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Schwarzarbeiter wollen Festpreis verdoppeln/

| 20.05.2015 20:11 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sebastian Scharrer, LL.M., Dipl.-Jur.


Hallo,
folgender Sachverhalt (rein fiktiv)

Für einen Erdaushub wurden Bauarbeiter bzw. ein Bauunternehmen gesucht.
Nach langer erfolgloser Suche wurde über Ebay Kleinanzeigen jemand gefunden.

Herr A (Bauunternehmer mit Gewerbe) kam nach einem Telefonat noch am selben Abend zur Baubesichtigung.

Folgende Arbeiten sollten durchgeführt werden:
- Fläche wie besichtigt 40 cm ausbaggern und Aushub entsorgen
- 6 Baumwurzeln entfernen und entsorgen
- Zaun und Waschbetonplatten entsorgen
- die Baugrube mit Mineralgemisch füllen und verdichten

Nach Begutachtung durch Bauunternehmer A wurde ein Preis von 3500€ bis max. 4000€
vereinbart und per Handschlag besiegelt (Nur Herr A und Herr B anwesend keine Zeugen).

Erst nach dem Handschlag wurde von Herr A beiläufig erwähnt das dieser Preis nur ohne Rechnung gilt. Herr B sagte Aufgrund der vorherig langen, erfolglosen Suche nichts darauf und war froh jemanden gefunden zu haben.

Nach dem ersten Bautag ( Herr A und 2 Arbeiter auf der Baustelle) fragte Herr A am späteren Abend telefonisch nach einem Vorschuss in Höhe von 2000 €.
Diesen sollte Herr B der Tochter von Herr A übergeben da sie in der Nähe sei.
Das Geld wurde gezahlt ohne eine Quitung zu bekommen.

Die nächsten beiden Tage ruhte die Baustelle wegen Wochenende.
Am Montag morgen wurde Herr B vom Bauleiter Herr A informiert das die Kosten sich verdoppelt hätten. Und das der Auftraggeber Herr B jetzt 7000€ zu zahlen hat.
(Preis ist nicht gerechtfertigt laut Fachleuten)

Herr B hat darauf geantwortet das er soviel Geld nicht hätte und das nicht bezahlen kann.
Herr A deutete nach dieser Aussage darauf hin, das er dann die Baustelle nicht weiter bearbeiten könne.
Herr B sah nur die halbfertige Baustelle mit der ausgehobenen Baugrube und war mit der Situation überfordert. Und sagte weder zu noch ab.Herr B sagte nur das er dann mit seiner Bank reden müsse und fuhr zur Arbeit.

Währenddessen wurde weiter auf der Baustelle gearbeitet,Bauunternehmer A ging wohl von einer Zusage aus!

Auf der Arbeit bekam der Bauherr (Herr B) von Herr A eine SMS das er Materialen bestellt hätte und weitere 4000€ bräuchte (reale Kosten durch Nachforschung von Herr B keine 1500€).

In diesem Moment wurde Herr B klar das hier etwas nicht in Ordnung ist und fuhr nach Hause und stoppte die arbeiten auf der Baustelle.

Stand der Bauarbeiten bei Baustopp:
- 70-80 % der Fläche ausgehoben
- 4 der 6 Bäume entfernt
- Zaun und Waschbetonplatten entsorgt
- 30% Mineralgemisch angeliefert aber nicht verteilt/verdichtet.

Seit dem ruft der Bauunternehmer A nur noch an und kommt persönlich nicht mehr vorbei.
Herr B wollte die Sache mehrere male klären und war bereit noch einmal 700€ zu zahlen.
um die geleistete Arbeit zu begleichen.
Herr A fordert allerdings mindestens 4.500€ und droht mit Gutachtern und Anwälten.

Was soll Herr B tun?
Womit muss Herr B rechnen?
Soll sich Herr B selbst anzeigen wegen Schwarzarbeit?


Danke

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sämtliche Verträge sind hier wegen der Verabredung der Schwarzarbeit nichtig. Daher sind Sie nicht zur Zahlung verpflichtet. Auch ein Anspruch aus Bereicherung ist gemäß § 817 BGB ausgeschlossen. Daher sollten Sie weitere Zahlungen nicht leisten.

Eine Selbstanzeige sollten Sie zunächst hier unterlassen, da eine Straffreiheit nur dann gewährt wird, wenn sämtliche notwendige Informationen der Steuerbehörde mit der Anzeige angegeben wird. Eine nachträgliche Information führt in der Regel zu einer Strafe.
Vor einer Selbstanzeige sollten Sie daher einen Verteidiger in Steuerrecht aufsuchen und die Sache genausten prüfen lassen. Eine Selbstanzeige ohne Hilfe eines Experten geht in der Regel schief.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 20.05.2015 | 20:48

Guten Abend und danke für die schnelle Antwort. Nun kann ich hoffentlich wieder besser schlafen.

Eine kurze Nachfrage hätte ich allerdings noch.
Ich hoffe sie fällt in die "Nachfragen" Rubrik.
Kann mir der Bauunternehmer nachträglich eine "offiziele" Rechnung schicken und behaupten das es nie Schwarzarbeit war?
Sprich versuchen daraus ein offizielen Auftrag zu machen?

Danke und einen schönen Abend noch.
Sollte diese Frage nicht in die Rubrik "nachfragen" fallen möchte ich mich schon einmal entschuldigen.

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.05.2015 | 20:53

Versuchen kann er das. Vor Gericht muss der Gegner alles beweisen. Dies wird ihm wahrscheinl. nicht gelingen.

Bewertung des Fragestellers 20.05.2015 | 20:56

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