn Sie ALG II beziehen, da Sie in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht nicht gesetzlich versichert waren.

Das Job Center ist aber nach der Rechtsprechung verpflichtet Ihre vollen Beiträge in der PKV z übernehmen, der Versicherungsschutz bleibt also erhalten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 30.09.2013 | 08:22

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