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Schulden durch Eltern - tituliert - unterschrieben 18< - Zwangslage bei Unterschrift

09.04.2013 18:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Schulden für andere, Titulierung, Anfechtung

Sehr geehrte Damen und Herren,

kurz nach dem ich 18 Jahre alt wurde kamen meine Eltern in finanzielle Probleme und bekamen selbst keine Verträge mehr für Handys, Internet, KFZ etc.

Auf Grund dieses Umstands und dem Wunsch meiner Eltern Ihre Selbstständigkeit fortzuführen wurde ich dazu überredet unzählige Verträge für Handys, Internet, Telefon, KFZ Versicherungen abzuschließen um die Existenz der Familie zu sichern (sozialer Druck?).

Als die Selbstständigkeit trotzdem den Bach hinunterlief und die Mahnungen sich häuften wurde mir immer wieder zugesichert das alles bezahlt wird. Letztendlich mussten wir sogar Umziehen, die Mietkaution für die neue Wohnung und weitere Kosten des Umzugs und des alltäglichen Lebens wurden mit den gleichen Überredungskünsten mit Geld das von meiner Visa Karte stammt bezahlt.

Selbstverständlich wurde mir damals ebenfalls versprochen, das alles wieder zurück bezahlt wird.

Dann kam die nächste Idee der Selbstständigkeit meiner Eltern um alles wieder zu bezahlen wie Sie sagten, natürlich auch um nicht auf der Straße landen zu müssen.

Es wurden wieder KFZ Versicherungen (nach dem die alten aufgrund der "nicht-Zahlung" gekündigt wurden) etc. abgeschlossen.

Selbstverständlich wurde wieder nichts bezahlt...

Fast alle Forderungen sind heute (Jahre später) tituliert (Vollstreckungsbescheid).

Die Vertragspartner wussten nichts von diesem "sozialem Druck", alle Verträge habe ich in meinem Jugendlichen Leichtsinn selbst unterschrieben...Meine Eltern haben selbst kein Geld um hierfür aufzukommen.

Gibt es eine Möglichkeit, dass diese Verträge nichtig werden und oder sind Sie nicht eh nichtig (sittenwidrigkeit?)?
Wenn Nein, kann man diese noch anfechten und wie?
Wie formuliere ich dies am besten kurz und bündig im Schriftverkehr mit den Gläubigern und oder Gericht?

Gibt es irgend eine Möglichkeit nicht für all diese Schulden selbst aufkommen zu müssen selbst wenn diese tituliert sind?

Ich weiß, das dass Gebot für die Antwort nicht sehr hoch ist, ich benötige aber wirklich einen Rat wie ich selbst gegen diese Verträge vorgehen kann ohne Unmengen von Geld aufwenden zu müssen bzw. wie ich erfolgreich die Zahlung verweigern kann ohne dass mir Kosten entstehen. Ich hoffe Sie verstehen worauf ich hinaus möchte.. Ich wurde auf gut Deutsch "verarscht" und würde heute diese Verträge niemals unter diesen finanziellen Voraussetzungen unterschreiben. Der Schuldenberg aus dieser Sache beläuft sich heute auf ca. 30.000 Euro.

Einsatz editiert am 09.04.2013 18:07:12

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Die Verträge haben Sie im Außenverhältnis zu den Firmen wirksam abgeschlossen. Sie waren zu diesem Zeitpunkt auch bereits volljährig, sodass Sie auch hierfür einstehen zu haben. Problematisch ist, dass es auch bereits Titel gegen Sie gibt. Hier hätten Sie - wenn überhaupt - eher reagieren müssen, d.h. Widerspruch einlegen etc. Nunmehr sind jedoch die Ansprüche tituliert und können bis zu 30 Jahren vollstreckt werden.

Ich sehe im übrigen auch keinen Anfechtungsgrund, zumal Sie selber schreiben, dass die Vertragspartner nichts von Ihrem "sozialen Druck" wussten.

Sie haben zwar im Innenverhältnis einen Ausgleichsanspruch gegenüber Ihren Eltern, jedoch haben diese ja immer noch kein Geld, wie Sie schreiben, sodass die Inanspruchnahme zwar rechtlich möglich, aber wirtschaftlich sinnlos ist. Ich würde aber die Ansprüche titulieren lassen, wenn Aussicht besteht, dass sie noch zu Geld kommen können.

Ich bedaure, Ihnen keine bessere Antwort geben zu können.

Oftmals gibt es jedoch die Möglichkeit, sich noch mit den Firmen auf eine endgültige Summe vergleichsweise zu einigen.

Wenn Sie wenige finanzielle Möglichkeiten haben, besteht hier die Möglichkeit von Beratungshilfe, d.h. die Anwaltskosten trägt der Staat.

Falls wir Ihnen bei diesen Vergleichen helfen sollen, melden Sie sich gerne per Email.

Auch können Sie ggf. ein Insolvenzverfahren in Betracht ziehen, wenn die Schulden zu groß werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
und Diplom-Ökonomin Dr. Corina Seiter, Rechtsanwältin

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