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Sehr späte Stromabrechnung

07.05.2014 21:47 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Hallo,
es geht um meinen Stromverbrauch und die sehr späte Stromabrechnung.
Im Jahr 2009 habe ich ein kleines Haus (60 qm Wohnfläche) angemietet
und mich beim Stromanbieter angemeldet, dabei wurden die Zählerstande wurden notiert.
Dieses Haus hat zwei Stromzähler, einen für Haushalsstrom und einen weiteren für die Nachtspeicherheizung, somit hatte ich Abschlagszahlungen zu leisten, eine kleineren
Betrag von 9 € im Monat und einen größeren von 40 € im Monat ( meine Annahme 40 € Haushaltsstrom und 9 € für die Heizung ) Die erste Ablesung seit meinem Einzug erfolgte erst im März 2013 und die Abschlagszahlungen haben sich nicht sonderlich geändert. Dann wurde der vertrag im März 2014 aufgrund Vertragspartneränderung
gekündigt und dann kam die Abschlußrechnung und der Schock.
Für den Haushaltsstrom sollen wir eine Nachzahlung von fast 8000 € sowie für die Nachspeicherheizung 13000 € entrichten. Auf der Rechnung stand dass ich in 517 Tagen
31000 kWh verbraucht habe. Als ich beim Stromanbieter anrief wurde mir folgendes erklärt.
Der Verbrauch basierte von 2009 bis 2013 auf maschinell errechneten Schätzungen und die
Abschlagszahlungen wurden zu niedrig angesetzt, und bei der Berechnung wurde
der Zählerstand von 2009 und 2014 berücksichtigt. Für die Nachspeicherheizung wurde ein Verbrauch von ca. 16000 kWh im Jahr errechnet, dass finden die auch sehr merkwürdig und ich soll einen Elektriker hinzuziehen ob es nicht einen Fehler gibt damit eine
Befundsprüfung durchgeführt werden kann. Nun meine Frage, in wie weit liege ich als Endverbraucher in der Pflicht auf die Höhe der Abschlagszahlungen zu achten und in wie
weit ist der Stromanbieter verpflichtet Rechtzeitig für Ablesungen zu sorgen und die Abschlagszahlungen anzupassen um Bankrotthafte Nachzahlungen vom Endverbraucher
zu verlangen. Was kann ich tun und welche Vorgehensweise ist für mich zu empfehlen?
Für Ihre Mühe danke Ich Ihnen und verbleibe mit freundlichen Grüßen.
07.05.2014 | 23:22

Antwort

von


(1162)
Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:


Der Ihnen in Rechnung gestellte Stromverbrauch ist regelmäßig von dem jeweiligen Stromanbieter zu ermitteln.
Regelmäßig ergibt sich aus dem zugrunde liegenden Vertrag, in welchen zeitlichen Abständen eine Verbrauchsermittlung (die regelmäßig durch eine Ablesung des Stromzählers geschieht) erfolgt.
Zu diesem Punkt haben Sie leider keine Ausführungen gemacht, so dass vor diesem Hintergrund keine abschließende Beurteilung abgegeben werden kann.

Aus dem Vertrag mit dem Stromanbieter ergibt sich ferner regelmäßig, wann die Ablesung vorzunehmen ist.

Hinsichtlich der Verjährung gilt insoweit § 195 BGB . Sie beträgt drei Jahre und beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger (hier: Ihr Stromanbieter) von den den Anspruch begründenden Umständen (namentlich der ermittelte Stromverbrauch) und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen musste.

Maßgeblich für die Verjährung ist die Frage, wann der Zahlungsanspruch des Stromanbieters fällig wird. Die Fälligkeit ergibt sich insoweit aus dem Stromanbietervertrag.

Sie sollten jedenfalls Widerspruch erheben und die Zahlung verweigern.
Darüber hinaus sollten Sie eine Befundprüfung bei Ihrem Stromanbieter beantragen, bei der die Zählvorrichtungen einer Prüfung unterzogen werden.

Ich empfehle Ihnen, einen Kollegen mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen, um die zu hohen Ansprüche gegenüber Ihrem Stromanbieter abzuwehren.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.


Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 08.05.2014 | 00:06


Vielen Dank für Ihre Antwort,
nachfolgend ist aufgeführt was in den Vertragsbedingungen zum Thema
Ablesung aufgeführt ist:
-----In der Regel liest Ihr Netzbetreiber als Eigentümer des Zählers Ihren Zählerstand ab oder schickt Ihnen rechtzeitig eine Ablese-Karte zu. Sie müssen zum Ablesetermin nur dann vor Ort sein, wenn der Ableser alleine nicht an den Zähler herankommt.
Wenn Sie Zugang zu Ihrem Stromzähler haben, können Sie auch selbst den Zählerstand ablesen und vorsorglich auch direkt an uns übermitteln------
Mir sind keine Ablesekarten zugegangen, sonst hätte ich auf jeden fall schon längst reagiert und nicht die Katastrophen Rechnung abgewartet. Bedeutet Ihre Antwort dass die Forderung aus dem Jahr 2009 und 2010 verjährt ist und darf der Stromanbieter den Verbrauch aus dieser Zeit jetzt alls aktuellen Verbrauch (517 Tage 31000 kWh)bezeichnen obwohl ein Jahresdurchschnittsverbaruch von 3-4 Personen Haushalt zwischen ca. 4000 und 5000 kWh liegt, sprich der genannte Verbrauch ist beim haushaltsstrom technisch mit den vorhandenen Elektrogeräten und Leuchtmitteln garnicht möglich.
Freundliche Grüße und vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.05.2014 | 09:48

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Nur funktionsfähige Messeinrichtungen und Abrechnungssysteme können zu einer Ablesung des verbrauchten Stroms führen.

In diesem Zusammenhang ist die Regelung in § 18 StromGVV bedeutsam.
Danach werden bei einer fehlerhaften Abrechnung die Ansprüche des Versorgers auf Nachzahlung auf einen Zeitraum von längstens drei Jahren beschränkt.
Hierbei handelt es sich nicht um eine Verjährungsregelung, sondern um eine sog. Ausschlussfrist.

Einwände gegen Rechnungen und Abschlagsberechnungen berechtigen nach § 17 StromGVV gegenüber dem Grundversorger zum Zahlungsaufschub oder zur Zahlungsverweigerung nur,

1.
soweit die ernsthafte Möglichkeit eines offensichtlichen Fehlers besteht oder

2.
sofern

a)
der in einer Rechnung angegebene Verbrauch ohne ersichtlichen Grund mehr als doppelt so hoch wie der vergleichbare Verbrauch im vorherigen Abrechnungszeitraum ist und

b)
der Kunde eine Nachprüfung der Messeinrichtung verlangt

und solange durch die Nachprüfung nicht die ordnungsgemäße Funktion des Messgeräts festgestellt ist.

Nach Ihrem Sachvortrag besteht die ernsthafte Möglichkeit eines offensichtlichen Fehlers. Darüber hinaus sollten Sie die Nachprüfung des Messgerätes verlangen.

Insgesamt empfehle ich Ihnen, einen Rechtsanwalt mit ins Boot zu nehmen.

Sie können gerne auf mich zukommen, damit ich Ihre Interessen gegenüber dem Stromversorger geltend machen kann.

Ich verfüge als fast 20 Jahre zugelassener Anwalt über die erforderliche Erfahrung, um Ihnen schnell und effektiv helfen zu können.


Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

ANTWORT VON

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