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Selbst gedruckte Rechnung ausländischer Anbieter als Betriebsausgabe ?


| 01.07.2006 12:16 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag,

ich nehme als Unternehmer oft Internet-Dienstleistungen ausländischer Anbieter in Anspruch (sonstige Leistungen für die ich gemäß §13b UStG als Leistungsempfänger die MwSt schulde). In aller Regel bieten diese Firmen Rechnungen nur via Download oder Email an (das tut z.B. ja auch www.frag-einen-anwalt.de). Die Rechnungen enthalten abgesehen von der Steuernummer des Unternehmens und der Auflistung der MwSt (da die Rechnungen keine MwSt enthalten) alle in §14 IV UStG genannten Pflichtangaben.
Ich habe Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen die die Ausgaben belegen.

Oft heisst es (von Seiten der IHK und auch einiger Finanzämter) dass solche Rechnungen in Kombination mit den Zahlungsbelegen (Kontoauszügen usw.) vom Finanzamt als Betriebsausgabe anerkannt werden. Stimmt das, oder halten solche Rechnungen einer Betriebsprüfung trotz der Zahlungsbelege nicht stand ? Wie gesagt, es geht um die Anerkennung als Betriebsausgabe und die Rechnungen bekomme ich von ausländischen Anbeitern z.B. aus den USA für Internet-Dienstleistungen für die ich als Leistungsempfänger die Mehrwertsteuer schulde.

Ich wäre eher verwundert, wenn an solche Belege die gleichen Anforderungen gestellt würden wie an Rechnungen wie man sie für den Vorsteuerabzug im Sinne von §15 I Nr. 1 UStG braucht, denn für den Vorsteuerabzug für Mehrwertsteuer die man gemäß §13b selbst bezahlen muss ist ja gemäß §15 I Nr. 4 UStG ebenfalls keine Rechnung erforderlich. Das heisst für mich, dass die Rechnungsanforderungen nur für den Vorsteuerabzug i.S.v. §15 I Nr. 1 UStG gelten und eben nicht für die Anerkennung als Betriebsausgabe oder den Vorsteuerabzug i.S.V. §15 I Nr. 4 UStG.

Kann es also sein, dass für die Betriebsausgabe in diesem Fall nur entscheidend ist, dass man einen ganz allgemeinen Beleg hat (z.B. etwas das den Vertragsschluss dokumentiert und Zahlungsbelege) ?

Vielen Dank im Voraus
Guten Tag,

in der von Ihnen geschilderten Form dürften keine Probleme bei der Anerkennung als Betriebsausgabe entstehen.

Für die Anerkennung einer Zahlung als Betriebsausgabe ist lediglich der Bezug zum Betrieb erforderlich, den Sie nachweisen müssen. Sie benötigen für jede Zahlung einen entsprechenden Beleg. Mehr Anforderungen sind hier nicht gestellt. Hier reicht in der Regel die selbst ausgedruckte Rechnung, die allerdings den Leistungsgegenstand genau bezeichnen muß und der Zahlungsbeleg.

Demgegenüber sind die Anforderungen Rechnungen, um den Vorsteuerabzug zu erreichen, erheblich höher.

Wenn Sie also die Rechnung vorlegen können und die Ausgabe auch belegen können, werden Sie bei der Anerkennung als Betriebsausgabe keine Problem bekommen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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