Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schulzeugnis Versetzung in Leistungskurs


| 15.06.2007 10:49 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht



Meine Tochter besucht die 9. Klasse der Gesamtschule. Im Vorjahr wechselte Sie von der Realschule auf die Gesamtschule um einfacher die Möglichkeit zu haben das Abitur anzuhängen. Sie hatte keine überragenden Schulnoten (Hauptfächer 4, Deutsch 5)aber Ausgleichsfächer. Bei dem Wechsel wurde unsere Tochter in allen Fächern auf Grundkurse gesetzt, somit auf HAuptschulniveau. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase konnte bereits zum Halbjahr eine deutliche Zensurenverbesserung verzeichnet werden, was zum Wechsel in einen E-Kurs führte. Da auch im 2.Halbjahr die Zensuren sich verbesserte, hielten wir Rücksprache mit einem weiteren Fachlehrer eines HAuptfaches, der uns zusagte, dass wenn die nächste Arbeit mit befriedigend geschrieben würde die Versetzung in den E-Kurs erfolgen würde.

Die ARbeit wurde geschrieben, jedoch erfuhren wir nun, dass unserer Tochter der Zugang zu dem E-Kurs verwehrt wurde. Dieser ist jedoch besonders wichtig für den sog. Realschulabschluss, und zusätlich auch für die BEwerbungen um eine LEhrstelle, die ja - falls die Qualifikation zum Abitur nicht ausreichen sollte - mit dem aktuellen VErsetzungszeugnis erfolgen muss.

Wir nahmen Rücksprache mit dem Klassenlehrer, der versprach sich zu kümmern - sich jedoch mehrere Wochen nicht kümmerte. NAch unserer massiven Rückfrage wurden wir zum GEspräch mit dem Oberstufenleiter geladen. Dieser vertröstete uns jedoch nur, ging auf unsere Einwände, dass nachweislich die besprochenen KRiterien der Fachlehrerin eingehalten worden wären nicht ein. Unserem Wunsch diese Fachlehrerin zum GEspräch hinzuzuziehen wurde nicht entsprochen.

Ergebniss war, dass der Stufenleiter angab, dass die Zeugnisskonferenz ein Verwaltungsakt gewesen wäre und nun stattgefunden hätte. Weiter sollten wir im nächsten Schuljahr wieder nachfragen....

Meine Frage ist nun ob ich mich nun dagegen wehren kann,und wie ich dies genau machen mus und welche Fristen ich einhalten sollte, da ich nicht einsehen will, dass zunächst eine Zusage besteht, unter bestimmten Bedingungen diesen "E-Kurs" zu bekommen. Diese Punkte erfüllt werden und die VErsetzung nicht erfolgt. Der Stufenleiter sagte noch, dass eben bei einer Konferenz gefragt würde ob ein Fachlehrer die Chance für den jeweiligen Schüler sehen würde in den E-Kurs zu wechseln - wenn sich dann eben kein Lehrer melden würde, wäre das eben nicht so.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für Ihre Frage.

Aufgrund Ihrer Schilderung beantworte ich die Frage in einer ersten rechtlichen Würdigung wie folgt.

1. Da es um eine möglichst schnelle Zulassung Ihrer Tochter in den E-Kurs zu erreichen, müssen Sie zum eine einstweilige Anordnung beim Verwaltungsgericht einlegen. Hier beantragen Sie, unter Aufhebung der Entscheidung der Zeugniskonferenz, Ihrer Tochter bis zur Entscheidung in der Hauptsache, die Teilnahme an dem Erweiterungskurz zu gestatten.
Die Hauptsache leiten Sie ein, wenn Sie gegen die Entscheidung der Zeugniskonferenz Widerspruch einlegen. Ich gehe davon aus, dass Sie von der Zeugniskonferenz keine schriftliche Rechtsmittelbelehrung erhalten haben. Dann beträgt die Widerspruchsfrist 1 Jahr.

2. Nun möchte ich noch etwas zu den Erfolgsaussichten einer Klage sagen.

Einen Anspruch auf die Teilnahme an den Erweiterungskursen konnte ich nicht finden. Die Möglichkeit zur Teilnahme an den Erweiterungskursen ergibt sich aus den Leistungbewertung der Schülerin. Diese hat die Zeugniskonferenz aufgrund der im Unterricht gezeigten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erstellen. Wenn aber die Zeugniskonfernz diese Leistungsbewertung sachlich und formal richtig erstellt hat, wird ein Gericht den daraus gezogenen Schluß, Ihre Tochter nicht zum Erweiterungskurs zuzulassen, nicht weiter prüfen.

Ob die Leistungsbewertung richtig ist, kann ich ohne dessen genaue Kenntis nicht beurteilen.

Ob aus der Aussage des Fachlehrers ein Anspruch auf Teilnahme an dem Erweiterungskurs abgeleitet werden kann, halte ich für eher unwahrscheinlich.

Zur konkreten Bewertung der Leistungsbewertung sollten Sie einen Kollegen vor Ort aufsuchen, der dann auch in der Lage ist, das Verwaltungsverfahren einzuleiten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Richard Schreiber
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 15.06.2007 | 12:51

Sehr geehrter HErr Schreiber,
danke für Ihre Auskunft - ich war bislang davon ausgegangen, dass es sich hierbei nicht um einen offiziellen Verwaltungsakt handelte - ich somit durch ein Beschwerdeverfahren bei Schulleitung / Schulbehörden weiterkommen könnte

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.06.2007 | 13:26

Sehr geehrter Fragesteller,

bei den Entscheidungen der Zeugniskonferenz handelt es sich um Verwaltungsakte. Dies gilt auch für die Entscheidung über die Teilnahme an den Erweiterungskursen.

Der Beschwerdeweg zur Schulleitung und den Schulbehörden steht ihnen weiterhin offen. Sollten man Ihren Argumenten zustimmen, kann der Verwaltungsakt durch die Zeugniskonferenz abgeändert werden.

Eine Änderung ohne oder gegen die Zustimmung der Zeugniskonferenz können Sie allerdings nur noch über den Weg der einstweiligen Anordnung und des Widerspruchs erreichen.

Ich hoffe, das ich Ihre Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet habe.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Richard Schreiber
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Schnelle Antwort und eine gute Grundlage für meine weiteren ÜBerlegungen!
Danke "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER