Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schulprobleme durch Mobbing von Lehrern und Mitschülern

| 13.04.2014 12:25 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Anordnung eines Verweises als schulischer Ordnungmaßnahme

Es geht um meinen Sohn, der 11 Jahre alt ist und momentan die 5.Klasse eines Gymnasiums besucht. Zur Geschichte muss ich ein wenig ausholen. Leichte Probleme begannen schon in der Kindergartenzeit, die aber nicht so aufgefallen sind, aber mein Sohn begann sich da schon als eine Art Außenseiter zu entwickeln. Sein Verhalten war da schon, wie man mir immer erklärte, unsozial, störend, wenig an Regeln angepasst und er versuchte im Mittelpunkt zu stehen. Die offensichtlichen Probleme mit ihm begannen extrem mit dem Eintritt in die Grundschule. Ständig Einträge ins Hausaufgabenheft, Elternvorladungen, Androhungen von Informationen an das Jugendamt und sogar das Einberufen von Klassenkonferenzen, in denen mir immer wieder ein Versagen in der Erziehung bzw. keine Erziehung vorgeworfen wurde. Ich habe aber meinen Sohn Werte, Regeln und Normen vermittelt, an die er sich leider nicht immer hält. Wir haben dann immer mehr versucht erzieherisch auf ihn einzuwirken. Anfangs haben wir noch altertümliche Methoden versucht, wie z.B. wenn er mal wieder den Unterricht gestört hat, durfte er dann halt hundertmal schreiben "Ich darf den Unterricht nicht stören" und das Hausaufgabenheft war voll davon. Das hat natürlich nichts bewirkt. Dann haben wir immer wieder versucht ihm das als Strafe weg zu nehmen, was ihm scheinbar wichtig erschien z.B. raus gehen, Spielkonsole, Fernsehgucken. Wir hatten dann das Gefühl, dass ihm gar nichts wichtig ist, denn es schien ihn nicht gestört zu haben, denn die Einträge und Vorladungen gingen weiter, in denen mir immer wieder klar gemacht wurde, dass wir unseren Sohn nicht erzogen haben und scheinbar auch keine Änderungen im Verhalten unseres Sohnes hervorrufen wollen. Oft genug wurde mir mit dem Jugendamt gedroht. Wir waren einfach nur noch verzweifelt. Die Streitereien zu Hause wegen unserem Sohn wurden immer mehr, was natürlich auch unser Sohn oft genug mitbekam. Wir haben ihn auch gesagt, dass wenn er sich in der Schule nicht ändert, dass er uns womöglich auch weggenommen wird und im Heim landet. Wir haben es im Bösen versucht, aber die Einträge wurden nur noch mehr und wir haben es im Guten probiert, aber es gab trotzdem Einträge. Dann hatten mir die Klassenlehrerin und der Direktor doch allen Ernstes empfohlen, dass ich mein Kind als Erziehungsmaßnahme ignorieren soll. Das habe ich nicht getan. Vom Hort (von der Frau die meinen Sohn eigentlich schon gemobbt hat) aus wurde dann letztendlich das Jugendamt informiert, die sich natürlich auch in der Schule bei den Lehrern erkundigt haben über meinen Sohn. Das Jugendamt konnte ich dann aber erst einmal ruhig stellen, aber die haben mir schon gedroht, falls weitere Hinweise erfolgen. Die Grundschule und der Hort haben meinen Sohn ständig nur auf den „Kieker" gehabt, jede Kleinigkeit wurde registriert und dramatisiert. Hilfe bekam er seitens der Pädagogen keine. Dann kam er ins Gymnasium und es hörte nicht auf. Weiter Einträge, Anrufe und Vorladungen. Trotz vorhandener Intelligenz versagt er mehr und mehr in der Schule, obwohl ich zu Hause sein Wissen abfrage und es vorhanden ist. Die erste Vorladung erfolgte bereits 2 Monate nach Schuljahresbeginn. In der mir das Fehlverhalten meines Sohnes wieder erläutert wurde. Neben störenden, unkonzentrierten, unordentlichen Verhalten soll mein Sohn auch schwerwiegende Regelverstöße begangen haben. Die Schule sagte mir, dass mein Sohn beim Sportfest einem Jungen mit Absicht die Nase blutig gehauen haben soll. Das kam mir schon komisch vor, da mein Sohn nicht gewalttätig ist. Mein Sohn erzählte mir, dass er sich nur umgedreht hat und dabei leider sein Ellenbogen die Nase des Jungen getroffen hat. Er wurde danach vom Sportfest ausgeschlossen und musste sich auf die Bank setzen. Weiter wurde mir erzählt, dass mein Sohn absichtlich seinen Schuh gegen die Scheibe in der Cafeteria geschossen hat. Mein Sohn sagte mir, dass er etwas übermütig in die Cafeteria rein ist und dabei sein Schuh wegflog (er machte bis dahin seine Schuhe selten zu) und dieser ist dann unten am Fensterrahmen gelandet. Das Letzte was mir zu dieser Vorladung noch erzählt wurde, mein Sohn soll in der Cafeteria gesessen haben und wie ein Psychopat vor sich, aber für andere gut verständlich, hingemurmelt haben „Amoklauf, Amoklauf, Amoklauf". Wir reden hier über