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Sehr hoher Kubikmeterpreis in Betriebskostenabrechnung (Miete)

19.12.2018 10:53 |
Preis: 50,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Preissteigerung Nebenkostenabrechnung

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich brauche eine rechtliche Beratung zur Betriebskostenabrechnung.
Ich habe für 2017 eine extreme Erhöhung des Kubikmeterpreises für kalt und Warmwasser auf meiner Mietnebenkostenabrechnung.
Ich wohnte in der Wohung von 08/15 bis 08/18.
2016 wurde der Kubikmeter Kaltwasser mit 4,38€ und Warmwasser mit 16,07€ berechnet. (Zentralheizung)
Kalt und Warmwasseruhren befinden sich in der Wohnung.
2017 wurde nun Kaltwasser mit 10,83€ (+147%) und Warmwasser mit 21,81€ berechnet.
Wenn ich nun die Heizkosten aus dem Warmwasser rausrechne ist die Preiserhöhung beim Warmwasser etwa +114%

Die Hausverwaltung hatte ein paar Monate vor meinem Auszug im August ein Problem mit den Stadtwerken.
Die Stadtwerke hatten einen deutlich höheren Wasserverbraucht angegeben als die Wasseruhren in den einzelnen Wohnungen in Summe ergeben würden.

Nun ist meine Vermutung, dass hier über die Wohnungen diese unerklärliche Differenz verrechnet wird.
Da mein Verbrauch in m³ ja exakt feststeht, habe ich nun die Vermutung, dass dies über den vielfach höheren Kubikmeterpreis versucht wird zu verteilen.

Ich habe unter https://www.betriebskostenabrechnung.com/blog/kaltwasser/
folgendes gefunden:
"Zeigt der Hauptzähler einen bis zu 20% höheren Verbrauch im Vergleich zu den einzelnen Zählern in den Wohnungen an, darf der Vermieter diese Differenz nach dem Verhältnis der Anzeige der Wohnungszähler verteilen.Eine höhere Differenz als 20% ist jedoch nicht umlagefähig, da dies auf vom Vermieter zu vertretende Undichtigkeiten hindeutet (Landgericht (LG) Braunschweig, Urteil vom 22.12.1998, Az.: 6 S 193/98)."

Daher gehe ich davon aus, dass diese "versteckte Umlage" nicht rechtmäßig ist.

Nun ist meine Frage, wie sollte ich hier vorgehen?
Mein Verbrauch ist exakt festgehalten über die Wasseruhren in der Wohnung, nur kann ich natürlich nicht einsehen, wie der Vermieter auf diesen hohen Preis für die Wasserkosten kommt.

Vielen Dank.
19.12.2018 | 11:47

Antwort

von


(269)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

die von Ihnen beschriebene Diskrepanz und die damit verbundene deutliche Preissteigerung stößt auch nach diesseitiger Rechtsauffassung auf erhebliche rechtliche Bedenken. Die von Ihnen geschilderten Umstände deuten auch nach meiner Einschätzung auf eine unzulässige Umlage hin. Insoweit teile ich Ihren Verdacht ausdrücklich.

Sie sollten der Nebenkostenabrechnung daher widersprechen. Beachten Sie hierbei, dass Ihrem Vermieter Ihr Widerspruch binnen einen Jahres nach Zugang der Nebenkostenabrechnung zugehen muss, vgl. § 556 Abs. 3 BGB . Nach Ablauf dieser Frist muss Ihr Vermieter Ihre Einwände gegen die Nebenkostenabrechnung i.d.R. nicht mehr berücksichtigen.

Da Sie Ihren Widerspruch nach überwiegender Rechtsprechung hinreichend konkret begründen müssen, sollten Sie unbedingt vorab Einsicht in die Belege Ihres Vermieters nehmen, die der Nebenkostenabrechnung zugrunde liegen. Zwar haben Sie keinen Anspruch auf Übersendung der Belege. Ihr Vermieter ist jedoch verpflichtet Ihnen zumindest in seinen Räumlichkeiten vollständige Belegeinsicht zu gewähren.

Sollte sich die Kostensteigerung im Rahmen der Belegeinsicht nicht erklären so dürfte die Nebenkostenabrechnung materiell-rechtlich fehlerhaft und mithin durch geeigneten Widerspruch angreifbar sein.
Ihren Widerspruch können Sie Ihrem Vermieter übrigens auch per E-Mail zukommen lassen. Ein Schriftformgebot gibt es hier nicht.

Den geforderten Nachzahlungsbetrag sollten Sie bis zur rechtsverbindlichen Klärung zunächst nur unter Vorbehalt bezahlen. Hierzu reicht es, wenn Sie als Verwendungszweck Ihrer Überweisung den Zusatz beifügen: " Zahlung ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und unter Vorbehalt der Rückforderung".

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

ANTWORT VON

(269)

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90451 Nürnberg
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