Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schwester weigert sich einen Erbschein zu beantragen

09.01.2014 21:20 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrte Anwalt,

in meiner Familie ist folgender Erbfall aufgetreten:

wir sind vier Geschwister und unsere Mutter ist jetzt als letztes Elternteil verstorben.
Laut Testament hat sie das Elternhaus einer meiner Schwestern vermacht. Sollte diese das Haus jedoch nicht haben wollen, soll es verkauft und der Erlös durch vier Teile geteilt werden. Gleiches gilt für die Gegenstände im Haus.
Das Sparbuch ist ebenfalls in vier Teile zu teilen. (Wortlaut im Testament)

Meine Schwester möchte das Haus nicht (mündliche Äußerung), weigert sich aber einen Erbschein zu beantragen und den Verkauf des Hauses in die Wege zu leiten. Stattdessen hat sie vor, diverse Rechnungen für den Umbau (Erneuerungen) am Haus vom Barvermögen unserer Mutter begleichen zu wollen, da sie der Meinung ist, dass sie das Haus im jetzigen Zustand - und auch in den nächsten drei Jahren - nicht verkaufen könnte.

Darf meine Schwester, obwohl sie das Haus nicht haben möchte, Kosten für Erneuerungen usw. vom Barvermögen unserer Mutter begleichen? Wenn sie sich weigert, einen Erbschein zu beantragen und den Verkauf in die Wege zu leiten, bedeutet dies nicht, dass sie das Haus als Erbe akzeptiert und damit auch die Kosten für selbiges selbst übernehmen muss?

Vielen herzlichen Dank im Voraus für Ihre Rückantwort.



09.01.2014 | 23:01

Antwort

von


(2286)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Fragestellerin,

sämtliches Vermögen gehört nunmehr in die Erbmasse.

Dass die Schwester das Haus erben soll, heißt nicht, dass Sie als Geschwister enterbt wären, sondern Sie sind weiterhin Erbe und Ihre Schwester zusätzlich Vermächtnisnehmerin.

Hier könnten die Erben sogar noch einen Ergänzungsanspruch geltend machen, wenn das Haus fast die gesamte Vermögensmasse ausmachen sollte.
Dazu wäre es erforderlich, das Erbe vorher auszuschlagen, sodass zumindest der volle Pflichtteil gezahlt werden müsste (Landgericht Coburg, Az: 13 O 231/01).

Falls allerdings keine Ausschlagung erfolgt, sind alle Geschwister Erben geworden und können den Erbschein beantragen.

Die eine Schwester ist aufgrund der Erbengemeinschaft daher nicht befugt, weiteres Vermögen zu verwenden, ohne Zustimmung der anderen.

Hinsichtlich des Hauses können Sie als Miterben die Schwester auffordern, zu erklären, ob Sie das Vermöchtnnis annimmt. Sollte Sie dies nicht tun, gilt das Vermächtnis als nicht angenommen, sodass es wieder allen erben zufällt und im Rahmen der Erbengemeinschaft verkauft werden kann, auch wenn ein Miterbe nicht verkaufen möchte. Hier wäre sodann auf Zustimmung zu klagen.

Fazit: Sie als Erben sollten nunmehr den Erbschein beantragen und Ihre Schwester auffordern, zu erklären, ob sie die Vermächtnisse (Haus+Gegenstände) annimmt. Passiert dies nicht, kann das gesamte Vermögen verkauft werden.

Bei Annahme der Schwester sollten Sie allerdings prüfen, ob Sie nicht ggf. besser fahren, wenn sie die Erbschaft ausschlagen und somit zumindest einen festen Pflichtteil von 12,5% der gesamten Erbmasse geltend machen.

dies ist sodann mit dem Erbe von 25% zu vergleichen, welches allerdings nicht die Vermächtnisse umfasst. Die Einrechnung passiert nur im Pflichtteilsrecht gem. 2325 BGB.


ANTWORT VON

(2286)

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70427 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ich wurde vollumfänglich und kompetent beraten. Besten Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
schnell, kurz, knapp, übersichtlich, alles drin - Dankeschön... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
jeweils 5 Sterne, da sehr ausführliche, kompetente, schnelle und verständliche Antwort. ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen