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Schwerer Betrugsfall

| 4. Juli 2018 20:00 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


21:00

Hallo, ich habe im Jahre 2017 (März) einen Strafbefehl bekommen, höhe 300 Euro bzw. 30 Tagessätze je 10 Euro.
Tatzeit war Mitte 2016 , ich war zur Tatzeit xx Jahre alt. Ich hatte leider keinen Nachweis mehr vom Versand
der Ware.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt aber seit Oktober 2016 bis heute 04.07.08 gegen mich in 20 Fällen bzw. Fallakten.
Darauf kame ich nach Nachfrage bei der Staatsanwaltschaft letztes Jahr 2017 (März) da ich ansonsten bis Heute
keine Kenntnis darüber gehabt hätte. Meine anwaltliche Vertretung hat daraufhin die Akten bekommen und gesehen
das es sich um mindestens 150-200 Fälle handelt. Selbstverständlich Gewerbsmäßiger Betrug.

Bis zum Tag des Strafbefehls habe ich mir nichts zu Schulden lassen kommen bzw. nie was mit der Polizei
zu tun gehabt. Die Fälle wurden nicht aus finanziellen Gründen begangen, es hat mehr eine beeinflussende
und psychologische Sicht. Ich habe ein ganz normales Gewerbe betrieben seit Ende 2016 wo ich auch kaum Probleme
hatte. Ware kam bei den Käufern an (die ich selber verschickte).

Meine damalige Freundin ist psychisch Krank gewesen,auch in der Psychatrie gewesen, da ich von Ihr auch
mehrmals mit einem Messer angegriffen wurde und viele andere heftige Dinge von Ihr.Ich stand trotzdem zu ihr
aus Liebe, was mir zum Verhängnis wurde.

Sie zeigte mir jedes mal sehr hohe Rechnungen von ihrem Krankenhaus Aufenthalt mehrere tausend Dollar.
Dollar, weil ich im außereuropäischen Ausland war.

Weinend und unter Anwendung von Psychischen Tricks brachte Sie mich dazu diese Dummheiten zu begehen und es jedes
mal ihr sofort auszuhändigen damit Sie die KH Aufenthalte zahlen konnte damit Sie dann nicht, laut eigener Aussage
nicht ins Gefängnis gehen musste und dort sterben würde, ich bin ein netter und lieber Mensch.
Sie nutzte meinen Charakter aus weil Sie wusste das ich sobald ich so etwas höre sofort helfen würde, was ich
definitiv nicht auf diese Art machen würde, aber Sie mich so mit ihren Problemen unter Druck setzte, das ich
diese dummen Dinge tat und das Geld dann sofort immer aushändigte.Ich ließ die Kunden von einem Drittanbieter
beliefern und nahm eine IBAN aus dem Internet damit es von dort abgebucht wird bzw. von einer anderen Person.

Ich habe dies immer unter Druck und Schuldgefühlen gemacht da ich Ihr sehr gerne helfen wollte und dachte das
jemand wegen meiner Schuld zu Tode kommen würde. Diese Gefühl machte mich einfach nur kaputt.

Ich bin jetzt xxJahre alt. Ich war zur Tatzeit xx Jahre alt, ledig und Studium bis Heute. Ich bin schon dabei gemeinnützigen Organisationen
Gelder zu spenden da ich mich wirklich sehr sehr sehr schlecht fühle über diese Konstellation.

Bewege ich mich noch im Bewährungsfähigen Bereich ? Ich muss dazu sagen, das ich seit 2016 jetzt warte bis diese Verfahren zu einem Ende kommt,
psychisch bin ich wirklich voller Angst und Unmut, da ich jeden Tag auf die Anklage warte damit ich das alles hinter mich bringen kann.

Vielen Dank, für Ihre Aufmerksamkeit.

4. Juli 2018 | 20:47

Antwort

von


(1260)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Zunächst sei darauf hingewiesen, dass Sie anwaltlich vertreten sind und dass Ihr Rechtsanwalt einen sehr viel weitreichenderen und detaillierteren Einblick in die Sach- und Faktenlage hat. Demzufolge kann Ihr Anwalt den Fall weitaus besser beurteilen als es Ihre Anfrage in diesem Forum ermöglicht. Hier haben wir nur Ihre Schilderung, die sich dahingehend zusammenfassen lässt, dass Sie aus Mitleid mit Ihrer Freundin auf deren Bitten hin Geld "beschafft" haben. Die eigentlichen Umstände der Taten werden dagegen nur sehr nebulös gestreift, was wohl auch dadurch erklärlich sein dürfte, dass bei Ihnen ein (verständlicher) Verdrängungswunsch ggf. verbunden mit einer Verharmlosungstendenz besteht.


2.

Eine Bewährungsstrafe ist möglich, wenn das Gericht eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren für angemessen hält. Hält das Gericht eine höhere Freiheitsstrafe für angemessen, scheidet eine Bewährungsstrafe aus.

Bei der Vielzahl der Straftaten muss man hier aber bedenken, dass eine längere Freiheitsstrafe zumindest nicht unwahrscheinlich ist, mit der Folge, dass eine Strafaussetzung zur Bewährung entfiele.

Aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung, die in keinster Weise die Akteneinsicht ersetzen kann, lässt sich leider nicht in seriös fundierter Weise analysieren, welche Umstände für eine Freiheitsstrafe bis höchstens zwei Jahre sprechen können. Oder deutlicher formuliert: Es käme dem Kaffeesatzlesen gleich, würde man sagen, eine Bewährungsstrafe sei möglich.

Deshalb kann ich Ihnen nur sehr eindringlich raten, gemeinsam mit Ihrem Rechtsanwalt alle Umstände der Taten auf den Prüfstand zu stellen und zu versuchen herauszuarbeiten, wo Pluspunkte für Sie gesammelt werden können.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 4. Juli 2018 | 20:52

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Grund ist die Tatmehrheit laut meinem Anwalt. Es würde schlecht aussehen . Ich wollte nur deswegen die Meinung von Ihnen hören, die ich dankbar bekommen habe.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 4. Juli 2018 | 21:00

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


Die Vielzahl der Straftaten ist selbstverständlich das wesentliche Problem. D. h., es stellt sich die Frage, ob man genügend für Sie sprechende Fakten sammeln kann, um ein entscheidendes Gegengewicht aufbauen zu können. Hier denke ich an das Verhältnis zu Ihrer Freundin (Hörigkeit), das beleuchtet werden muss. Aber das ist nur ein Baustein.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 4. Juli 2018 | 21:02

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 4. Juli 2018
5/5,0

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