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Selbständig, Firmenwagen - Was passiert bei Aufgabe der Selbständigkeit?

15.08.2008 22:48 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Sehr geehrter Herr Anwalt,
wir (2 Personen)haben uns im Jahr 2006 selbständig gemacht in der Rechtsform Gbr und sind umsatzsteuerpflichtig. (Wir geben am Ende des Jahres eine EÜR + restliche Formulare für Gbr am Finanzamt ab)
Wir möchten uns im September einen Firmenwagen kaufen ca. 20.000 Euro inkl 19 % Ust. (Ratenfinanzierung über 6 Jahre)
Hiervon können wir ja die 19 % als Vorsteuer im September dann sofort komplett vom Finanzamt geltend machen.
(Wir haben vor die 1 % Regelung anzuwenden)
Hier unsere Frage, um alle Eventualitäten im Voraus abzuklären:
Angenommen 1 Monat später müssen wir die Selbständigkeit aufgeben, die Gbr auflösen, da es keine Einnahmen mehr gibt (Geschäftsaufgabe). Wir jedoch den Wagen weiter privat halten möchten. Wie wird hier dann steuerlich vorgegangen?? Müssten wir dann als Privatpersonen den Firmenwagen abkaufen und dies dann steuerlich als Einnahme verbuchen und die Umsatzsteuer ans FA abführen??? Oder geht der Wagen ohne weiteres ins Privatvermögen über??
Hätte dies Einfluss auf die Einkommensteuer?? Würden uns in irgendeiner Weise Kosten entstehen?
Bitte wenn möglich mit Beispielzahlen antworten.
Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrte Rechtsratssuchende,
sehr geehrter Rechtsratssuchender,

gerne nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen im Zusammenhang mit den steuerlichen Folgen einer baldigen Überführung des Firmen-Pkw in das Privatvermögen Stellung und beantworte diese wie folgt:

Dabei möchte ich zunächst darauf hinweisen, dass dies eine Entnahme darstellen würde, die gem. § 6 Abs. 4 EStG mit dem Teilwert zu bewerten ist. Dies ist grds. der Wiederbeschaffungswert zum Zeitpunkt der Entnahme.

Diese Entnahme ist sodann mit 19% umsatzzuversteuern.
Des weiteren wäre die übermäßig im September gezogene Vorsteuer zum Zeitpunkt der Entnahme zu korrigieren, so dass in Ihrem Beispielsfall nur für den 1 Monat ein anteiliger Vorsteuerabzug aufgrund der Nachbesteuerung bestehen bliebe.

Einkommensteuerlich ist dies nicht relevant, da auch noch keine Kosten als Betriebsausgaben geltend gemacht wurden wie bspw. Afa. Sollten bereits Steuer und Versicherung gezahlt worden sein, wären diese zeitanteilig auf den Monat als Betriebsausgaben und im übrigen als Entnahme zu buchen.

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass Beispielsrechnungen angesichts des von Ihnen ausgelobten Mindesthonorars nicht möglich sind.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Anmerkungen weitergeholfen zu haben, und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin
Fachanwältin für Steuerrecht

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