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Securenta


19.04.2007 22:52 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Hallo,
ich habe ein "SecuRente" Vertrag, abgeschlossen im Dezember 1997.
Ich könnte kündigen und eine Rückzahlung verlangen, falls der Abschluss nach dem 01.01.1998 wäre. Bei mir ist das leider nicht so. Ist es trotzdem ratsam, ausserordentlich sofort zu kündigen, sodass keine weitere Nachzahlungen meinerseits evtl. fällig werden(bei Insolvenz der Göttinger z.B)? Denn dass ich von dort
Geld bekomme, ist sehr unwahrscheinlich, egal was passiert.
Ende des Jahres könnte ich normal kündigen, nur falls mein
Auseinandersetzungsguthaben in minus ist, muss ich noch
Nachzahlungen leisten.
Was denkt der Fachmann?

Gruss: VKL
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Im Hinblick auf die Göttinger Gruppe, die bedauerlicherweise ein erhebliches Liquiditätsproblem hat, und ihr Produkt Securenta ist eine Vielzahl von Urteilen ergangen. Zwar billigt der BGH wie Sie richtig erkennen nur bei Verträgen seit dem 01.01.1998 ein außerordentliches Kündigungsrecht zu, doch kann auch bei älteren Kontrakten im Einzelfall dieser Weg beschritten werden. Außerdem besteht möglicherweise ein auf die Rückzahlung der Einlage gerichteter Schadensersatzanspruch. Dieser folgt aus der mangelhaften Beratung und Aufklärung.

Der für Sie kostengünstigste Weg dürfte der über die Deutsche Anlegerstiftung sein, die gratis Hilfestellung bietet und Ihre Unterlagen auf Erfolgsaussichten prüft – da mir diese nicht vorliegen, kann Ihr Fall von hier seriös nicht beurteilt werden; die notwendigen Informationen finden Sie unter folgendem Link:

http://www.deutscheanlegerstiftung.de/index.php?id=225&tx_ttnews[tt_news]=94&tx_ttnews[backPid]=196&cHash=c070981fbd

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.04.2007 | 09:07

Hallo und Danke für die Antwort, aber das, was Sie schreiben,
finde ich auch ohne Gebühr im Internet;die Anlegerstiftung kenne
ich auch schon, die entpuppt sich als Anwaltvermittlungsstelle.
Sorry für die harte Worte, aber ich hätte im Vorfeld mehr Info
über die Geschichte. Denn falls ich einen Anwalt beauftrage und
er ein Paar Briefe und die Kündigung schreibt, habe ich zum Schluss als Verlust meine Beteiligung + die Anwaltsgebühren, also mehr Schaden als vorher.
So frage ich nochmal:
Ist es ratsam sofort ausserordentlich zu kündigen, sodass keine weitere Nachzahlungen meinerseits evtl. fällig werden?


Gruss: VKL

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.04.2007 | 11:35

Sehr geehrter Fragsteller,

mir sind Ihre Vorkenntnisse in dieser Sache nicht bekannt gewesen, auch nicht, dass Sie sich bereits an die Anlegerstiftung gewandt und mit dieser bedauerlicherweise schlechte Erfahrungen gemacht haben (andere Mandanten haben über diese Gutes berichtet).

Eine außerordentliche Kündigung kann nur aus wichtigem Grund erfolgen. Ein solcher ergibt sich aus Ihrer Schilderung nicht. Deshalb kann ein Rat nur unter Vorbehalt erfolgen: Wenn es aber in Ihrem Fall genauso verlaufen sein sollte wie in vielen vergleichbaren, wird ggf. eine fehlerhafte Beratung durch Ihren Vertragspartner vorliegen. Aus dem Ihnen vorgelegten Anlagekonzept war dann für Sie nicht erkennbar, dass nur ein geringer Teil der Anlagesumme für die Investitionstätigkeit der Securenta genutzt wurde und der erheblich überwiegende Teil für Provisionen für die Werber und die allgemeinen Verwaltungskosten eingesetzt wurde. In diesem Fall sollten Sie außerordentlich fristlos kündigen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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