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Schwangerschaft vor Arbeitsantritt


07.11.2007 15:17 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin zurzeit arbeitslos und bewerbe mich auf ausgeschriebene Stellenanzeigen. Jetzt habe ich erfahren, dass ich schwanger bin. Ich weiss, dass ich dies beim Bewerbungsgespräch nicht erwähnen muss. Meine Frage: wann muss ich dies dem zukünftigen Arbeitgeber bekanntgeben? Bereits vor Unterzeichnung des Arbeitsvertrages? Dann werde ich wohl die Stelle nicht bekommen. Oder reicht es danach, wenn man dann bereits angefangen hat zu arbeiten?
Besten Dank und freundliche Grüße.

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Richtigerweise müssen Sie die Schwangerschaft im Bewerbungsgespräch nicht erwähnen. Es handelt sich hier um eine unberechtigten Arbeitgeberfragen, die der Bewerber auch falsch beantworten darf.

Demnach müssen Sie dem Arbeitgebenr Ihre Schwangerschaft nicht vor Vertragsschluss bekannt geben.

Auch als Arbeitnehmerin sind Sie nach Vertragsschluss grunsätzlich nicht zur Mitteilung Ihrer Schwangerschaft gegenüber dem Arbeitgeber verpflichtet. Gemäß § 5 MuSchG sollen ( nicht "müssen") werdende Mütter Ihrem Arbeitgeber jedoch Ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald Ihr Zustand bekannt ist.

Allerdings kann sich aus der arbeitsvertraglichen Treuepflicht eine Pflicht zur Mitteilung der Schwangerschaft ergeben, wenn erhebliche berechtigte Interessen des Arbeitgebers betroffen sind, beispielsweise wenn Sie als Arbeitnehmerin eine Schlüsselposition besetzten oder eine zeitintensive Einarbeitung einer Vertretung erforderlich ist.

Zusammenfassend genügt es jedenfalls, wenn Sie dem Arbeitgeber Ihre Schwangerschaft nach Vertragsschluss mitteilen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen


Günthner
Rechtsanwalt





§ 5 Mutterschutzgesetz

Mitteilungspflicht, ärztliches Zeugnis (1) Werdende Mütter sollen dem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald ihnen ihr Zustand bekannt ist. Auf Verlangen des Arbeitgebers sollen sie das Zeugnis eines Arztes oder einer Hebamme vorlegen. Der Arbeitgeber hat die Aufsichtsbehörde unverzüglich von der Mitteilung der werdenden Mutter zu benachrichtigen. Er darf die Mitteilung der werdenden Mutter Dritten nicht unbefugt bekannt geben.

(2) Für die Berechnung der in § 3 Abs. 2 bezeichneten Zeiträume vor der Entbindung ist das Zeugnis eines Arztes oder einer Hebamme maßgebend; das Zeugnis soll den mutmaßlichen Tag der Entbindung angeben. Irrt sich der Arzt oder die Hebamme über den Zeitpunkt der Entbindung, so verkürzt oder verlängert sich diese Frist entsprechend.

(3) Die Kosten für die Zeugnisse nach den Absätzen 1 und 2 trägt der Arbeitgeber.


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