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Schwanger nicht vom Ehemann

14.07.2017 08:43 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Hallo Zusammen,

Mein Mann und ich planen gerade unsere Trennung, da ich meine große Liebe wiedergefunden habe. Die Trennung wird sich aber leider noch etwas verzögern, da er in unserer Nähe keine passende Wohnung findet. Mittlerweile bin ich aber schwanger und das definitiv von der großen Liebe. Gibt es irgendeine Möglichkeit, dass er als gesetzl. Vater eingetragen wird, ohne dass bereits eine Scheidung beantragte worden ist?

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:


Das Gesetz bestimmt in § 1592 BGB die Vaterschaft.

Danach ist Vater eines Kindes der Mann,

1. der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist,
2. der die Vaterschaft anerkannt hat oder
3. dessen Vaterschaft nach § 1600 d oder § 182 Absatz 1 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit gerichtlich festgestellt ist.

Nach § 1594 Absatz 3 BGB ist die Anerkennung schon vor der Geburt des Kindes zulässig.

Nach einem Beschluss des OLG Frankfurt/M.vom 01.02.2001 .- 20 W 456/94 gilt Folgendes:

"1. Unter den Begriff "Eltern" im Sinne des § 21 I Nr. 1 PStG fällt auch der nichteheliche Vater, der die Vaterschaft bereits vor Beurkundung der Geburt des Kindes anerkannt hatte.

2. Auch schon vor Inkrafttreten des Gesetzes zur Reform des Kindschaftsrechts (KindRG) v. 16. 12. 1997 (BGBl I 2942) war gemäß § 21 I Nr. 1 PStG der nichteheliche Vater in den Geburtseintrag selbst aufzunehmen, wenn seine Person zum Zeitpunkt der Beurkundung der Geburt bereits feststand. Eine Eintragung im Wege eines Randvermerkes wäre systemwidrig und würde gegen § 8 I PStV verstoßen."

Nach diesseitiger Auffassung ist die Eintragung des nicht verheirateten Kindesvater nach § 21 PStG fraglich, weil nach der gesetzlichen Regelung nur die Eintragung der "Eltern" zugelassen ist.
Die statusrechtlichen Wirkungen des nichtehelichen Kindesvaters treten aber erst mit der Anerkennung/oder Feststellung ein.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte. Fragen Sie gerne nach, wenn etwas unklar geblieben ist, damit Sie hier zufrieden aus der Beratung gehen.
Anderenfalls freue ich mich über eine positive Bewertung.


Mit freundlichen Grüßen
Karlheinz Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

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