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Schweizer Ivalidenrente und gesetzliche Krankenversicherung in D

14.01.2016 10:32 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


16:13

ich beziehe eine Ganze Invalidenrente (100%) aus der Schweiz, die sich wie folgt aufteilt: 385 CHF /Monat aus der AHV-IV (Invalidenrente) und 1811 CHF /Monat aus der BVG (Invalidenrente).


Bisher weiss ich, dass ich von dieser Rente 70% versteuern muss.


Bisher war ich über die Arbeitsagenturgesetzlich krankenversichert.
Mein Wohnsitz ist in D.


Meine Fragen hierzu:


Wenn ich mich in D weiterhin gesetzlich krankenversichern will, muss ich dann dort die gesamte Invalidenrente als Bemessungsgrundlage angeben? Was für ein Prozentsatz wird herangezogen für die Krankenversicherung?


Sollte ich einem Midi-job nachgehen, kann ich den Beitrag dadurch niedriger halten, da der Midi-job als Bemessungsgrundlage herangezogen wird und nicht die Rente? Laut meinem Rentenbescheid aus der Schweiz darf ich neben der Rente ca. 9000 CHF / Jahr verdienen ohne meine Rente zu gefährden. Das sind ca. 675 € / Monat.


Primär geht es mir darum die krankenversicherungsbeiträge klein zu halten. Wie ist dies am besten zu erreichen?

14.01.2016 | 11:21

Antwort

von


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44145 Dortmund
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Sehr geehrter Fragesteller,



Frage 1:
"Wenn ich mich in D weiterhin gesetzlich krankenversichern will, muss ich dann dort die gesamte Invalidenrente als Bemessungsgrundlage angeben?"


Ja, damit die Krankenkasse prüfen kann, ob es sich bei Ihrer schweizer Invalidenrente um beitragspflichtige Einnahmen nach § 226 SGB V: Beitragspflichtige Einnahmen versicherungspflichtig Beschäftigter ff SGB V handelt.



Frage 2:
"Was für ein Prozentsatz wird herangezogen für die Krankenversicherung?"


Das richtet sich nach der jeweiligen Krankenversicherung wie deren Zusatzbeiträgen.

Die Beiträge reichen derzeit von 14,6 % (Metzinger BKK) bis 16,3 % (VIACTIV Krankenkasse).



Frage 3:
"Sollte ich einem Midi-job nachgehen, kann ich den Beitrag dadurch niedriger halten, da der Midi-job als Bemessungsgrundlage herangezogen wird und nicht die Rente?"

Die wäre dann vorteilhaft, wenn die Krankenkasse Ihre Rente aus der Schweiz nicht als beitragspflichtige Einnahme nach § 226 SGB V: Beitragspflichtige Einnahmen versicherungspflichtig Beschäftigter ff SGB V einstuft, weil Sie dadurch pflichtversichert wären und somit im Gegensatz zur freiwilligen Versicherung ( § 9 SGB V: Freiwillige Versicherung ) nicht ihre gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bei der beitragsberechnung berücksichtigt wird.

Allerdings sollten Sie vor Aufnahme einer solchen Tätigkeit überprüfen, ob dies nicht schädliche Auswirkungen auf Ihre schweizer Rente haben würde.



Frage 4:
"Primär geht es mir darum die krankenversicherungsbeiträge klein zu halten. Wie ist dies am besten zu erreichen?"


Indem Sie zur günstigsten Krankenkasse am Markt wechseln.

Diese finden Sie für Ihr Bundesland unter:

https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/kein-zusatzbeitrag/



Mit freundlichen Grüßen


Raphael Fork
-Rechtsanwalt-


Rechtsanwalt Raphael Fork

Rückfrage vom Fragesteller 14.01.2016 | 13:51

..und fallen auf die Rente sozialabgaben an (Soli, Rentenversicherungsbeiträge usw.) ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.01.2016 | 16:13

Nachfrage 1:
"und fallen auf die Rente sozialabgaben an (Soli, Rentenversicherungsbeiträge usw.)"


Trotz des Wortes Solidarität handelt es sich beim Solidaritätszuschlag ("Soli") um eine Art Steuer und nicht um eine Sozialabgabe.

Rentenversicherungsbeiträge und weitere Sozialabgaben fallen so an wie Ihre derzeitige sozialversicherungsrechtliche Einstufung ist, also vermutlich gar nicht.

Dies kann sich allenfalls dann ändern, wenn Sie eine Erwerbstätigkeit aufnehmen würden und nebenbei die schweizer Rente bezögen, was aber praktisch eigentlich nicht funktionieren kann, weil beide Rentenarten miteinander jedenfalls gleichzeitig grundsätzlich unvereinbar sind.

ANTWORT VON

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