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Selber Kündigen aber Kündigungsfrist nicht einhalten

02.02.2015 19:25 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Guten Tag! Ich möchte nach 15 Jahren meine Arbeit beenden und kündigen. Jedoch fühle ich mich psychisch nicht in der Lage, mit meinen Vorgesetzten darüber zu reden, noch möchte ich nach meinem Kündigungsschreiben die letzten 6 Wochen am Arbeitsplatz verbringen.

Meine Überlegung wäre, mich aufgrund psychischer Belastung krankschreiben zu lassen. Nur weiß ich nicht, ob ich so lange eine Krankmeldung erhalte. Ist es üblich, dass der AG Schadensersatz verlangt, falls ich dann die letzten 1-2 Wochen nicht mehr erscheinen würde?

Oder könnte man bei der Kündigung höflich um eine frühere Beendigung bitten? Somit müsste der AG kein Gehalt mehr zahlen während meiner Krankheit, die evtl. 6 Wochen andauern könnte. Ich will hier keine finanziellen Vorteile herausschlagen, nur elegant mich von dieser Firma verabschieden. Aber ich möchte hier kein persönliches Gespräch mehr führen müssen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Grundsätzlich sind die Kündigungsfristen einzuhalten.

Verkürzen können Sie die Arbeitzeit bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses, indem Sie in dieser Zeit noch den Ihnen zustehenden anteiligen Urlaub nehmen.

Das sog. "Krankfeiern" ist in rechtlicher Hinsicht ein Verstoß gegen die sich aus dem Arbeitsverhältnis ergebenden Pflichten. Wenn Sie sich also krank melden ohne krank zu sein, kann das einerseits Schadenersatzansprüche des Arbeitgebers auslösen und andererseits verlieren Sie Ihre Ansprüche auf Lohnzahlung.


2.

Etwas anderes gilt dann, wenn Sie wirklich arbeitsunfähig wegen Krankheit sind. Sollte z. B. eine psychische Erkrankung vorliegen, die das Gefühl vermittelt, den Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein, wird man Ihnen empfehlen müssen, einen Arzt aufzusuchen. Der Arzt wird nach eingehender Untersuchung feststellen, ob eine Erkrankung vorliegt. Stellt der Arzt eine Erkrankung fest, die es unverantwortlich erscheinen läßt, daß Sie Ihrer Arbeitstätigkeit nachgehen, wird er eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen, die Sie umgehend dem Arbeitgeber vorlegen müssen. Diese Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird auf eine bestimmte Zeit ausgestellt, z. B. eine oder zwei Wochen, je nachdem wie der Arzt die Zeit bis zur Genesung einschätzt. Hat sich Ihr Gesundheitszustand danach noch nicht gebessert, erhalten Sie vom Arzt eine sog. Folgebescheinigung, dh. Sie werden für einen weiteren Zeitraum arbeitsunfähig krank geschrieben. Auch danach ist eine weitere Folgebescheinigung möglich, sofern Sie noch nicht genesen sind.


3.

Einer Bitte, das Arbeitsverhältnis vorzeitig zu beenden, kann der Arbeitgeber nachkommen. Eine Pflicht hierzu besteht natürlich nicht. Das wäre in Gestalt eines Aufhebungsvertrags möglich. In diesem Fall wird ein persönliches Gespräch aber kaum vermeidbar sein.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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