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Schulhelfer & geringfügige Beschäftigung & rechtliche Möglichkeiten

23.01.2015 19:59 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Mein Sohn geht in die erste Klasse der Grundschule und nach Meinung der Schule braucht er einen Schulhelfer /Integrationsbegleiter. Eine ärztliche Diagnose gibt es nicht, eine Übernahme der Kosten durch einen Träger wird es nicht geben, der Schulhelfer ist von Februar bis Juli 2015 von uns privat einzustellen und zu bezahlen. Die Arbeitstage teilen sich wie folgt auf

Jede Woche von Dienstag bis Donnerstag (an jedem Tag davon von 08.00 - 11.20), insgesamt also 60 Tage a 3,2 Stunden. Eine geeignete Kandidatin (Erzieherin, Mutter, im Moment zu Hause, keine Erziehungszeit, bei Mann mit versichert) gibt es, dies schlägt vor, auf €450/Monat dieses Beschäftigungsverhältnis anzugehen.

Wie ist dies rechtlich zu sehen?

Muß dieses Arbeitsverhältnis angemeldet werden? Als kurzfristige Beschäftigung (mit 27,69% Abgaben an Minijobzentrale)? Als geringfügig Beschäftigte im Privathaushalt (mit 28,24% Abgaben an Minijobzentrale)? Gibt es eine andere Möglichkeit?

Muß ich auch Urlaubsgeld bezahlen? Was passiert mit Lohnfortzahlung im Krankheitsfall? Darf man auch einen Stundensatz verhandeln, so lange das Monatsgehalt nicht über €450 liegt? Gehe ich recht in der Annahme, dass ich diese Kosten ggf plus Sozialausgaben voll beim Steuerausgleich als Kinderbetreuungskosten geltend machen kann?

Ich wäre für eine klare Aussage sehr dankbar, da mir bis jetzt keiner eine klare Antwort gegeben hat.

MfG

Paul Matthias

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine Beschäftigung im Privathaushalt dürfte nicht gegeben sein, weil die Voraussatzungen des § 8 a SGB IV nicht vorliegen. Die Betreuung ist eine Tätigkeit die nicht üblicherweise von Privaten im eigenen Haushalt ausgeübt wird.

Arbeitsrechtlich liegt ein reguläres Arbeitsverhältnis vor.
Die Zeitgrenze einer kurzfristigen Beschäftigung ist in 2015 bei 3 Monaten. Bei weniger als 5 Tagen Beschäftigung pro Woche gilt eine Grenze von 70 Arbeitstagen. Wenn Sie diese im Zeitraum Februar bis Juli nicht überschreiten läge eine kurzfristige Beschäftigung vor, ansonsten nicht.

Die Abgaben wären dann die regulären für 450 € Jobs. Die genauen Grenzen können Sie den Seiten der Minijob Zentrale entnehmen.

Urlaubsgeld erhalten geringfügig Beschäftigte nur wenn Sie dies gesondert vereinbaren. Sie müssen aber Urlaubsgeld von der Entgeltfortzahlung bei Urlaub unterscheiden. Diese gilt wie für alle Arbeitnehmer, auch für solche auf 450 € Basis. Es gibt also Urlaubsansprüche und auch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Über die entsprechenden Umlagen können Sie sich aber die Aufwendungen erstatten lassen.

Sie können natürlich einen Stundenlohn verhandeln, müssen aber den Mindestlohn von 8,50 € einhalten.

Die steuerliche Seite ist bei Kindern über 6 nicht ganz einfach, hier müsste man alle Details kennen. Ich würde aber von einer Absetzungsfähigkeit ausgehen, weil es eine dringende Empfehlung der Schule gibt.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht


Rückfrage vom Fragesteller 23.01.2015 | 21:54

Hallo,

es gibt also keine andere Alternative, korrekt?

Danke im Voraus & Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.01.2015 | 21:59

Sehr geehrter Fragesteller,

leider sehe ich keine echte Alternative für die in Aussicht genommen Begleitung. Sie müssten alternativ jemanden finden der "wirklich" selbstständig ist um die Problem des Arbeitsverhältnisses zu umgehen. In der von Ihnen beschriebenen Konstellation bleibt nur der Weg als regulärer Minijob.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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