einen 11jährigen, gutgläubigen, etwas kindlichen, leicht naiven Jungen. Mein Sohn sagte mir, dass sie eine Unterrichtsstunde über Amokläufe und deren Auswirkungen geredet haben und in der Cafeteria hat er es einem Jungen, der in dieser Stunde nicht dabei war, erzählt. Ab diesem Zeitpunkt wurde mein Sohn mehr und mehr von der Schule abgeschrieben, jede Kleinigkeit wurde kritisiert, Hilfe bekommt er keine. Leider haben das auch seine Mitschüler schnell verstanden, die gerne für eigene Fehler meinen Sohn beschuldigen und Recht bekommen. Von der Schule wurde mir auch gesagt, dass seine Mitschüler nicht mit ihm lachen, sondern vielmehr über ihn. Er wurde dann natürlich auch ein perfektes Angriffsziel für seine Mitschüler, was natürlich auch nie Lehrer gesehen oder mitbekommen haben oder vielmehr nicht sehen wollten. Wenn mein Sohn Hilfe und Schutz bei Aufsichtslehrern suchen wollte, sagte man ihm er soll gehen. Ende März diesen Jahres habe ich mich endlich dazu überwunden, über die Probleme, die ich mit meinem Sohn habe, mit einer Bekannten zu reden. Sie gab mir den Rat meinen Sohn bei einem Psychologen vorzustellen, da dieses Verhaltensmuster, dem eines ADHS-Kindes entspricht. Sofort habe ich einen Termin beim Psychologen vereinbart, der dann am 11.04.14 stattfinden sollte und habe auch die Schule schriftlich über meine Vermutung und den Termin in Kenntnis gesetzt. Gleich danach kam dann eine Einladung zu einer Klassenkonferenz mit meinem Sohn, natürlich auch hier wegen meinem Sohn. Es ging um eine Verhängung von Ordnungsmaßnahmen, weil mein Sohn mit Vorsatz und Absicht in Umlauf gebracht haben soll, dass sein Sportlehrer ihn vergewaltigt und misshandelt haben soll. Mein Sohn soll sich mit den anderen darüber belustigt haben. Aber mal ehrlich, welches Kind macht sich bitte bewusst und absichtlich zum Deppen!? Mein Sohn erzählte, nicht nur mir, sondern auch meiner Schwester und der Psychologin unabhängig voneinander, dass dieses auf einmal erzählt wurde, er hat aber auch nicht mitbekommen, woher dies kam. Andere und auch er selbst, durch seine naive Art, haben dies dann auch wiederholt und darüber gelacht. Später hat er dann aber auch versucht klar zu stellen, dass das nicht der Wahrheit entspricht. Die anderen Kinder die dieses auch gesagt haben, hatten alle ihre Klassenkonferenz vor meinem Sohn. Alle haben die Schuld bzw. die Initiative meinem Sohn zur Last gelegt. Noch kurz bevor die Klassenkonferenz angesetzt war, hatte ich telefonischen Kontakt mit dem stellvertretenden Schulleiter. Bei den Gesprächen ist immer mehr klar geworden, dass die Schuldfrage bereits geklärt wurde und in den Hinterköpfen auch bereits die Art der Ordnungsmaßnahme feststand. Ein rechtliches Gehör war eigentlich nur für die Akten wichtig, aber es wäre egal gewesen, was mein Sohn oder ich erzählen. Am Telefon wurde mir ja auch gesagt, dass ich zur Klassenkonferenz kommen soll, um mir ruhig mal anzuhören, was mein Sohn mit den Lehrern so abzieht und welches Leid er den Lehrern zufügt. In meinen Augen hatte ein Erscheinen bei der Klassenkonferenz keine Konsequenz, darum sagte ich den Termin für mich und meinen Sohn ab. Der stellvertretende Schulleiter sagte mir nur höhnisch, ich solle nur ruhig bedingungslos meinem Sohn glauben. Es wurde trotzdem versucht mein Sohn zur Anwesenheit bei der Konferenz zu zwingen. Die Konferenz wurde kurzfristig auf den Raum verlegt, in dem er seine letzte Stunde hatte. Nach der Stunde wurde ihm gesagt, dass er seine Tasche und Jacke an die Seite räumen soll, weil die Konferenz gleich anfängt und seine Mutter ja auch gleich kommt. Zum Glück habe ich meinem Sohn morgens noch erzählt, dass wir nicht zu diesem Termin gehen und er nach der Schule gleich nach Hause kommen soll. Geistesgegenwertig schnappte mein Sohn seine Sachen und rannte nach Hause. Als er den Raum verließ, bekam er noch mit, wie gesagt wurde, dass andere Kinder ihn zurück holen sollten. Mein Sohn kam völlig verstört und geschockt zu Hause an und erzählte mir dies. Am 12.04.14 bekam ich dann auch schriftlich die Ordnungsmaßnahme zugestellt. Er wurde in vollem Umfang und unter Vorsatz als Initiator angesehen und bekam nun einen schriftlichen Verweis. Ich möchte dies jedoch nicht so stehen lassen, denn mein Sohn wurde unschuldig, ohne jegliche Beweise, nur Schuldzuweisungen von Kindern, die sich selbst aus der Sache entziehen wollten, verurteilt. Weiter möchte ich, dass die Demütigungen und das Leid für meinen Sohn ein Ende haben. Was steht mir gesetzlich zur Verfügung, um gegen die Schule vorzugehen?

