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Schulden in Deutschland

| 13.08.2012 23:47 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


Hallo,

mein Mann hatte 1996 eine 2 Zimmer Eigentumswohnung (50qm)in Lueneburg/Heide mit damals 10 Jahre Mietgarantie erworben. Die Wohnung wurde damals als Steuersparmodel beworben, die Wohnung hatte 300.000,00 DM gekostet. In meinen Augen voellig ueberteuert, aber das steht auf einem anderen Blatt Papier.

2005 hatte mein Mann ein gutes Geschaeftliches Angebot einer neuen Arbeitstelle in den USA bekommen. Er wurde dann von einer deutschen Firma in die USA entsandt. Die Wohnung wurde bis 2007 brav von uns weiter bezahlt.

Dann kam der grosse Knall und mein Mann wurde Arbeitslos. Wir haben dann aus unserem Bekanntenkreis immer mehr Geld geliehen (16.000 Euro insgesamt) um die Wohnung weiter zu finanzieren. Horror....

Irgendwann ging auch das nicht mehr und wir konnten die Raten nicht mehr bezahlen.

Bis dato hatten wir vorher insgesamt 4 Jahre versucht die Wohnung zu verkaufen, wir mussten 3 mal den Makler wechseln. Endlich verkauft wurde die Wohnung dann vor etwas mehr als 3 Jahren fuer 110.000,00 Euro und hat uns mit 38.000,00 Euro Schulden zurueck gelassen.

Durch die lange Arbeitslosigkeit (19 Monate) und meine Krankheit haben wir sehr viele Schulden angehaeuft, wir mussten fast hier den Bankrott erklaert.

Lange Rede kurzer Sinn, wir hatten dann auch versucht der Bank unsere Situation zu erklaeren, danach war etwas Ruhe. Vor 3 Monaten kam der erste Brief einer Insolvenzverwaltung in Deutschland. Jetzt kommen die ersten Briefe aus Kalifornien von einer Collection Agency mit Drohungen der Pfaendung usw.

Durch die lange Arbeitslosigkeit und meiner Unfähigkeit wegen Krankheit zu arbeiten, unseren hier mittlerweile $65.000 Schulden ist es uns unmoeglich, etwas davon abzubezahlen.

So meine Frage: in wie weit koennen wir hier Haftbar gemacht werden? Koennen wir gepfaendet werden?
Nach Deutschland zurueck ist fuer uns keine Option.

Was koennen wir tun? Am Besten nichts?

Vielen Dank!


14.08.2012 | 08:08

Antwort

von


(2308)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
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Sehr geehrte Ratsuchende,


sollte bereits ein sogenannter Zwangsvollstreckungstitel (ein Urteil, ein Vollstreckungsbescheid, ein notarielles Schuldanerkenntnis etc.) vorliegen, kann ein Gläubiger mittels Gerichtsvollzieher oder Vollstreckungsgericht aus diesem Titel dann vorgehen und die Zwangsvollstreckung betreiben.


Daher sollten Sie zunächst erst einmal unbedingt herausfinden, ob es einen solchen Titel tatsächlich schon gibt.

Denn es wäre dann auch möglich, in den USA zu vollstrecken. Voraussetzung dafür wäre die gerichtliche Anerkennng dieses deutschen Vollstreckungstitel in den USA, was aber durchaus möglich ist.


Besteht ein solcher Titel, sollte man sich umgehend mit dem Gläubiger in Verbindung setzen, um eine mögliche Ratenzahlung zu vereinbaren.



Besteht ein solcher Titel hingegen noch nicht, sollte mittels Verhandlungen versucht werden, die Schaffung eines solchen Titels zu vermeiden.


Sofern Sie von einer "Insolvenzverwaltung in Deutschland" schreiben, ist nicht ganz deutlich, was damit gemeint ist. Ich vermute, es handelt sich um ein Schreiben eines Inkasso-Unternehmens.

Dieses Schreiben sollte dann sehr sorgfältig geprüft werden, da die meisten dieser Schreiben keinerlei rechtliche Bedeutung haben und nur Angst einflößen sollen. Aber dazu sollte das Schreiben genauer geprüft werden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php


Rückfrage vom Fragesteller 14.08.2012 | 12:25

Vielen Dank!

Es besteht keinen Titel oder ein etwaiger Mahnbescheid, wir bekamen zwei mal Post von einem Inkassobüro in Deutschland (Sorry das meinte ich) und danach das erste Schreiben von einer Collection Agency aus Kalifornien. Das war es, mehr nicht.

Bei dem Kontakt der Bank wurden unsere Schulden dargelegt, danach kam ein Schreiben das die Bank erwartet, sobald es uns Finanziell besser geht, wir uns mit ihnen in Verbindung setzten.

Warum es keinen Titel oder Mahnbescheid gibt, ist mir ein Raetsel?



Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.08.2012 | 12:39

Sehr geehrte Ratsuchende,


das Schreiben des Inkasso-Unternehmens und auch das Schreiben der Collection-Agency lassen Sie dann bitte unbeachtet und antworten Sie darauf nicht.

Ohne einen Titel können beide Unternehmen nicht gegen Sie oder Ihren Ehemann vorgehen, da es sich um eine Schuld in Deutschland handelt und hier ein Vollstreckungstitel zwingend vorliegen muss.



Sofern offenbar seit 2007 die Darlehen nicht bedient worden sind, kann sogar schon die Frage einer möglichen Verjährung eine Rolle spielen, WENN die Darlehen schon gekündigt worden ist.

Es ist durchaus möglich, dass die Bank ebenfalls diese Frage der Verjährung so sieht und deshalb vom Versuch einer Titelerlangung absieht.

Möglich ist aber auch, dass die Bank andere - grundbuchrechtliche - Sicherungen hat und auf einen weiteren Titel gar nicht angewiesen wäre; ohne Kenntnis der gesamtumstände und Prüfung aller Unterlagen kann das aber nur sehr ungenau vermutet werden.


Hier sollte mit allen Unterlagen eine umfangreiche Prüfung in Erwägung gezogen werden; gerade in Hinblick auf eine mögliche Verjährung nach §§ 195 BGB ff nach drei Jahren ist dieses zu empfehlen, damit nicht durch fehlerhafte Schritte ggfs. diese Verjährungsfrist gehemmt wird.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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Bewertung des Fragestellers 15.08.2012 | 17:00

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Herzlichen Dank!


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