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Schwangerschaft bei Wiedereinstellung problematisch?

27.01.2015 22:11 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Es geht um den Sonderkündigungsschutz für Schwangere, wenn man beim Zugang der Kündigung schwanger ist, aber erst später von der Schwangerschaft erfährt.

Habe heute von meinem Arzt erfahren,daß ich in der 8.Woche schwanger bin.Nur der hacken ist dass ich ab den 15.Dezember arbeitslos gemeldet bin, da in unserer Baufirma fast jedes Jahr wegen Witterungsverhältnisse 1-3Monate viele gekündigt, aber auch wieder eingestellt werden,so wie ich auch!
War also schon vor der Kündigung unwissend schwanger! Jetzt habe ich Angst nicht mehr eingestellt werde, bzw abgewiesen werde wenn ich es sage bei wiedereinstellung!Was soll ich tun?
Und vor allem habe ich den Mutterschutz,oder kann mich meine Chefin rausschmeissen?

Einsatz editiert am 27.01.2015 22:58:55

27.01.2015 | 23:44

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

Zunächst: Meinen herzlichen Glückwunsch zu dem schönen Ereignis.

Rechtlich ist es so, dass Sie mit Ihrer Schwangerschaft dem Sonderkündigungsschutz nach § 9 MuSchG unterstehen. Die Größe des Betriebs ist für den Sonderkündigungsschutz unerheblich, ebenso die Dauer der Betriebszugehörigkeit.

Dieser Schutz beginnt mit dem 1. Tag der Schwangerschaft und endet mit Ablauf von vier Monaten nach der Geburt des Kindes.

Aber: Eine bereits ausgesprochene Kündigung ist nur dann unzulässig, wenn der Arbeitgeber von der Schwangerschaft wusste. Der Arbeitgeber (AG) muss grundsätzlich zum Zeitpunkt der Kündigung die entsprechende Kenntnis besitzen oder er muss innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Kündigung über die Schwangerschaft informiert werden.

Erfolgt diese Information fristgerecht, also innerhalb von 2 Wochen ab Zugang der Kündigung, wird die Kündigung unwirksam.

Sonst tritt der besondere Kündigungsschutz nicht ein!

Eine Ausnahme besteht dann, wenn die AN erst nach Ablauf der Frist vom Bestehen der Schwangerschaft erfährt.

Dann müssen Sie Ihren Arbeitgeber UNVERZÜGLICH (=ohne schuldhaftes Zögern) über die Schwangerschaft informieren.

Und zwar beweiskräftig (z.B. schriftlich unter Zeugen) und unter Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung, dass die Schwangerschaft unbedingt bereits zum Zeitpunkt der Kündigung vorgelegen hat.


Zurück also zu Ihrer Ausgangsfrage:

„Jetzt habe ich Angst nicht mehr eingestellt werde, bzw abgewiesen werde wenn ich es sage bei Wiedereinstellung! Was soll ich tun?"

Antwort:

Es „nicht zu sagen" ist völlig falsch: Sie müssen es sagen, also förmlich Ihre Schwangerschaft melden, und zwar unverzüglich und so, wie ich es oben dargestellt habe.

Wenden Sie sich – sofern vorhanden – an den Betriebsrat und lassen sich ggf. bei der Meldung helfen, bzw. kann Sie auch Ihr Arzt beraten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen,
Ihr
W. Burgmer
- Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

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