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Schutz vor Bankzugriff auf Immobilie

| 28.02.2011 08:45 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Mein Mann ist selbständig als Einzelunternehmer, hat sich bei der Bank hoch verschuldet, wobei ich als Ehefrau mit meiner Immobilie hafte, da ich vor 20 jahren die Kredite mit unterschrieben habe. In absehbarer Zeit werde ich das Haus meiner Eltern erben. Wie schütze ich mich gegen den Zugriff der Bank, sollte mein Mann Zahlungsunfähig werden.

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Sie neben Ihrem Mann Kreditnehmer sind, haften Sie im Zweifel mit Ihrem gesamten Vermögen für den Kredit. Dazu zählt auch Ihr später erworbenes oder ererbtes Vermögen.

Möglicherweise ist Ihre Mithaftung für den Kredit Ihres Mannes jedoch unwirksam. Dies ist dann der Fall, wenn die Mitunterzeichnung gegen die guten Sitten verstößt. Dies ist regelmäßig dann gegeben, wenn der Kredit ausschließlich oder zum größten Teil für Ihren Mann bestimmt war und Sie aufgrund Ihres Einkommens zum Zeitpunkt des Abschlusses des Kreditvertrages mit der Rückzahlung des Kredits überfordert gewesen wären; u.a. BGH XI ZR 214/01 Urteil vom 11.02.2003.

Ob dies bei Ihnen gegeben ist, hängt vom Wortlaut des Vertrages, Ihren persönlichen Umständen zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses (Einkommen, unterhaltspflichtige Kinder etc.) ab und kann ohne Kenntnis aller Umstände nicht von hier beurteilt werden.

Sollte die Vereinbarung wirksam sein, sollten Sie frühzeitig mit der Bank in Kontakt treten um die monatlichen Raten zu zahlen, zu stunden oder zu verringern um damit die Kündigung des Kreditvertrages zu vermeiden mit der Folge, dass die Kreditsumme ansonsten sofort fällig würde. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die beliehene Immobilie vom Kreditnehmer verwertet wird.

Wenn die Zahlungsunfähigkeit Ihres Mannes bereits abzusehen ist, sollten Sie sich daher an einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl wenden, der die Verträge auf Wirksamkeit überprüft und gegebenenfalls die notwendigen Schritte einleiten wird und, wenn notwendig, für Sie mit dem Kreditgeber verhandelt.

Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird. Auch eine größere örtliche Entfernung steht einer Mandatsübernahme nicht im Wege, da die Kommunikation auch gut über Telefon, EMail, Post und Fax erfolgen kann.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.

Nachfrage vom Fragesteller 28.02.2011 | 10:03

Der Kredit wurde zuerst für den Bau des damals gemeinsamen Hauses erteilt, dann das Haus alleinig auf mich die Ehehfrau überschrieben und eine Umschuldung/Geschäft vorgenommen um eben einen Schutz zu haben. Hier wurde meiner Meinung nach irreführend gearbeitet, da ich der Meinng war mein Eigentum dadurch zu schützen, wenn mein Mann mit der Firma pleite geht.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.02.2011 | 10:28

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie haben, wie bereits oben beschrieben, die Möglichkeit sich auf die Unwirksamkeit der Vereinbarungen zu berufen, wenn Sie, wie bereits ausgeführt, mit der Rückzahlung des Kredits überfordert gewesen wären.

Den durch die Umschuldung vermutlich neu abgeschlossenen Kreditvertrag könnten Sie möglicherweise anfechten. Dies allerdings nicht weil Sie der Meinung waren, durch den Vertrag Ihr Eigentum zu schützen, sondern weil Sie möglicherweise über die Folgen des Vertrages getäuscht worden sind, da, wie Sie schildern, irreführend gearbeitet worden sei.

Dies bedarf jedoch einer eingehenden Prüfung unter Vorlage aller Unterlagen durch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 28.02.2011 | 10:49

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