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Selbst kündigen/Sperrzeit umgehen/Abfindung

17.03.2015 23:23 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Pilarski


Zusammenfassung: Es geht um die Sperrfrist bei eigener Kündigung und einen Anspruch auf Abfindung.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich arbeite in einem Unternehmen, das bereits Insolvenz angemeldet hatte, was mit hohen Entlassungszahlen verbunden war.
Das Unternehmen wir nun mit Hilfe eines Investors als neues Unternehmen weitergeführt.
Leider wurde auch vom neuen Arbeitgeber bereits vor Monaten eine neue "notwendige" Entlassungswelle angekündigt, die bisher noch nicht umgesetzt wurde, da BR und Geschäftsführung noch nicht einig sind. Die Kündigungen werden sich noch verzögern.

Ich möchte das Unternehmen verlassen und frage mich, welche Möglichkeiten oder gewichtigen Gründe ich aufführen könnte, damit ich nicht mit 0€ und Sperrfrist rausgehe.
Grundsätzlich ist mir bekannt, dass ich keinen Ansruch auf Abfindung bei eigener Kündigung habe. Meine Betriebszugehörigkeit ist größer als 10 Jahre. Alle später gekündigten Personen werden wohl entschädigt, was ist, wenn ich mich jetzt sozusagen freiwillig anbiete?

Schon mal vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eingangs möchte ich Ihnen mitteilen, dass eine abschließende Beurteilung der Rechtslage ohne die Einsicht in den Arbeitsvertrag nicht möglich ist.

Wie Sie bereits selbst sagen, würde die Agentur für Arbeit bei einer Kündigung Ihrerseits unabhängig davon, ob es sich um eine ordentliche oder außerordentliche fristlose Kündigung handelt, eine Sperrfrist verhängen. Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld würde folglich gekürzt werden.

Auch ein Aufhebungsvertrag mit dem Arbeitgeber über die einvernehmliche Auflösung des Arbeitsvertrags würde zu einer solchen Sperrfrist führen.

Ein Anspruch auf Abfindung besteht nicht nur bei eigener Kündigung nicht, sondern grundsätzlich nicht. Eine gesetzliche Regelung, nach der ein Anspruch auf eine Abfindung begründet wird, existiert nicht.

Nur wenn der Arbeitgeber Ihnen selbst ordentlich kündigt, werden Sie in der Regel einen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Eine Abfindung ist, wenn Sie nicht im Arbeitsvertrag geregelt ist, grundsätzlich Verhandlungssache. Eine solche muss mit dem Arbeitgeber vereinbart werden.

Wenn Sie sich freiwillig „melden" und der Arbeitgeber Ihnen dann offiziell ordentlich kündigt und der Agentur nicht mitgeteilt wird, dass Sie das Arbeitsverhältnis nicht freiwillig beendet haben, dann dürfte Ihnen ein Anspruch auf ALG I zustehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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