13.04.2014 | 14:31

Antwort

von


(1734)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sollten sich gleich nächste Woche schriftlich bei der Schulleitung beschweren und dem Verweis widersprechen.

Ordnungsmaßnahmen können nach pflichtgemäßen, fehlerfrei auszuübenden Ermessen auf Grundlage von § 44 Abs. 2 des Landesschulgesetz nur dann getroffen werden, wenn dies zur Sicherung der Unterrichts- und Erziehungsarbeit oder zum Schutz von Personen oder Sachen erforderlich ist. Die Würde der Schülerin oder des Schülers darf durch Ordnungsmaßnahmen nicht verletzt werden.

Ob hier die Voraussetzungen erfüllt sind, ist zweifelhaft und wäre von der Schule genau zu begründen.

Dazu müsste erst einmal die Klassenkonferenz wirksam angeordnet worden sein, was ebenfalls zweifelhaft ist.

Vor einer Ordnungsmaßnahme ist die Schülerin oder der Schüler bzw. Sie als Erziehungsberechtigte auch anzuhören, was unterblieben ist.

Nach § 2 Abs. 4 der Landesverordnung über schulische Ordnungsmaßnahmen ist auch eine schriftliche Androhung gegenüber Ihnen erforderlich, so dass nur bei einer besonderen Schwere des Fehlverhaltens darauf verzichtet werden kann.

Letzteres kann ich hier aber nicht erkennen, worauf Sie schriftlich verweisen sollten.

Zudem wäre meines Erachtens die Anwesenheit von Ihnen beiden erforderlich gewesen.

Daher halte ich die Anordnung für rechtswidrig.

Sie sollten parallel dazu die untere Schulaufsichtsbehörde bei Ihrer Gemeinde einschalten und sich ggf. anwaltlich bzw. ärztlich in der Sache weiterhelfen lassen, denn ansonsten droht eine weitere Verschärfung nach meiner Erfahrung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Bewertung des Fragestellers 13.04.2014 | 19:07

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Schnelle, informative Hilfe, sehr empfehlenswert

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Daniel Hesterberg »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 13.04.2014
5/5,0

Schnelle, informative Hilfe, sehr empfehlenswert


ANTWORT VON

(1734)

Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht, Baurecht, Verwaltungsrecht, Ausländerrecht