Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schutz vor Zwangsversteigerung durch Eintragung von Grundschulden und Nutzungsrechten


09.07.2007 15:38 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Aufgrund einer möglichen unverschuldeten Insolvenz aus meiner beruflich selbständigen Tätigkeit könnte ein Gläubiger ggf. Zugriff auf mein Privatvermögen nehmen wollen und insbesondere eine Zwangsversteigerung meines selbst genutzten und zum Teil vermieteten Mehrfamilienhauses betreiben.

Um meine langjährigen Gläubiger aus meinem familiären und privaten Umfeld (Eltern und Freunde) bei einer möglichen Zwangsversteigerung nicht leer ausgehen zu lassen, möchte ich deren finanzielle Forderungen durch grundbuchliche Eintragung von Grundschulden und Eintragung von unentgeldlichen Wohnrechten sichern.

Für die finanzierende Bank gibt es bereits eine Eintragung in Abt.III des Grudbuches etwa in Höhe des vollen Wertes der Liegenschaft. Der tatsächliche Anspruch aus einem laufenden Kreditvertrag mit der Bank entspricht derzeit etwa dem halben Grundstückswert, so dass es für weitere Gläubiger möglicherweise uninteressant sein könnte, die Zwangsversteigerung zu betreiben angesichts von weiteren eingetragenen Grundschiulden und Dienstbarkeiten in der Rangfolge nach dem Bankkredit.

Ist eine solche Vorgehensweise "zwangsversteigerungssicher" oder würden im Falle einer Insolvenz aus meiner selbstandigen Tätigkeit bei einer Zwangsversteigerung meines Grundstücks die Forderungen eines anderen Gläubigers, der die Insolvenz betreibt, möglicherweise vorrangig behandelt werden ?
Sehr geehrter Fragesteller,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Frage wie folgt:
Ihr avisiertes Vorgehen ist grundsätzlich möglich. Die Handlungen dürfen aber nicht gläubigerbenachteiligend sein, da diese sonst anfechtbar sind. Dies kann vorliegend der Fall sein, wenn die Einräumung des Wohnrechtes eine unentgeltliche Leistung Ihrerseits darstellt und die Forderung des Gläubigers nicht dem Wert entspricht, die die Eintragung des Wohnrechtes hat.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com


Mit besten Grüßen

RA Hermes
Fachanwalt für Steuerrecht

www.kanzlei-hermes.com

Nachfrage vom Fragesteller 09.07.2007 | 17:43

Ist die von mir vorgesehene Handlung (Eintragung von Grundschulden und Nutzungsrechten für Privatverbindlichkeiten) nicht auch "gläubigerbenachteiligend", nämlich für den möglichen Gläubiger, dessen Forderungen derzeit noch nicht auf dem Tisch liegen aber bereits drohend am Horizont erscheinen und welche alternativen Möglichkeiten (im Zusammenhang mit dem Grundstück oder auch so) gibt es, die Forderungen "meiner" Gläubiger im möglichen Falle meiner Privatinsolvenz zu sichern und vorrangig zu befriedigen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.07.2007 | 08:43

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.
Dies sehen Sie richtig. Eine Gläubigerbenachteiligung liegt in diesem Fall vor, auch wenn die Person, auf die Nutzungsrechte übertragen werden sollen, noch gar kein "Gläubiger" ist.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER