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Seit Okt.04 Schaden gemeldet, nicht abgestellt.


11.05.2005 11:37 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Im Oktober 2004 hat es in einem Zimmer meiner Mietwohnung(DG) durch das Dach geregnet. Im Zimmer hat sich der Putz von der Decke gelöst, so daß jetzt teilweise die Balken und das Stroh unter dem Putz zu sehen sind. Der Schaden wurde von mir an die Wohnungsverwaltung gemeldet. Das Dach wurde von außen repariert.
Für die nötigen Innenarbeiten liegt der Verwaltung ein Angebot einer Firma vor. Der Schaden wurde von der Verwalterin auch persönlich angesehen und fotografiert. Rapariert ist er allerdings bis heute nicht. Auch eine Nachfrage vor ca.2 Monaten brachte außer Versprechungen nichts.
Ich muß noch anmerken, daß das Zimmer von mir nicht unbedingt benötigt und genutzt wird, da die Gesamtwohnfläche ca. 80m² beträgt.
Kann ich rückwirkend Mietminderung ansetzen und in welcher Höhe? (Gesamtmiete ca. 255 €, das Zimmer hat ca. 20% der Gesamtfläche)
Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst ist es unerheblich, ob Sie den Raum unbedingt benötigen oder nicht. Maßgeblich ist, dass der Mangel eine spürbare Beinträchtigung der Nutzungsmöglichkeit der Wohnung darstellt. Sie können also mindern.

Allerdings ist eine rückwirkende Minderung für die Vergangenheit nicht mehr möglich, da Sie trotz Kenntnis des Mangels in der Vergangenheit die volle Miete bezahlt haben. Daher steht Ihnen jetzt kein Minderungsrecht mehr zu.

Selbstverständlich können Sie jetzt aber noch für die Zukunft bis zur Beseitigung des Mangels mindern. Sie sollten hierzu den Vermieter schriftlich auffordern, nunmehr unverzüglich den Mangel zu beseitigen und ausdrücklich mitteilen, dass Sie ab dem kommenden Monat bis zur Beseitigung nur noch eine geminderte Miete zahlen werden.

Die Höhe der Minderung lässt sich schwer bestimmen, da hier zum einen nicht beurteilt werden kann, wie stark die Beeinträchtigung ist, zum anderen ist die Rechtsprechung hier sehr uneinheitlich. Grob ließe sich sagen, dass Sie im Falle einer völlig aufgehobenen Nutzbarkeit die Miete um den auf das Zimmer entfallenden Anteil der Nettokaltmiete kürzen können, also in Ihrem Fall um 20 % der Nettokaltmiete. Vorsichtshalber sollten Sie vielleicht den Mieterverein oder einen Anwalt vor Ort fragen, welche Berechnungsmethode die Gerichtsbarkeit an Ihrem Wohnort anwendet, denn üblich ist z.B. auch eine Berücksichtigung des Wohnwertes der einzelnen Räume, wie es z.B. mittels der "Hamburger Tabelle" erfolgt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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