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Selber kündigen, vom Arbeitgeber kündigen lassen oder Aufhebungsvertrag nach 8 Jahren Elternzeit?

02.06.2009 13:00 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe im April 2000 ein neues Arbeitsverhältnis begonnen und bin seit Februar 2001 in Elternzeit mit Mutterschutz durch drei Geburten. Nun müsste ich im Juli 2009 wieder meine Arbeit aufnehmen. Allerdings wohnen wir seit Ende 2005 450 km von meinem eigentlichen Arbeitsort entfernt. Welche Möglichkeiten habe ich nun, muss ich meine Tätigkeit wieder aufnehmen, wenn nicht, gibt es nur die Möglichkeit einer Kündigung meinerseits? Gäbe es noch die Möglichkeit einer Aufhebung oder einer Kündigung meines Arbeitgebers? Müßte ich mindestens einen Tag in der Firma sein, damit er mich kündigen kann, denn in der Elternzeit ist die Kündigung nicht möglich, soweit ich weiß? Wie schaut es mit Abfindung aus und mit Sperrzeit beim Arbeitsamt der verschiedenen Möglichkeiten? Kann ich vorab mit dem Arbeitgeber Kontakt aufnehmen, ob er überhaupt einen adäquaten Arbeitsplatz für mich hat?Wie jeder habe ich auch nichts zu verschenken und möchte einfach für alle Beteiligten die beste Lösung finden. Ich freue mich auf eine ausführliche Antwort, damit ich weitere Schritte einleiten kann.
Mit freundlichen Grüßen
Carmen Klein-Biethmann

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Richtigerweise besteht für den Zeitraum der Elternzeit besonderer Kündigungschutz.
Nach Beendigung der Elternzeit besteht ein Anspruch auf eine dem Arbeitsvertrag entsprechende Arbeit. Auf der anderen Seite müssen Sie allerdings auch ihre Arbeitsleistung am Arbeitsort anbieten. Dies bedeutet, dass Sie - sollten Sie ihre Arbeitsstelle nicht mehr antreten- gekündigt (auch außerordentlich) werden können.

Als Arbeitnehmerin können Sie das Arbeitsverhältnis auch während der Elternzeit innerhalb der üblichen Fristen kündigen. Soll zum Ende der Elternzeit gekündigt werden, muss allerdings eine Kündigungsfrist von drei Monaten eingehalten werden, § 19 BEEG.

Ein Auhebungsvertrag kann jederzeit einvernehmlich geschlossen werden. Ein gesetzlichen Anspruch auf eine Abfindung gibt es nicht; auch diese ist Verhandlungssache.

Ob der AG bereit ist, eine Abfindung zu bezahlen, hängt von vielen Faktoren ab. Geben Sie von vornherein zu verstehen, dass Sie nicht mehr zur Arbeit aufgrund der Entfernung erscheinen, wird der AG keinen Grund sehen, Ihnen noch eine Abfindung zu bezahlen. Anders könnete es sich verhalten, wenn der AG die "Befürchtung" hat, dass Sie wieder kommen und er im Prinzip keinen Arbeitsplatz mehr für Sie hat.

Allen genannten Fälle ( Kündigung AG, Kündigung AN, Aufhebungsvertrag) sollten zwingend anwaltlich vorbereitet werden.
In allen Fällen kann es beispielsweise Probleme mit der Agentur f. Arbeit geben, da Sie das Arbeitsverhältnis schuldhaft lösen.

Sofern Sie mit dem AG Kontakt aufnehmen, können Sie natürlich zunächst vorfühlen, ob er noch einen Arbeitsplatz für Sie zur Verfügung hat. Hier sollten Sie nicht erwähnen, dass Sie eigentlich ein großer Interesse an der Beendigung des Arbeitsverhältnisses haben.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

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