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Schwarzarbeit ohne Abrede! Handwerkerpfusch

| 26.07.2015 07:44 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Zusammenfassung: Ohne-Rechnungs-Abrede beim Werkvertrag ist Mitwirkung bei Schwarzarbeit und führt regelmäßig zum Wegfall von Gewährleistungsansprüchen des bestellers.

Ich bin Rentnerin und habe im Mai 2014 einer Gartenbaufirma, die mir von Bekannten empfohlen wurde, einen mündlichen Auftrag für Pflasterarbeiten vor dem Haus und Nebengebäude gegeben. Vereinbart wurde ein Festpreis von 6.300,- Euro, was ich mir erspart habe. Auf meine Frage ob der Festpreis inkl. ALLEM sei, wurde das bejaht. Natürlich bin ich dann davon ausgegangen, dass es reguläre Arbeit und keine Schwarzarbeit ist; da hätte ich es auch privat machen lassen können. Er wollte allerdings Barzahlung bei Auftragserledigung. Vielleicht hätte mich das schon stutzig machen sollen!

Als die Pflasterarbeiten beendet waren, habe ich ihm dummerweise das Geld gegeben und erst danach nach der Rechnung verlangt. Seine Antwort: Wenn ich eine Rechnung wolle, müsste ich noch die Mehrwertsteuer extra zahlen. Auch eine Quittung wollte er mir nicht geben.
Da ich mit seiner Arbeit aber alles andere als zufrieden war, wollte ich nicht mehr zahlen.

Im August 2014 habe ich schon eine kleine Nachbesserung verlangt, die aber noch schlimmer ausgefallen ist, als es vorher war.

Jetzt habe ich den Salat! Inzwischen hat sich herausgestellt, dass überhaupt ziemlich viel Pfusch gemacht wurde. Im Grunde müsste alles wieder neu gemacht werden, da kaum bis gar kein Gefälle von den Gebäuden weg vorhanden ist. Am Nebengebäude geht das Gefälle sogar hin. (Randsteine wurden außen viel zu hoch gesetzt).
Bei starken Regenfällen sammelt sich das Wasser an den Gebäuden und läuft nicht ab, so dass der Keller an dieser Seite feucht wird, da außerdem kein Nässeschutz an der Außenwand angebracht wurde, obwohl eine neue Treppenstufe und ein neuer Lichtschacht eingebaut wurde.

Inzwischen haben sich außerdem viele Steine verschoben, gehoben und/oder gesenkt. Alles sieht sehr unsauber und wie von einem Laien gemacht aus.
Nach mehrmaligen Anrufen hat er mir telefonisch zugesagt, Nachbesserungen zu besprechen.
Natürlich ist er nicht gekommen und hat sich auch auf mein anschließendes Schreiben, in dem ich alle Mängel aufgeführt habe, nicht gemeldet.

Meine Frage:
Kann ich dagegen rechtlich etwas tun, zumal ich ja KEINE Schwarzarbeitabrede mit der Firma getroffen habe oder muss ich tatsächlich nun die Nachbesserungen, die mich sicher mindestens 4.000,-- Euro kosten wird, selbst bezahlen, weil ich weder eine Rechnung noch eine Quittung habe?

Guten Morgen,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:

Es mag zwar sein, dass Sie vor Ausführung der Arbeiten keine Schwarzarbeitsabrede mit der Firma getroffen hatten und von einer regulären, gesetzestreuen Ausführung ausgingen.

Spätestens dann, als Ihnen gesagt wurde, im Falle der Ausstellung einer Rechnung müsste die Mehrwertsteuer hinzugerechnet und von Ihnen bezahlt werden, war Ihnen jedoch klar, dass die Gegenseite schwarz abrechnen wollte.

Sie haben dieser Verfahrensweise dann zugestimmt:

"Da ich mit seiner Arbeit aber alles andere als zufrieden war, wollte ich nicht mehr zahlen."

Es liegt damit letztlich doch eine Ohne-Rechnung-Abrede vor, die nach der Neufassung des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes ebenfalls unzulässig ist und Mitwirkung an Schwarzarbeit darstellt.

Der BGH hat dies in seiner Entscheidung vom 01.08.2013, Az.: VII ZR 6/13 klargestellt und zugleich entschieden, dass mangels wirksamen Werkvertrages auch keine Gewährleistungsansprüche zugunsten des Besteller bestehen.

Sie werden daher die Schäden auf eigene Kosten beseitigen lassen müssen.


Mit freundlichen Grüßen




Nachfrage vom Fragesteller 26.07.2015 | 08:15

Ich hatte ihm ja leider das Geld schon auf den Tisch gelegt in Erwartung einer Rechnung.
Was hätte ich dann noch tun können?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.07.2015 | 08:20

Auf Ausstellung einer Rechnung bestehen.

Das haben Sie, zumindest nach Ihrer obigen Darstellung aber nicht weiter verfolgt, weil Sie die MWSt hätten nachzahlen sollen.

Sie können allerdings auch jetzt noch die Ausstellung einer Rechnung verlangen.

Mit freundlichen Grüßen


Bewertung des Fragestellers 26.07.2015 | 08:46

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"1. Diese allgemeine Antwort für angebliche Schwarzarbeitabrede habe ich schon kostenlos auf anderen Internetseiten gelesen.
2. Eine Rechnung bekomme ich ja nur, wenn ich mehr zahle; wozu ich bei diesem Pfusch nicht bereit bin; egal ob es sich im nachhinein um die Mehrwertsteuer handelt oder nicht!
"
Stellungnahme vom Anwalt:
Mal wieder ein Fall, in dem die Bewertung vom nicht erwarteten Ergebnis der Beratung abhängig gemacht worden ist.

Wenn Sie dasselbe Ergebnis schon häufiger im Internet gelesen haben, sollten Sie mal in Erwägung ziehen, dass die erteilte Beratung richtig ist, auch wenn es nicht Ihr Wunschergebnis ist.



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