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Schulungsbuch zur Verwendung einer Software schreiben und Verwednung von Screenshots

| 28.01.2020 08:03 |
Preis: 50,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Guten Tag,
ich habe vor ein Schulungsbuch zu einer CAD-Software zu schreiben.
Nun stellt sich mir die Frage wie die rechtliche Sachlage bei der Verwendung von Bildern (Screenshots) und Software-Logo in dem Buch ist.
In dem Buch werden teils Schritt für Schritt Anleitungen enthalten sein, die mit Screenshots zeigen auf welche Tools und in welcher Reihenfolge geklickt werden muss.
Das bedeutet ein relativ großer Anteil des Buchs wird duch Screenshots der Software befüllt sein.
Worauf ist bei einem solchen Projekt zu achten?
Muss beim Hersteller/Vertreiber der Software eine Genehmigung eingeholt werden?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Oberflächen solcher Anwendungsprogramme sind in der Regel sehr funktional gestaltet und genießen daher keinen Urheberrechtsschutz. Aber selbst wenn der Screenshot urheberrechtlich geschützte Elemente enthalten würde, wäre die Nutzung in Ihrem Fall wohl durch das Zitatrecht (§ 51 UrhG ) gerechtfertigt, wenn die Nutzung der Screenshots in Ihrem eigenen Werk zur Erläuterung des Inhalts notwendig ist. Dies setzt voraus, dass Ihr Schulungsbuch selbst ein neues, schützenswertes Werk ist, der Screenshot eine Verbindung zum Inhalt Ihres Buches hat („zum Zweck des Zitats"), das Bildzitat (Screenshot) nur so groß wie für den Zitatzweck notwendig ist und die Quelle genannt wird (§ 63 UrhG ).

Nach deutschem Recht kann der Inhaber einer Marke gemäß § 14 MarkenG grundsätzlich nur Unterlassung der Markennutzung verlangen, wenn der Begriff auch markenmäßig verwendet wird. Makenmäßige Verwendung liegt vor, wenn der Begriff im Rahmen des Produktabsatzes jedenfalls auch der Unterscheidung der Ware eines Unternehmens von denen anderer dient bzw. ob die Marke zur Unterscheidung von Waren oder Dienstleistungen als solche eines bestimmten Unternehmens benutzt wird (Herkunftsfunktion), oder ob die Benutzung zu anderen Zwecken erfolgt.
In Ihrem Fall wollen Sie die als Marke geschützte Bezeichnung ja nur nennen, ohne damit Ihre eigenen Waren oder Dienstleistungen zu kennzeichnen. Eine solche rein beschreibende Markennennung ist aber grundsätzlich erlaubt, siehe § 23 Absatz 1 Nr.3 Markengesetz. Dennoch sollten Sie vorher nachschauen, ob das Unternehmen bestimmte „trademark guidelines" veröffentlicht hat, und diese wenn möglich auch einhalten. Meist wird dort eine bestimmte Schreibweise der Marke verlangt, z.B. einschließlich des hochgestellten ® bzw. ™.
Das Logo (statt des Namens) sollten Sie aber nur nutzen, wenn dies in den Guidelines ausdrücklich erlaubt wird oder zwingend als Verweis erforderlich ist. Sie sollten auch an prominenter Stelle (z.B. im Impressum des Buches) darauf hinweisen, dass Sie in keiner wirtschaftlichen oder sonstigen Beziehung zum Software-Hersteller stehen.

Wenn Sie die oben genannten Voraussetzungen einhalten, benötigen Sie keine ausdrückliche Einwilligung vom Softwarehersteller. Dennoch kann es empfehlenswert sein, beim Hersteller vorher anzufragen, da Sie mit einer Genehmigung auf jeden Fall auf der sicheren Seite wären und Ihnen eventuell auch Informationen ausgehändigt und Rechte eingeräumt werden, die über die gesetzlich vorgesehenen Ausnahmen hinausgehen. Es dürfte ja auch im Interesse des Herstellers sein, wenn ein gut geschriebenes Schulungsbuch über seine Software auf den Markt kommt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 28.01.2020 | 09:43

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