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Schulden erben - wie kann ich Vorbeugen?


| 28.11.2011 17:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Was kann ich tun, um zu verhindern, dass ich oder unsere erwachsenen Kinder möglicherweise einmal Schulden meines Mannes erben könnten?
Mein Mann und ich WOHNEN getrennt, haben eigene Konten, den Unterhalt für mich und die Aufteilung des gemeinsamen Vermögens in einem Ehevertrag geregelt und notariell beurkundet.

Mein Mann hat kein Verhältnis zum Geld und ein Alkoholproblem.

Kann ich mich auch ohne Scheidung schützen möglicherweise einmal seine Schulden zu erben?



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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Wenn Sie nicht geschieden sind und wenn Ihr Ehemann keine letztwillige Verfügung zugunsten Anderer errichtet, tritt im Todesfall die gesetzliche Erbfolge ein.

D. h., wenn Sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben, würden Sie als Ehefrau im Todesfall des Ehemanns zu 1/2 Erbin werden und die Kinder würden ebenfalls insgesamt zu 1/2 erben.


2.

Grundsätzlich haben die Erben die Möglichkeit, die Erbschaft auszuschlagen. Die Ausschlagungsfrist beträgt sechs Wochen, beginnend mit dem Zeitpunkt, zu dem der Erbe vom Anfall und dem Grund der Berufung Kenntnis erlangt; vgl. § 1944 Abs. 2 BGB.


3.

Während die Ausschlagung erst nach dem Erbfall in Betracht kommt, kann durch Erbverzicht bereits zu Lebzeiten auf das Erbe verzichtet werden; vgl. § 2346 BGB.

Der Erbverzicht ist ein vom Erblasser zu Lebzeiten abgeschlossener erbrechtlicher Vertrag mit einem Erben, durch den der Anfall der Erbschaft ausgeschlossen wird.

Gemäß § 2348 BGB bedarf der Erbverzichtsvertrag der notariellen Beurkundung. Der Erblasser muß beim Abschluß des Erbverzichtsvertrags persönlich handeln. Das ergibt sich aus § 2347 Abs. 2 Satz 1 BGB.

Wenn Sie also schon jetzt, also zu Lebzeiten des Ehemanns, den Eintritt der Erbschaft nach Ihrem Ehemann ausschließen wollen, ist der Erbverzicht die richtige Verfahrensweise.

Auch die Kinder müßten entsprechend auf das Erbe verzichten.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.11.2011 | 18:58

Wenn die Erben die Erbschaft nach dem Tod des Angehörigen ausschlagen wollen, erfahren sie ob der Erblasser noch Vermögen hatte und falls ja, in welcher Höhe oder ob er Schulden hinterlassen hat, oder müssen die Erben "blind" verzichten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.11.2011 | 20:13

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Sie müssen sich selbst Kenntnis davon verschaffen, ob der Nachlaß überschuldet ist. Hierfür haben Sie sechs Wochen nach dem Erbfall bzw. von dem Zeitpunkt an, zu dem Sie vom Erbfall erfahren haben, Zeit.


2.

Ist nicht eindeutig zu erkennen, ob der Nachlaß überschuldet ist, ist es nicht ratsam, das Erbe "blind" auszuschlagen.

Stellt sich erst später heraus, daß der Nachlaß nur aus Schulden besteht, gibt es die Möglichkeit, die Annahme der Erbschaft anzufechten.

Ferner gibt es die sog. Dreimonatseinrede. Innerhalb von drei Monaten hat der Erbe die Möglichkeit, den Nachlaß zu sichten und kann sich weigern, Nachlaßverbindlichkeiten zu begleichen. Danach entscheidet der Erbe, ob er weitere Maßnahmen zum Schutz des Privatvermögens einleitet.

Die wichtigste Vorgehensweise ist es, beim Nachlaßgericht eine Nachlaßverwaltung zu beantragen.

Man muß also im Einzelfall entscheiden und prüfen, welche Vorgehensweise am zweckmäßigsten ist.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.11.2011 | 20:36

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Sie müssen sich selbst Kenntnis davon verschaffen, ob der Nachlaß überschuldet ist. Hierfür haben Sie sechs Wochen nach dem Erbfall bzw. von dem Zeitpunkt an, zu dem Sie vom Erbfall erfahren haben, Zeit.


2.

Ist nicht eindeutig zu erkennen, ob der Nachlaß überschuldet ist, ist es nicht ratsam, das Erbe "blind" auszuschlagen.

Stellt sich erst später heraus, daß der Nachlaß nur aus Schulden besteht, gibt es die Möglichkeit, die Annahme der Erbschaft anzufechten.

Ferner gibt es die sog. Dreimonatseinrede. Innerhalb von drei Monaten hat der Erbe die Möglichkeit, den Nachlaß zu sichten und kann sich weigern, Nachlaßverbindlichkeiten zu begleichen. Danach entscheidet der Erbe, ob er weitere Maßnahmen zum Schutz des Privatvermögens einleitet.

Die wichtigste Vorgehensweise ist es, beim Nachlaßgericht eine Nachlaßverwaltung zu beantragen.

Man muß also im Einzelfall entscheiden und prüfen, welche Vorgehensweise am zweckmäßigsten ist.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


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