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Schwangerschaft in Probezeit, welche Kündigungsfrist nun nach Abbruch?


02.02.2018 11:31 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich arbeite derzeit im 5. Monat meiner Probezeit, die bis Ende März geht.
Nun liegt eine Schwangerschaft vor, die, soweit ich weiß, bei Bekanntgabe dazu führt, dass ich den Kündigungsschutz über das Mutterschutzgesetz erhalte.
Was passiert nun, falls ich mich dann im Verlauf doch noch für einen Abbruch entscheide - innerhalb der ursprünglichen Probezeit. Habe ich dann, nach Beendigung der Schwangerschaft, wieder die 2 Wochen Kündigungsfrist bis Ende März oder ist diese dann auf 3 Monate regulär verlängert, weil die Probezeit durch die einmal angekündigte Schwangerschft sozusagen "weggefallen" ist?

Vielen dank für Ihere Mühe!

Mit freundlichen Grüßen


02.02.2018 | 12:15

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

lassen Sie mich Ihre Frage wie folgt beantworten.

Während der Schwangerschaft darf Sie der Arbeitgeber nicht kündigen (§ 17 Abs. 1 Nr. 1 MuSchG), wenn ihm die Schwangerschaft bekannt ist. Das gilt auch wärend einer Probezeit. Sie selbst dürf(t)en das Arbeitsverhältnis auch während einer Schwangerschaft kündigen.

Mit einem Schwangerschaftsabbruch endet die Schwangerschaft, sodass auch der Kündigungsschutz wegfällt.

> Bei einer Kündigung bis zum Ablauf der Probezeit Ende März gilt die zweiwöchige Kündigungsfrist.
Bei einer Kündigung ab dem 01.04. gilt die gesetzliche (§ 622 Abs. 1 BGB: vier Wochen zum 15. bzw. Monatsende) bzw. die (tarif-)vertragliche Kündigungsfrist (bei Ihnen wohl drei Monate).
Welche (vertragliche) Kündigungsfrist gilt, sollte durch Einsicht in den Arbeitsvertrag geprüft werden.

Nutzen Sie bitte bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


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