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Selbständig und Hilfe zu Lebenshaltungskosten

04.01.2010 18:15 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Sg Ra/in ,

wir sind selbständig und haben eine schlimme Zeit hinter uns :
Betrug eines Vertragspartners , Betrug durch Mitarbeiter , Massiver Auftragsverlust in Folge der Wirtschaftskrise und daraus resultierend der Verkauf unseres Hauses , wobei uns hier dann auch noch die Bank über den Leisten gezogen hat sowie nach notwendigen Entlassungen auch noch Kündigungsschutzklagen zu hauf .
Zu guter letzt haben uns Knall auf Fall auch noch die verbliebenen beiden Mitarbeiter verlassen sodass ich nur noch selbst von Anfang Dezember bis jetzt mit nur einer einzigen Aushilfe gearbeitet habe .
Nun ist es auch noch so , dass unser Kunde (große Baumarktkette) noch überhaupt keine einzige Rechnung gezahlt hat .

Meine letzte Privatentnahme in Höhe von 800,- Euro aus dem Unternehmen ist ca. 8 Wochen her und seitdem leben wir nur vom Kindergeld und den Zuwendungen meiner Eltern welche in einem Haus dass ich vor 12 Jahren gekauft habe mietfrei wohnen (vertraglich geregelt da ich ihnen das Haus zu weniger als 50% des eigentlichen Wertes abgekauft habe und sie zudem wohnrecht auf Lebenszeit im Grundbuch verbrieft haben) .

Wir (Meine Frau , mein 5jähriger Sohn und ich) wohnen seit dem Verkauf des Hauses in einer 68m² Dachgeschosswohnung im Hause meiner Schwägerin wo wir nunmehr auch schon seit 2 Monaten keine Miete (544,- inkl. Nebenkosten , auch Strom & Wasser) zahlen konnten .
Die wird uns deswegen nicht auf die Strasse setzen aber sie braucht das Geld auch bitter nötig .

Meine Frau ist im 6. Monat schwanger und weiss schon gar nicht mehr , wie sie die "Schuhsohlensuppe" noch weiter verlängern kann . Auch hat sie Angst , da ich schon zum zweiten Mal in Folge (Dez & Jan) die Krankassenbeiträge nicht bezahlen konnte , dass unser 2. Kind womöglich unter einer Brücke zur Welt kommen muss ...

Mit der Bank brauchen wir nach der erfolgten Abzocke (stand hier im Netz auch schon als Frage ) erst gar nicht das Gespräch suchen.
Wir brauchen diese Hilfe auch nur befristet da unser Unternehmen volle Auftragsbücher hat und auch -eigentlich- schwarze Zahlen schreibt und wir zur Bewältigung sogar wieder 2 Mitarbeiter eingestellt haben.
Bei der Arge sagte man mir am Telefon "Wie jetzt , selbständig und Stütze ? Habe ich ja noch nie gehört!"
Ich bin mir aber sicher , dass auch wir einen Anspruch auf z.B. Grundsicherung haben .
Ich habe im Internet viele widersprüchliche Aussagen in einschlägigen Foren gefunden und auch Bekannte / Verwandte konnten uns nicht weiterhelfen , daher hier konkret die Frage :

Gibt es für Menschen wie uns überhaupt auch einen Rechtsanspruch auf konkrete finanzielle Hilfe vom Staat ?
Und wenn ja , wo ?
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden ?

Wenn mir keine Hilfe zuteil wird , weiss ich nicht wie es weitergehen soll ... ;-(


Vielen Dank für die rasche Antwort .

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Frage, die ich gerne im Rahmen einer ersten Einschätzung beantworte:

Selbstverständlich gibt es auch für Sie und Ihre Familie Hilfe - und zwar bei ARGE/JobCenter - auch wenn die Mitarbeiter dort dies nicht immer wissen ...

Die Voraussetzungen für Hilfe nach dem SGB II sind:

Alter zwischen 15 und Regelaltersgrenze (65)
gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland
Erreichbarkeit
Erwerbsfähigkeit
Hilfebedürftigkeit

Nach Ihren Angaben scheinen Sie diese Voraussetzungen zu erfüllen. Bitte gehen Sie umgehend zur ARGE und stellen Sie einen Antrag auf Leistungen für alle Mitglieder Ihrer Familie, die mit Ihnen zusammenleben. (Ihre Frau hat Anspruch auf Schwangeren-Mehrbedarf).

Bitte nehmen Sie Mietvertrag, betriebswirtschaftliche Auswertung, Kontoauszüge und Ausweise mit.

So fern mit Einnahmen noch in diesem Monat gerechnet werden kann, können Hilfen nach § 23 Abs. 4 SGB II auch als Darlehen erbracht werden.

Bitte lassen Sie sich nicht abwimmeln. Verweisen Sie auf Ihre akute Notlage und betonen SIe, dass Sie SOFORT Mittel benötigen. Sollte erkennbar werden, dass die ARGE nicht schnell helfen wird sollten Sie nach erfolgter Antragstellung nicht lange zögern, sondern Eilrechtschutz suchen. Einen Antrag auf einstweilige Anordnung können Sie selbst stellen, erfolgversprechender ist es allerdings mit anwaltlicher Unterstützung.

Ich hoffe, dass meine Auskünfte Ihnen geholfen haben und eine erste Orientierung in der Sache ermöglichen. Bitte berücksichtigen Sie, dass dies auf der Grundlage der von Ihnen gegeben Informationen beruht. Abweichungen, die Ihnen geringfügig erscheinen mögen, können schon zu erheblich unterschiedlichen Bewertungen in der Angelegenheit führen.

Sehr gerne können Sie mich in dieser Angelegenheit auch beauftragen. Dank Email, Fax und Telefon stellt auch die Vertretung über größere Entfernung kein Problem dar.

Sie können gerne kostenlos eine Nachfrage stellen.

Ich wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute und einen besseren Verlauf des neuen Jahres als es der Start verspricht und verbleibe

Rückfrage vom Fragesteller 11.08.2010 | 02:22

SgFAin ,

vielen Dank für die Hilfe , dies hat uns sehr weiter gebracht .
Jetzt jedoch wird es wg. schleppender Antragsbearbeitung jetzt langsam aber sicher sehr schwierig .
Den Antrag auf Weiterbewilligung habe ich Anfang Juni gestellt , aber bis jetzt ausser einem Anruf nichts weiter erhalten .
Die Grundsicherung war bewilligt bis Ende Juni , den Antrag auf Weiterbewilligung habe ich Anfang Juni gestellt . Nun ist Mitte August und noch nichts in Sicht . Zur Info :
Die zuständige Sachbearbeiterin ist nur Dienstags und Mittwochs telefonisch (theoretisch...) erreichbar und hat ansonsten "home-office"...
Anrufversuche waren erfolglos , entweder besetzt oder es ging keiner `ran . Was tun , ich bin mit meinem Latein am Ende...
Ich bitte daher dringend um Ihren RR unter 0151 / 2371 5250 und sage Ihnen bereits jetzt ggf. Beauftragung zu .
MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.07.2011 | 13:18

Durch den Zeitablauf hat sich die Beantwortung der Nachfrage erledigt.

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