Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schwarzarbeit?


| 05.12.2005 19:06 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Ehefrau hat sich vor 5 Jahren mit einem kleinen Büroservice (1-Frau-Unternehmen) selbstständig gemacht.
Da sich die Auftragslage die letzte Zeit eher verschlechtert hat, arbeitet sie in verschiedenen Unternehmen teilweise als Versandhilfe mit.
Diese Arbeitszeiten werden auf Stundenbasis abgerechnet, d. h. meine Frau erstellt nach jedem Auftrag eine ordentliche Rechnung (mit ausgew. MwSt. usw.) und versteuert diese Einnahmen ordentlich beim Finanzamt.

Für einen ihrer nächsten Aufträge wurde sie nun von Ihrem Kunden gefragt, ob sie denn noch eine zusätzliche Arbeitskraft für diesen Auftrag mitbringen könnte.

Nun meine Frage: Handelt es sich um Schwarzarbeit, wenn ich als Ehemann bei diesem Auftrag unentgeltlich für meine Ehefrau bei diesem Unternehmen mitarbeite (hierbei handelt es sich um ca. 50 Std.), meine Frau würde dann meine und ihre Arbeitszeiten, (also zusammen 100 Std.) an ihren Auftraggeber verrechnen und natürlich diese Einnahmen wie gehabt beim Finanzamt versteuern?.
Kann ich oder meine Frau in diesem Falle vom Zoll wegen Schwarzarbeit (diese Arbeiten würden während meines Urlaubes durchgeführt) belangt werden?

Mit freundlichen Grüßen
G.P

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,


gerne will ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworten:

Bei der von Ihnen beschriebenen Konstellation handelt es sich nicht um Schwarzarbeit. Immer vorausgesetzt, dass Sie von Ihrer Frau kein Gehalt für diese Tätigkeit und auch keine einmalige Vergütung erhalten. Nicht zu beanstanden ist es aber, wie es bei Ihnen dann auch der Fall sein wird, dass Sie indirekt von der Arbeit profitieren, indem Ihrer Frau und damit der ehelichen Lebensgemeinschaft mehr Geld zur Verfügung steht. Bei einer Mitarbeit in der Familie ist eine solche Tätigkeit unbedenklich.

Auch die Rechnungslegung Ihrer Frau, die dann die Arbeitszeit von Ihnen beiden berechnet, ist völlig in Ordnung. Wie sie nämlich ihre eingesetzten Mitarbeiter im Innenverhältnis, also in der Beziehung zwischen ihr und Ihnen, entlohnt, ist unerheblich.

Dies alles gilt jedoch, wie gesagt, nur unter der Voraussetzung, dass Sie keine direkte Entlohnung für Ihre Tätigkeit erhalten. Aber das ist ja auch nach dem von Ihnen geschilderten Umständen nicht der Fall.

Nachprüfen sollten Sie aber, ob Sie bei Ihrer regulären Arbeit nicht einem Verbot der Nebenbeschäftigung, gerade im Urlaub, unterliegen. Dies ergibt sich aus Ihrem Arbeitsvertrag.

Schwarzarbeit liegt aber nicht vor.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens O. Gräber
Rechtsanwalt


www.rechtsanwalt-graeber.de
info@rechtsanwalt-graeber.de
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Herzlichen dank für die schnelle Beantwortung.
Sie haben mir damit sehr geholfen.
Mit freundlichen Grüßen
G.P "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER